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Wie VfB-Trainer Matarazzo die Diskussionen um seine Zukunft wahrnimmt

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Von: Niklas Noack

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Sportdirektor Sven Mislintat stärkt seinem VfB-Trainer Matarazzo den Rücken.
Sportdirektor Sven Mislintat (r.) stärkt seinem VfB-Trainer Matarazzo den Rücken. © Pressefoto Rudel/Herbert Rudel/IMAGO

Nach acht Partien ohne Bundesligasieg steht Pellegrino Matarazzo in der Kritik. Das sagt der Trainer des VfB Stuttgart zu den Diskussionen um seine Person.

Stuttgart - Was den Job des Trainers betrifft, war es beim VfB Stuttgart zuletzt so ruhig wie schon lange nicht mehr und Pellegrino Matarazzo feierte vor kurzem sogar sein tausend tägiges Jubiläum. Doch nach acht Bundesligapartien ohne Sieg beginnt der Stuhl des Stuttgarter Übungsleiters langsam zu wackeln.

Kein Wunder in Anbetracht der Schreckensbilanz, die beim Blick auf das gesamte Kalenderjahr noch schlimmer wirkt. Immerhin gelangen dem VfB in 2022 gerade mal magere drei Siege. Eine Statistik, die Matarazzo allerdings nicht beunruhigt. Schlagfertig sagte er: „Mir ist nicht bewusst, dass es eine Meisterschaft gibt für das Jahr 2022.“

VfB Stuttgart: Pellegrino Matarazzo will seine Mannschaft „siegfähig“ bekommen

Den Blick in die Vergangenheit mag der VfB-Trainer sowieso nicht. Lieber konzentriert er sich auf die kommende Partie gegen den 1. FC Union Berlin am Sonntag (9. Oktober, 19.30 Uhr/DAZN) und versucht, seine Mannschaft darauf „siegfähig“ einzustellen.

So bekommt er die Diskussionen um seine eigene Person zwar mit, aber selbst die versucht Matarazzo pragmatisch zu nutzen: „Ich bekomme täglich den Pressespiegel. Ich versuche auch, wenn was Sinnvolles dabei ist, etwas inhaltlich mitzunehmen.“

Adi Hütter oder Sebastian Hoeneß könnten die Nachfolge von VfB-Trainer Matarazzo antreten

Hinter den Kulissen wird derweil über mögliche Nachfolger für Matarazzo nachgedacht, sollte dem VfB-Trainer gegen Union Berlin und dem VfL Bochum keine Trendwende gelingen, berichtete der kicker. Demnach wären Adi Hütter und Sebastian Hoeneß zwei Optionen.

Öffentlich genießt Matarazzo jedoch volle Rückendeckung. Sportdirektor Sven Mislintat stellte nach der 2:3-Pleite beim VfL Wolfsburg klar, dass die Zukunft des Trainers kein „Teil der Analyse“ sein werde - und auch VfB-Boss Alexander Wehrle lobte Matarazzo zuletzt noch in höchsten Tönen.

Ein Vertrauen, das dem Stuttgarter Trainer aber gar nicht so wichtig ist. Bei der Pressekonferenz am Freitag (7. Oktober) sagte er: „Das allerwichtigste ist, dass ich Vertrauen in mich selbst spüre und dass ich Vertrauen in meiner Mannschaft spüre, in meinem Trainerteam.“

Zudem sei ein Grundvertrauen der Mannschaft in den Weg wichtig, den man ihr mit an die Hand gebe, führte der Coach weiter aus. Dass dieses vorhanden ist, können die Matarazzo-Schützlinge gegen Union Berlin beweisen. Es ist auch der erste Test, inwiefern der Trainer sein Team noch erreicht.

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