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VfB-Coach Matarazzo ist bei den Fans nicht mehr unantastbar

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Von: Niklas Noack

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VfB-Coach Matarazzo ist nach der Pleite gegen Wolfsburg enttäuscht.
VfB-Coach Matarazzo ist nach der Pleite gegen Wolfsburg enttäuscht. © Cathrin Müller/IMAGO

Der VfB Stuttgart bleibt durch die 2:3-Pleite beim VfL Wolfsburg in dieser Bundesligasaison weiter ohne Sieg. Inzwischen wird bei den Fans über die Zukunft des Trainers Pellegrino Matarazzo diskutiert.

Stuttgart - Lange war es ein absolutes No-Go. Hatte in der vergangenen Saison jemand die Entlassung von Trainer Pellegrino Matarazzo gefordert, wurde derjenige noch als Spinner abgestempelt. Nach der 2:3-Pleite des VfB Stuttgart beim VfL Wolfsburg sieht die Gemengelage nun aber anders aus.

Ausgerechnet in der Woche nach dem tausend tägigen Jubiläum Matarazzos als VfB-Trainer, wird in der Öffentlichkeit zum ersten Mal ernsthaft über seine Zukunft diskutiert. Zwar ist es aktuell (noch) nicht so, dass eine breite Masse in der Fankurve „Matarazzo raus!“ rufen würde, doch in den sozialen Medien häufen sich die kritischen Stimmen.

VfB Stuttgart: Gespaltene Meinung im Netz zu Pellegrino Matarazzo

So wurden Umfragen auf Facebook und Twitter erstellt, die zwar nicht repräsentativ sind, aber ein erstes gespaltenes Stimmungsbild der Community zeichneten. Während auf Twitter die Stimmen für und gegen den Trainer relativ ausgeglichen waren, sagten in einer Umfrage auf Facebook 63 Prozent: Man solle an Matarazzo nicht festhalten.

Auch bei Twitter, wo es lange kaum kritische Äußerungen zu Matarazzo gab, hinterfragen immer mehr Fans den vom VfB Stuttgart eingeschlagenen Weg. User „twofourtwo“, der ein Teil des Fanpodcasts „BrustringTalk“ ist, schrieb: „Darf man jetzt auf die Tabelle schauen? Darf man jetzt den Trainer mal hinterfragen? Darf man jetzt am 8. Spieltag ohne Sieg, bei drei Siegen im Jahr 2022, sagen, dass es viel zu wenig ist? Anders gefragt, auf was wollen wir noch warten? Die Saison so weiterzuspielen, endet im Abstieg.“

Auch Sven Mislintat wird in der VfB-Krise in die Pflicht genommen

Ähnlich klang Nutzer „Kampfokapi“, der anmerkte, Sportdirektor Sven Mislintat müsse „langsam überlegen, ob es für ihn infrage kommt, in einer anderen Personenkonstellation im Trainerteam weiterzumachen“ und machte im Anschluss das Fass auf, wie lange der Vorstandsvorsitzende Alexander Wehrle die Entwicklung noch beobachten werde, ohne „die Reißleine“ zu ziehen.

Mislintat selbst hält allerdings weiter nichts davon, über die Zukunft seines Trainers Matarazzo nachzudenken. Nach der Wolfsburg-Pleite machte er deutlich, an der Stuttgarter Kontinuität festhalten zu wollen: „Er ist nicht Teil der Analyse.“

In der vergangenen Saison hatte der Sportdirektor seinem Trainer sogar eine Jobgarantie ausgestellt, die er bislang nicht auffrischte. VfB-Vorstandsboss Wehrle wich zuletzt aus, als er nach einer Garantie für Matarazzo gefragt wurde. Klar ist, der Coach ist zumindest bei den Fans nicht mehr unantastbar, was in Anbetracht der ausbleibenden Entwicklung der Mannschaft folgerichtig ist. Gleiches gilt für Sportdirektor Mislintat, dessen Kaderplanung immer mehr in die Kritik gerät.

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