Legendärer Coach

VfB Stuttgart: Mit Trainer Armin Veh wurde der Verein 2007 Deutscher Meister

VfB-Stuttgart-Trainer Armin Veh wird bei der Meisterfeier 2007 von Spielern auf den Schultern getragen
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Der VfB Stuttgart wurde mit Trainer Armin Veh 2007 Deutscher Meister

Unter Trainer Armin Veh gelang dem VfB Stuttgart der Sprung in die Riege der europäischen Spitzenklubs. Die Chronologie des Erfolgs.

  • Armin Veh war zwischen 2006 und 2008 Trainer des VfB Stuttgart
  • Als der neue Coach übernahm, gingen viele Stars des VfB. Junge Spieler wie Sami Khedira rückten nach
  • Unter Vehs Leitung wurde der Fußballverein Deutscher Meister

Stuttgart - Armin Veh (59) ist einer der legendärsten Trainer des VfB Stuttgart. Der Coach, der am 1. Februar 1961 in Augsburg geboren wurde, war bereits bei zahlreichen Fußballvereinen engagiert. Auch als Spieler hat Armin Veh Erfahrung gesammelt. Unter anderem war er für Borussia Mönchengladbach, den FC Augsburg und in der Schweiz für den FC St. Gallen aktiv.

Einer der Glanzpunkte in der Vita von Armin Veh ist sicherlich die Deutsche Meisterschaft mit dem VfB Stuttgart im Jahr 2007. Für viele überraschend konnte der Fußballverein aus Baden-Württemberg mit einer sehr jungen Mannschaft den Titel holen.

Armin Veh wird Trainer des VfB Stuttgart – die Saison 2005/06

Die Saison 2005/06 begann der VfB Stuttgart mit Giovanni Trapattoni (80) als Trainer. Teure Transfers und große Namen brachten jedoch nicht die erhofften Resultate. Am 20. Spieltag lag der VfB Stuttgart auf dem siebten Tabellenplatz und Trapattoni musste nach einem enttäuschenden 0:0 gegen Werder Bremen sein Amt abgeben.

Neuer VfB-Trainer wurde Armin Veh. Das erste Spiel gegen Arminia Bielefeld ging interessanterweise verloren. Wenig deutete zu diesem Zeitpunkt darauf hin, dass die Amtszeit von Coach Armin Veh in Kürze eine so erfolgreiche Wendung nehmen würde. Die Saison beendete der VfB Stuttgart auf Tabellenplatz neun.

Der VfB Stuttgart 2006/07 – junge Spieler und Vehs Transfers

In der Sommerpause bekam der neue Trainer Armin Veh die Möglichkeit, den Kader nach seinen Vorstellungen umzubauen. Viele bekannte Spieler verließen den VfB Stuttgart nach der Saison 2005/06. Einerseits aufgrund der enttäuschenden Vorsaison, andererseits weil mit Giovanni Trapattoni auch ein bekannter Trainer den Fußballverein verlassen hatte.

Armin Veh machte aus der Not eine Tugend und integrierte viele junge Spieler in den Profikader für die 1. Bundesliga. Aus der Jugend kamen beispielsweise Sami Khedira (32), Serdar Tasci (32) und Andreas Beck (32). Andreas Hinkel (37), Zvonimir Soldo (52) oder Jon Dahl Tomasson (43) verließen den Fußballverein beziehungsweise beendeten ihre Karriere.

Hinzu kamen einige ungewöhnliche Transfers, die von Armin Veh vorgeschlagen wurden. So holte der VfB Ricardo Osorio (39) und Pável Pardo (43) aus Mexiko. Nur wenige trauten demneuen VfB-Trainer und seiner jungen Mannschaft zu, eine ordentliche Saison zu spielen. Tatsächlich begann die Bundesliga-Hinrunde nüchtern und der VfB Stuttgart unterlag dem 1. FC Nürnberg vor eigenem Publikum mit 0:3.

So machte Trainer Armin Veh den VfB Stuttgart zum Deutschen Meister

Mit dem Fortschreiten der Saison kletterte die Mannschaft um Armin Veh immer weiter nach oben in der Tabelle der 1. Bundesliga. Am neunten Spieltag erreichte der Fußballverein erstmals die obere Tabellenregion. Nach einem 3:0 über Schalke 04 war der VfB Stuttgart Tabellenvierter.

Es folgten drei weitere Siege des VfB gegen Alemannia Aachen, den Hamburger SV sowie Hannover 96. Der Fußballverein aus Stuttgart übernahm unter Trainer Armin Veh erstmals die Tabellenführung. Zur Winterpause lag der Club auf Platz vier der Tabelle.

Im Endspurt der Saison zeigte sich die mentale Stärke des Teams. Acht Spiele in Folge blieb der VfB Stuttgart ungeschlagen und besiegte auf dem Weg zur Meisterschaft den direkten Konkurrenten Bayern München mit 2:0. Der Erfolg war für VfB-Trainer Armin Veh und seine junge Mannschaft zum Greifen nah.

Der VfB Stuttgart empfing am letzten Spieltag Energie Cottbus und brauchte unbedingt einen Sieg, um Deutscher Meister zu werden. Nach einem hektischen Start und der frühen Führung für Cottbus glich Thomas Hitzlsperger (37) mit einem fulminanten Weitschuss in der 27. Minute aus. In der 63. Minute erzielte Sami Khedira mit einem Kopfballtor das 2:1, was am Ende die Deutsche Meisterschaft bedeutete. Es zeigte sich, dass die Personal-Entscheidungen von VfB-Trainer Armin Veh genau richtig gewesen waren.

Armin Veh blieb bis zur Saison 2008/09 Trainer des VfB Stuttgart, konnte aber nicht an vergangene Erfolge anknüpfen. Kurz vor seiner Entlassung stand der Fußballverein nur noch auf Platz elf der Bundesliga-Tabelle. Markus Babbel übernahm als Coach der Stuttgarter. Armin Veh wechselte erst zum VfL Wolfsburg, dann zum Hamburger SV, blieb als Trainer aber eher glücklos.

Armin Veh kehrt 2014 als VfB-Stuttgart-Trainer zurück

Erst mit Eintracht Frankfurt kam der Erfolg zurück: Trainer Armin Veh stieg mit dem Fußballverein in die 1. Bundesliga auf, schaffte es in der folgenden Saison sogar auf Platz sechs der Tabelle. Die Saison 2013/14 lief schlecht für Trainer und Verein. Armin Veh kehrte noch einmal zum VfB Stuttgart zurück, wo er zusammen mit Sportdirektor Jochen Schneider die sportliche Leitung und das Amt des Cheftrainers übernahm. Doch nach nur einem halben Jahr war für Armin Veh wieder Schluss beim VfB. Er trat nach einer erfolglosen Bundesliga-Hinrunde im Herbst 2014 zurück.

VfB-Stuttgart und Co: Alle Trainer-Stationen von Armin Veh

JahrFußballverein
1990-1995FC Augsburg
1996-1997Spvgg Greuther Fürth
1998-2001SSV Reutlingen 05
2002-2003Hansa Rostock
2003-2004FC Augsburg
2006-2008VfB Stuttgart
2009-2010VfL Wolfsburg
2010-2011Hamburger SV
2011-2014Eintracht Frankfurt
2014VfB Stuttgart
2015-2016Eintracht Frankfurt

Von Jouni Frommann

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