VfB-Keeper steht im gegnerischen Tor und wird „verwirrt“
Beim Testspiel des VfB Stuttgart springt Ersatztorwart Stefan Drljaca für das gegnerische Team ein. Keine leichte Aufgabe, wie er im Anschluss erklärt.
Stuttgart/Heilbronn - Schon etwas skurril war die Situation beim Freundschaftsspiel des VfB Stuttgart gegen Fortuna Sittard am vergangenen Samstag (20. Juli): Plötzlich standen zwei VfB-Torhüter auf dem Platz im Heilbronner Frankenstadion. Doch Not macht bekanntlich erfinderisch und so kam es, dass Stefan Drljaca beim 120-Minuten-Testspiel für den Gegner auflief.
VfB-Schlussmann Drljaca zog für sich dennoch einen Vorteil aus der kuriosen Lage. „Testspielminuten sind Testspielminuten, die nehm ich dann auch gerne mit“, sagte er nach der Partie, die die Schwaben mit 3:0 für sich entschieden. „Es hat trotzdem riesigen Spaß gemacht, auch mal mit einer anderen Mannschaft zu spielen, was natürlich ungewohnt ist.“

„Generell etwas wilder“: VfB-Keeper über seinen Einsatz im gegnerischen Tor
Ganz überraschend kam der Einsatz für Stefan Drljaca nicht. Bereits am Vortag vor dem Freundschaftsspiel habe sich die Fortuna Sittard beim VfB nach deren Ersatztorhüter erkundigt, um Schlussmann Luuk Koopmans zu entlasten. Diese Herausforderung nahm der Schwaben-Keeper an. Auf BW24-Nachfrage gab Drljaca jedoch zu, dass die Integration in die Mannschaft für ihn auch chaotisch gewesen sei. „Zu meinem Zeitpunkt waren sechs, sieben Jugendspieler auf dem Platz, deswegen war es generell etwas wilder bei den Jungs“, erklärt er.
Es sei zum Teil eine sehr hektische und schnelle Spielweise gewesen, bei denen die Bälle einfach weggeschlagen wurden. „Was natürlich nicht unser Anspruch ist beim VfB. Dementsprechend war ich so ein bisschen verwirrt, wie schnell lange Bälle geschlagen werden“, erzählt der Schlussmann. In einer Trinkpause habe man den VfB-Torhüter schließlich über die Taktik aufgeklärt.

Positiv verlief die Partie für den Schwaben-Keeper dennoch. VfB-Sportchef Fabian Wohlgemuth empfand sogar, dass sich Sittard mit Drljaca verbessert hätte. „Das ehrt mich“, lacht dieser. „Es soll ja auch mein Anspruch sein, auch Qualität in diese Mannschaft einzubringen“. Und immerhin habe es der Gast aus den Niederlanden mit ihm geschafft, die Null im Tor zu halten.
Das erhofft sich Stefan Drljaca beim VfB
Welche Rolle Stefan Drljaca in Stuttgart einnehmen wird, scheint noch offen zu sein. Wer in welcher Postion ist, das Entscheiden andere, äußert der VfB-Ersatztorwart. „Es gilt einfach sich anzubieten und da sind wir alle ehrgeizig genug, nach der höchstmöglichen Postion zu streben.“
Vorstellen könne er sich unter anderem für die zweite Mannschaft des VfB Stuttgart in der dritten Liga aufzulaufen. Drljaca werde daher in der Vorbereitung Gas geben und sich anbieten. „Nach der Vorbereitung werden wir sehen, wie das Ranking ist und was Sinn macht“, sagt er. „Grundsätzlich ist der Fokus auf der Profi-Mannschaft und das bleibt auch so.“




