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Trotz Sieg mit Wut im Bauch: VfB-Sportdirektor Mislintat schweigt

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Von: Niklas Noack

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VfB-Sportdirektor Sven Mislintat sitzt bei der Partie gegen den FC Augsburg auf der Bank.
VfB-Sportdirektor Sven Mislintat sitzt bei der Partie gegen den FC Augsburg auf der Bank. © Michael Weber IMAGEPOWER/IMAGO

Der VfB Stuttgart hat gegen den FC Augsburg einen verdienten 2:1 (1:1)-Heimsieg eingefahren. Sportdirektor Sven Mislintat war danach trotzdem angefressen.

Stuttgart - Die Erleichterung war spürbar. Nach der 0:5-Klatsche bei Borussia Dortmund zeigte der VfB Stuttgart eine starke Reaktion und schlug den FC Augsburg mit 2:1 (1:1). Waldemar Anton erlöste den VfB mit dem entscheidenden Treffer in der Nachspielzeit und sorgte damit für einen verdienten Dreier.

Dementsprechend herrschte bei den Spielern und den meisten Verantwortlichen eine ausgelassene Stimmung. Nur Sportdirektor Sven Mislintat wirkte trotz des wichtigen Erfolgs angefressen. Für gewöhnlich stellt sich dieser nach einer Partie ausgiebig den Fragen der Journalisten, doch nach dem Sieg über Augsburg schwieg der Sportdirektor. Sichtlich mit Wut im Bauch ging er in der Mixed-Zone an den wartenden Medienvertretern vorbei und sagte nur: „Die Leistung spricht für sich!“

VfB Stuttgart: Sportdirektor Sven Mislintat zeigt sich nach dem Sieg gegen den FC Augsburg verärgert

Der Grund dafür könnte die Berichterstattung rund um die Trainer-Hängepartie sein. Nach dem Spiel bei Borussia Dortmund verkündete Mislintat, dass Michael Wimmer bis zur WM-Pause Interimscoach des VfB Stuttgart bleibt. Darüber hinaus stellte er ihm das Amt des Cheftrainers in Aussicht.

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Eine Entscheidung, für die Mislintat teilweise kritisiert wurde. Auch, weil der Sportdirektor damit das Risiko eingeht, dass bis zum Winter einer der beiden extern gehandelten Trainerkandidaten nicht mehr zur Verfügung stehen könnte. Dabei soll es sich um Alfred Schreuder (Ajax Amsterdam) und Jess Thorup (vereinslos) handeln.

Dissonanzen zwischen den VfB-Führungskräften Mislintat und Wehrle?

Zudem könnten VfB-Sportdirektor Mislintat die Diskussionen um seine eigene Zukunft sauer aufstoßen. Im Sommer 2023 läuft nämlich sein Vertrag aus und die Gespräche über eine mögliche Verlängerung wurden nach einem Streit mit Vorstandsboss Alexander Wehrle auf die WM-Pause vertagt.

Mislintat und Wehrle legen zwar Wert darauf, dass es zwischen ihnen „keine Dissonanzen“ gibt, wie der Sportdirektor zuletzt sagte, doch die Gerüchteküche kocht weiter. Die beiden Führungspersönlichkeiten sollen zu unterschiedliche Vorstellungen haben und manch einer geht schon davon aus, dass die Tage von Mislintat als Sportdirektor des VfB gezählt sind.

Bis zur Winterpause sind es noch drei Partien, in denen die Stuttgarter gegen Borussia Mönchengladbach, Hertha BSC und Bayer 04 Leverkusen ran müssen. Holt die Elf von Interimstrainer Wimmer weiter so fleißig Punkte wie zuletzt, dürfte es auch um Mislintat ruhiger werden und der Sportdirektor hätte ein paar weitere Argumente für seine Vertragsverlängerung beisammen.

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