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VfB-Machtkampf: Mislintat will sich mit Beförderung rehabilitieren

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Von: Niklas Noack

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Sportdirektor Sven Mislintat vom VfB Stuttgart sitzt am Rande des Trainingsplatztes.
VfB-Sportdirektor Sven Mislintat wirkt wie immer gelassen. © Pressefoto Rudel/Herbert Rudel/IMAGO

Wird der Vertrag von Sven Mislintat beim VfB Stuttgart verlängert? Jetzt will der Sportdirektor befördert werden.

Stuttgart - Nach dem Wirbel um die unsichere Zukunft von Sven Mislintat beim VfB Stuttgart, zeichnet sich ab, dass der Sportdirektor seinen im Sommer auslaufenden Vertrag nur im Falle einer Beförderung verlängern wird. Wie die Sportbild berichtet, will Mislintat zum Sportvorstand ernannt werden.

Dies deutete der Stuttgarter Kaderplaner bereits am vergangenen Samstag nach der 1:3-Niederlage des VfB gegen Eintracht Frankfurt an. In der Mixed-Zone sagte er zum Thema Sportvorstand: „Das kann für mich eine Lösung sein.“

VfB Stuttgart: Sportdirektor Sven Mislintat will seine Macht erhalten

Bislang war für Mislintat, der gerne so nah wie möglich an der Mannschaft dran ist, der Vorstandsposten noch kein Thema. Inzwischen sieht er in der Beförderung wohl aber die letzte Möglichkeit, seine Macht im sportlichen Bereich zu erhalten, nachdem es zuletzt zu Irritationen mit Vorstandsboss Alexander Wehrle gekommen war.

Der hatte ohne Mislintats Wissen Christian Gentner angestellt, der als Leiter der Lizenzspielerabteilung eng an der Seite des VfB-Sportdirektors arbeiten soll. Zudem holte sich Wehrle mit Sami Khedira und Philipp Lahm zwei Berater an Bord.

VfB-Sportdirektor Sven Mislintat sieht die Möglichkeit, sich zu rehabiltieren

Eine gewaltige neue Sportkompetenz, die Mislintat begrüßt. Allerdings war er über die Art und Weise der Umstrukturierung nicht begeistert und dürfte es als Degradierung verstanden haben, daran nicht beteiligt gewesen zu sein. Dass Wehrle inzwischen zugab, er hätte Mislintat einbeziehen müssen, beschwichtigt den Sportdirektor nur bedingt.

Durch den Sportvorstandsposten sieht Mislintat jetzt die Möglichkeit, sich zu rehabilitieren. In dieses Amt müsste ihn allerdings der Aufsichtsrat berufen, in dem unter anderem Rainer Adrion sitzt, der nicht als Mislintat-Fan bekannt ist.

Sollte es mit der Beförderung nicht klappen, könnte die Zeit des „Diamantenauges“ beim VfB Stuttgart zu Ende gehen. Manch ein Klub dürfte durch den Ärger bei den Schwaben schon hellhörig geworden sein, denn Mislintat ist aufgrund seiner geschätzten Expertise gefragt. Wie die Wolfsburger Allgemeine berichtet, soll der VfL Wolfsburg bereits über den Stuttgarter Sportdirektor nachdenken.

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