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VfB-Sportdirektor Mislintat denkt an seinen Freund Matarazzo: „Fußball ist ein A****loch“

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Von: Niklas Noack

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VfB-Sportdirektor Sven Mislintat musste an Ex-Coach Pellegrino Matarazzo denken.
VfB-Sportdirektor Sven Mislintat musste nach dem Sieg gegen den VfL Bochum an Ex-Coach Pellegrino Matarazzo denken. © Michael Weber IMAGEPOWER/IMAGO

Der VfB Stuttgart hat den VfL Bochum mit 4:1 (2:1) geschlagen und feierte somit am 10. Spieltag den ersten Bundesligasieg der Saison. Dennoch denkt Sportdirektor Sven Mislintat in diesem Moment auch an den entlassenen Trainer Pellegrino Matarazzo.

Stuttgart - Sven Mislintat bemühte sich erst gar nicht, das Gefühl der Erleichterung zu verstecken. Als der Sportdirektor des VfB Stuttgart nach dem 4:1-Kantersieg gegen den VfL Bochum den Journalisten gegenübertrat, war spürbar, wie die Anspannung von ihm abfiel. Mit glasigen Augen versuchte er zu erklären, was an diesem Samstag (15. Oktober) anders war.

Anders, als in den neun Bundesligaspielen zuvor, in denen der VfB Stuttgart noch unter Ex-Coach Pellegrino Matarazzo daran verzweifelte, den ersten Saisonsieg einzufahren. „Momentum“ war seine Antwort darauf. Ein Momentum, das den Stuttgartern in den knappen Spielen gegen den VfL Wolfsburg (2:3) oder Werder Bremen (2:2) fehlte. Dieses fehlende Spielglück, das Matarazzo letztlich den Job kostete.

VfB Stuttgart holt im ersten Spiel nach Pellegrino Matarazzo gegen den VfL Bochum den ersten Saisonsieg

Am Montag (10. Oktober) hatte der VfB den Cheftrainer freigestellt, der bereits mehr als 1000 Tage im Amt war. Eine Entlassung, die den Sportdirektor mitnahm. Noch am Abend der Entscheidung saß Mislintat bei Matarazzo zu Hause und trank mit seinem Ex-Coach, der ihm in den zweieinhalb Jahren ein Freund geworden ist, Whiskey. Es war der „traurigste Tag“ seiner Karriere, verriet er später.

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VfB-Sportdirektor Sven Mislintat: „Es ist manchmal nicht erklärbar“

So ist es kein Wunder, dass Mislintat während den 90 Minuten gegen Bochum, in denen der VfB vor allem in der zweiten Hälfte befreit aufspielte, auch mal an „Rino“ dachte. Auf BW24-Nachfrage sagte er: „Es ist manchmal nicht erklärbar. Da ist Fußball manchmal auch ein A****loch. Das ist so. Das ist ganz klar auch Rinos Sieg und seine Handschrift in dieser Mannschaft, die heute 4:1 gewonnen hat. Und genauso empfinden es auch alle.”

Mehr als 20 Minuten nahm sich Mislintat nach der Partie gegen Bochum Zeit für die Journalisten und hatte währenddessen sichtlich mit seinen Emotionen zu kämpfen. Wie er nach dieser aufwühlenden Woche runterkommt? Vielleicht gönnt er sich zur Feier des Tages erneut einen Whiskey. Doch diesmal muss er diesen alleine genießen. Ohne seinen Freund Matarazzo.

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