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Silas holt erneut die Vergangenheit ein: VfB-Star muss sich vor Gericht verantworten

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Von: Niklas Noack

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VfB-Profi Silas Katompa Mvumpa muss sich vor Gericht verantworten. Ihm wird Urkundenfälschung und Erschleichung eines Aufenthaltstitels vorgeworfen.

Stuttgart - Windige Berater gibt es im Fußballgeschäft einige. Die Gefahr, an solch einen zu geraten, ist besonders als Talent groß: Wenn man bereit ist, sehr viel Risiko einzugehen, um am Ende den Traum als Profi zu leben.

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So ist es auch Silas Katompa Mvumpa vom VfB Stuttgart ergangen, der sich am Mittwoch (14. Dezember) wegen Urkundenfälschung und Erschleichung eines Aufenthaltstitels vor dem Amtsgericht in Stuttgart verantworten muss. Dies berichtet die Stuttgarter Zeitung.

Rückblick: Einst als junger Fußballer war Katompa Mvumpa im Kongo auf einen Mann getroffen, der ihn in Europa bekannt machen wollte. Dafür drängte er Silas dazu, seine Identität abzuändern und aus Katompa Mvumpa wurde schließlich Wamangituka. Zudem machte sich Silas ein Jahr jünger. Was der Berater davon hatte? Der ergaunerte sich mit dieser Masche die Ausbildungsentschädigung, die eigentlich dem kongolesischen Heimatklub von Silas zugestanden hätte.

VfB Stuttgart: Silas wurde „Opfer“ eines windigen Beraters

Im Sommer 2021 ging Silas mit dem Identitätsschwindel an die Öffentlichkeit. Der damalige VfB-Sportdirektor Sven Mislintat sprach in diesem Zuge davon, sein Schützling sei „Opfer“ des Beraters geworden und habe in einem Abhängigkeitsverhältnis zu ihm gestanden.

Silas vom VfB Stuttgart ärgert sich gegen den FC Köln.
Auch sportlich läuft es für Silas Katompa Mvumpa und seinen VfB Stuttgart, der aktuell tief im Abstiegskampf steckt, alles andere als rund. © Neundorf/Kirchner-Media/IMAGO

Das soll VfB-Star Silas für seinen Identitätsschwindel zahlen

Vor der deutschen Justiz ist Silas dennoch nicht geschützt. 60 Tagessätze lautet nach Informationen der StZ der Strafbefehl der Staatsanwaltschaft, was für den Fußballer zwei Netto-Monatsgehälter bedeuten würde. Als vorbestraft würde Silas aber nicht gelten.

Trotzdem hat der VfB-Profi Einspruch erhoben, weshalb der Fall jetzt vor Gericht entschieden wird. Immerhin: In Deutschland darf Silas erstmal bleiben. Rund um die Weihnachtstage flog der Mittelfeldspieler im vergangenen Jahr in den Kongo, um sich ein neues Visum zu besorgen. Das gilt bis 2024. Bis dahin läuft außerdem sein Vertrag beim VfB Stuttgart, den der Klub vermutlich gerne verlängern würde.

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