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Wechseltheater um VfB-Star Sasa Kalajdzic wird zur Posse: „Die einen gehen so damit um, die anderen so“

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Von: Niklas Noack

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Der Sportdirektor vom VfB Stuttgart, Sven Mislintat, telefoniert, während im Hintergrund Sasa Kalajdzic trainiert.
VfB-Sportdirektor Sven Mislintat (l.) ist froh darüber, wenn die Zukunft seines Stürmers Sasa Kalajdzic (r.) geklärt ist. © Pressefoto Rudel/Robin Rudel/IMAGO

Sasa Kalajdzic will den VfB Stuttgart verlassen. Gegen den 1. FC Köln fühlte er sich nicht mehr bereit, für die Schwaben aufzulaufen.

Stuttgart - Es regnete am Samstagmittag in Bad Cannstatt, als sich der VfB Stuttgart beim öffentlichen Training auf die Partie gegen den 1. FC Köln vorbereitete. Doch trotz des schlechten Wetters schauten Dutzende Fans ihren Lieblingen zu und trauten dabei ihren Augen nicht.

Denn während sich die VfB-Profis auf die Bundesligapartie vorbereiteten, fehlte einer: Der wechselwillige Sasa Kalajdzic hatte vor der Einheit das Gespräch mit Trainer Pellegrino Matarazzo gesucht und ihm darin mitgeteilt, er fühle sich nicht bereit, gegen den FC Köln aufzulaufen.

VfB Stuttgart erkämpft sich trotz Roter Karte und ohne Sasa Kalajdzic ein Remis gegen den FC Köln

Anschließend nahm der Österreicher nicht am Abschlusstraining teil und Coach Matarazzo verzichtete darauf, ihn in den Kader zu berufen. Somit musste Stuttgart am Sonntag (28. August) in Köln ohne seinen Starstürmer auskommen und der VfB erkämpfte sich trotz der Roten Karte des Kalajdzic-Vertreters Pfeiffer ein Remis.

Nach der Partie war neben den Platzverweisen für Pfeiffer und Matarazzo die Posse um Kalajdzic wieder das große Thema. Sportdirektor Sven Mislintat sagte am DAZN-Mikrofon: „Die einen gehen so damit um, die anderen so. Wir akzeptieren das so. Wir müssen jetzt schauen, was die nächsten Tage passiert, geht ja Gott sei Dank nur noch bis Donnerstag.“

Einen Vorwurf wollte er seinem Stürmer aber nicht machen. „Das ist Sasas Naturell. Er ist tatsächlich nicht komplett frei. Da kann er nichts dafür, das ist sein Wesen. Andere sind da vielleicht abgezockter“, sagte er gegenüber der Stuttgarter Zeitung.

VfB-Profi Chris Führich verteidigt Sasa Kalajdzic

Ähnlich äußerte sich Mittelfeldspieler Chris Führich, der Kalajdzic in Schutz nahm: „Ich glaube, Sasa ist ein Kopfmensch. Er hat das Herz am rechten Fleck und wenn Sasa so entschieden hat, dann wird das seine Gründe gehabt haben.“

Fraglich ist derweil, ob es zum Transfervollzug kommt. Die Wolverhampton Wanderers buhlen um den Angreifer, wie Mislintat bereits am Mittwoch (24. August) am Rande des VfB-Testspielsiegs gegen den FC St. Gallen bestätigte. Der Premier-League-Klub soll bereit sein, 15 Millionen Euro für Kalajdzic zu bezahlen. Ein Angebot, das Mislintat für „nicht ausreichend“ hält.

Bleibt nun abzuwarten, inwiefern die Engländer bis zum 1. September nachlegen. An diesem Tag, den alle Beteiligten herbeisehnen, endet das Sommertransferfenster und es herrscht endlich Klarheit darüber, für welchen Verein Kalajdzic in den kommenden Wochen auflaufen wird.

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