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Sasa Kalajdzic stellt sich bei VfB-Abgang als Opfer des bösen Fußballgeschäfts dar

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Von: Niklas Noack

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Sasa Kalajdzic steht vor einen Wechsel vom VfB Stuttgart zu den Wolverhampton Wanderers.
Der anstehende Wechsel von Sasa Kalajdzic hat einen bitteren Beigeschmack. (Fotomontage) © Frank Hoermann / SVEN SIMON/IMAGO

Sasa Kalajdzic verlässt den VfB Stuttgart. Mit der Art und Weise seines Abgangs hat der einstige Publikumsliebling viele Sympathien verspielt. Ein Kommentar.

Stuttgart - April dieses Jahres. Abstiegskampf. Der VfB Stuttgart gastiert beim direkten Konkurrenten Arminia Bielefeld und es steht viel auf dem Spiel, als in der 94. Minute ein Zwischenfall alles überschattet: Arminias Fabian Klos prallt mit seinem Teamkollegen Alessandro Schöpf zusammen und bleibt liegen.

Während zunächst Schockstarre herrschte, ergriff VfB-Star Sasa Kalajdzic die Initiative und sprintete im Stile eines Sanitäters zum schwer verletzten Klos. Wie der Österreicher sich eine Trage schnappte und zur Hilfe eilte, war später das Bild des Spieltags, das überregional für positive Schlagzeilen sorgte. Es war eine Aktion eines fairen Sportmannes und ganz Stuttgart war stolz auf seinen Sympathieträger.

VfB Stuttgart: Sasa Kalajdzic nahm sich gegen den 1. FC Köln heraus, nicht zu spielen

Wenige Monate später ist von der Euphorie um den authentischen Kalajdzic wenig übrig geblieben. Es ist aber nicht der bevorstehende Wechsel des Nationalspielers zu den Wolverhampton Wanderers, der dafür sorgte, dass ihm kaum ein Fan mehr hinterher weint, sondern die Art und Weise, wie dieser über die Bühne geht.

Auf die Spitze trieb es der Österreicher damit, dass er sich für die Partie gegen den 1. FC Köln (0:0) herausnahm, nicht zu spielen. Er fühle sich nicht bereit, teilte er seinem Trainer Pellegrino Matarazzo kurz vor dem Abschlusstraining mit und ließ somit seine Mannschaftskollegen im Stich.

Sasa Kalajdzic forcierte öffentlich seinen Abgang vom VfB Stuttgart

In den Wochen zuvor bekleckerte sich Sasa Kalajdzic schon nicht mit Ruhm. Alle naselang forcierte er in diversen Interviews seinen Wechsel und tat dabei so, als könne er selbst seine Zukunft gar nicht beeinflussen. Ausgerechnet der Kalajdzic, der im Abstiegskampf immer voranging und in schwierigen Situationen das Gespräch mit den Fans suchte, stellte sich jetzt als unmündig und als Marionette seiner Berater dar. Statt Verantwortung zu übernehmen, gab er sich als Opfer des bösen Fußballgeschäfts und verspielte damit nicht nur Sympathien, sondern auch ein Stück weit das Image, authentisch zu sein.

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