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Die Saison des VfB Stuttgart im Rückblick: Euphorie, Corona-Chaos und Abstiegskampf

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Von: Nadja Pohr

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Konstantinos Mavropanos, Sasa Kalajdzic und Wataru Endo
Die Mannschaft des VfB Stuttgart war von vielen Corona-Fällen geplagt. Konstantinos Mavropanos, Sasa Kalajdzic und Wataru Endo (v.l.n.r.) fielen aufgrund des Virus in der Saison aus - Kalajdzic sogar zweimal. © Tom Weller/dpa

Der VfB Stuttgart muss bis zum Schluss um den Klassenerhalt in der Fußball-Bundesliga kämpfen. Ein Rückblick zeigt, warum: Die Saison war geprägt von sieglosen Serien und Corona.

Stuttgart - Die Bundesligasaison 2021/22 steht vor ihrem letzten Spieltag. Zum zehnten Mal in Folge sicherte sich der FC Bayern München die Meisterschaft, während Aufsteiger SpVgg Greuther Fürth sicher wieder zurück in die 2. Bundesliga geht. Im Tabellenkeller kämpfen außerdem noch Arminia Bielefeld, der VfB Stuttgart und Hertha BSC Berlin um den Klassenerhalt - hier bleibt es spannend bis zum Schluss.

VfB Stuttgart: Nach einem starken Saisonstart folgte ein Leistungsloch

„Man hat in der Kaderplanung zu sehr auf feine Fußballer und sehr viel auf die Jugend gesetzt“, kritisierte jüngst der Ehrenspielführer des VfB Stuttgart, Guido Buchwald, auf der Suche nach dem Grund für das schlechte Abschneiden der Schwaben. „Man kann nicht immer in die Zukunft investieren und die Gegenwart vergessen. Das ist ein Grund, warum der VfB so schlecht dasteht.“ Dabei ist die Mannschaft von Chefcoach Pellegrino Matarazzo mit ordentlich Motivation in die Saison gestartet, nachdem sie in der vorangegangenen Spielzeit einen soliden 9. Platz nach dem Wiederaufstieg ins deutsche Fußball-Oberhaus erreicht hatte.

Furios legte der VfB am ersten Spieltag mit einem 5:1 gegen Fürth in der Mercedes-Benz-Arena los, ehe eine erste sieglose Serie folgte. Nicht immer waren die „Jungen Wilden“ dabei klar unterlegen, scheiterten oftmals nur knapp oder kamen nicht über ein Unentschieden heraus. Die Folge: Die Stuttgarter rutschten immer tiefer in den Tabellenkeller und konnten sich von dort, trotz vieler Befreiungsversuche, nicht mehr lösen.

262 Fehltage: Corona-Chaos begleitet den VfB Stuttgart durch die Spielzeit

Zu der sportlich durchwachsenen Saison des VfB Stuttgart kommt hinzu, dass die Mannschaft immer wieder von Corona geplagt wurde. Aus dem Kader mit 31 Spielern infizierten sich im Saisonverlauf insgesamt 22 mit dem Coronavirus. Aus der ursprünglichen Stammelf um Müller, Ito, Anton, Mavropanos, Sosa, Mangala, Endo, Massimo, Klimowicz, Förster und Kalajdzic hatten bis auf Borna Sosa alle Corona. Waldemar Anton und Sasa Kalajdzic fingen sich das Virus sogar zweimal ein. Die Schwaben kommen am Ende auf 262 Corona-Fehltage in der Bundesligasaison 2021/22.

34. Spieltag der Bundesliga 2021/2022: VfB Stuttgart will den Relegationsspielen entkommen

Nun befindet sich der VfB Stuttgart im Abstiegskampf und muss auf Schützenhilfe aus Dortmund hoffen. Hertha BSC und Stuttgart könnten am 34. Spieltag der Bundesliga am Schluss noch die Plätze tauschen (16 und 15). Dank einer starken Vorstellung und dem Unentschieden im vergangenen Spiel gegen den FC Bayern München, könnte sich der VfB in allerletzter Sekunde noch vom Relegationsplatz loseisen. Voraussetzung: Die Matarazzo-Elf muss in der heimischen Arena gegen den 1. FC Köln gewinnen und Hertha BSC parallel gegen Borussia Dortmund verlieren.

VfB-Mittelstürmer Sasa Kalajdzic zeigte sich zuversichtlich, dass die Mannschaft einem Duell mit dem Tabellendritten der 2. Bundesliga - aktuell der Hamburger SV - noch entkommen kann. „Wir haben einen Schritt gemacht gegen eine mögliche Relegation in einen möglichen fixen Klassenerhalt. Wenn irgendjemand so ein Ding schaffen kann, dann wir. Denn wir sind so eine gefühlte Wundertüte“, sagte der Österreicher.

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