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VfB-Kader platzt aus allen Nähten: Sorgenkinder auf dem Abstellgleis

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Von: Niklas Noack

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Roberto Massimo und Mateo Klimowicz vom VfB Stuttgart bedanken sich nach dem Spiel gegen Eintracht Frankfurt beim Publikum.
Roberto Massimo (l.) und Mateo Klimowicz können den VfB verlassen. © Hansjürgen Britsch via www.imago-images.de

Noch tummeln sich beim VfB Stuttgart viele Sorgenkinder. Doch die Schwaben würden den ein oder anderen Profi gerne abgeben.

Stuttgart - Der Kader des VfB Stuttgart ist groß. Zu groß könnte man meinen, wobei Sportdirektor Sven Mislintat darauf angesprochen auf die vergangene Saison mit vielen Verletzten und Corona-Infizierten verweist. Trotzdem will der VfB einige seiner Schützlinge loswerden, die zuletzt in ihrer Entwicklung stagnierten.

Dazu zählen Mateo Klimowicz und Roberto Massimo, die ein ähnliches Schicksal eint. Denn beide haben schon starke Leistungen im Schwabendress gezeigt. Jeder Stuttgarter hat vor Augen, wie der deutsche U21-Nationalspieler Klimowicz beim 5:1-Galaauftritt gegen Borussia Dortmund (Saison 2020/21) glänzte. In dieser Partie stand Klimowicz in der Startelf. Insgesamt kam er in der Spielzeit 2020/21 auf satte 25 Bundesligaeinsätze.

VfB Stuttgart: Mateo Klimowicz steht auf dem Abstellgleis

Was dagegen in Vergessenheit geraten ist: In der Hinrunde der abgelaufenen Katastrophensaison spielte Klimowicz eine große Rolle und hatte seinen Anteil am miesen Abschneiden. Zwölfmal durfte er ran, meistens sogar von Beginn an. Ab dem 23. Spieltag berücksichtigte Trainer Pellegrino Matarazzo den flinken Offensivspieler gar nicht mehr.

Sein größtes Manko ist das fehlende Selbstbewusstsein, das in jeder Minute zu spüren ist, sobald der Sohn des ehemaligen Bundesligastürmers Diego Klimowicz den Rasen betritt. Wie im Stuttgarter Trainingslager in Weiler-Simmerberg, wo sich der Eindruck verfestigte, dass der 22-Jährige keine Zukunft mehr bei den Schwaben hat. Der spanische Erstligist FC Elche soll an einer Leihe Interesse haben, wie die Stuttgarter Zeitung berichtete. Beim Charlotte FC soll Klimowicz ebenfalls auf dem Zettel gestanden haben.

Roberto Massimo schafffte es nicht, den verletzten VfB-Star Silas zu ersetzen

Auch Massimo überzeugte nicht mehr. Während der schlimmen Verletzungsmisere gelang es dem Flügelspieler nicht im Ansatz, den Ausfall von Silas Katompa Mvumpa zu kompensieren und machte keinen Schritt nach vorne. Zu wenig für den Anspruch des VfB Stuttgart, der ihn gerne abgeben würde. Fortuna Düsseldorf beschäftigt sich mit dem Stuttgarter, wie Vorstand Klaus Allofs gegenüber der Rheinischen Post verriet.

Dann gibt es die Leihrückkehrer, für die der VfB weiterhin keine Verwendung hat. Dazu zählen Philipp Klement, Maxime Awoudja, Antonis Aidonis und Alou Kuol. Sollte für sie kein Käufer gefunden werden, strebt Stuttgart weitere Leihgeschäfte an. Auch bei Wahid Faghir und Ömer Beyaz können sich die Schwaben eine Leihe vorstellen, um den Talenten Spielzeit zu ermöglichen.

Clinton Mola soll den VfB Stuttgart verlassen

Anders sieht es bei Clinton Mola aus, dem letzten im Bunde. Wenn der Linksverteidiger fit ist, lässt er immer wieder sein Können aufblitzen. Allerdings litt der Engländer an rätselhaften Verletzungen, die von Hüft- und Beckenproblemen bis hin zu einem Knorpelschaden reichten und ihn ausbremsten. Im Trainingslager ließ er zwar mit guten Leistungen aufhorchen, dennoch würde der VfB Mola keine Steine in den Weg legen.

Clinton Mola vom VfB Stuttgart ist im Testspiel gegen den FC Brentford am Ball.
VfB-Linksverteidiger Clinton Mola ist vom Pech verfolgt. © Hansjürgen Britsch/IMAGO

Generell fraglich ist jedoch, für welchen der aufgelisteten Spieler es derzeit überhaupt einen Markt gibt, da sich die Klubs in der laufenden Transferperiode bislang zurückhaltend zeigen.

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