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Braucht der VfB Stuttgart Kalajdzic überhaupt noch?

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Von: Niklas Noack

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Stuttgart - In diesem Sommer wurde bereits viel über die Zukunft von Sasa Kalajdzic gesprochen. Der Stürmer kokettierte mehrfach öffentlich mit einem Wechsel weg vom VfB Stuttgart zu einem europäischen Topklub - und das Interesse bei den potenziellen Abnehmern für den Zwei-Meter-Stürmer schien zunächst zahlreich vorhanden. Letzteres hat sich inzwischen gewandelt.

Zuletzt hieß es noch, Manchester United hätte Kalajdzic auf dem Zettel. Doch ansonsten ist die Gerüchteküche um den österreichischen Nationalspieler abgekühlt. Sogar eine Vertragsverlängerung in Stuttgart ist möglich.

VfB Stuttgart: Darko Churlinov stürmte gegen Dynamo Dresden zum Matchwinner

Die Frage ist allerdings: Brauchen die Schwaben Kalajdzic überhaupt? Beim VfB-Sieg im DFB-Pokal gegen Dynamo Dresden fehlte der Stürmerstar und Trainer Pellegrino Matarazzo ersetzte ihn durch eine dynamische Doppelspitze aus Darko Churlinov und Tiago Tomas. Churlinov traf zum 1:0-Siegtreffer und machte ein Riesenspiel.

Auch zum Bundesligaauftakt gegen RB Leipzig könnte der VfB Stuttgart mit zwei „falschen“ Neunern beginnen. Coach Matarazzo: „Es kann sein, dass es Sinn ergibt, mit zwei schnellen Stürmern zu spielen, weil wir weniger Ballbesitz haben werden.“ Somit könne man den Favoriten aus Leipzig auskontern, sagte der Trainer. Mehr Bewegung bedeute jedoch auch weniger Struktur, nannte Matarazzo einen vermeintlichen Nachteil.

Im Spiel gegen den SC Paderborn bejubelt der damalige Angreifer des SV Darmstadt 98, Luca  Pfeiffer, seinen Treffer.
Luca Pfeiffer jubelt demnächst im Dress des VfB Stuttgart. © Peter Hartenfelser/IMAGO

VfB-Coach Pellegrino Matarazzo über Sasa Kalajdzic und Luca Pfeiffer: „ähnliche Spielertypen“

Neben der Variante mit zwei schnellen Angreifern hat Matarazzo seit Kurzem eine weitere Kalajdzic-Alternative: Luca Pfeiffer. Vergangene Saison spielte dieser auf Leihbasis für den SV Darmstadt 98 und traf 17 Mal. Pfeiffer gilt zwar als spielstark, aber dennoch wie Kalajdzic als klassischer Stürmer. „Sie sind ähnliche Spielertypen. Beide sind in der Lage, sehr schnell zu handeln. Sind auch im Kopf schnell, wenn es darum geht, den Ball weiterzuleiten oder festzumachen. Beide sind im Strafraum präsent“, verglich Matarazzo seine Goalgetter.

Pfeiffer braucht allerdings noch etwas Zeit, um beim VfB anzukommen. Gegen RB könne es für 30 Minuten reichen, schätzte Matarazzo den Fitnesszustand seines Neulings ein.

Sollte sich dieser nur annähernd so treffsicher zeigen wie im Unterhaus, würde er Kalajdzic schnell vergessen machen. Bliebe Kalajdzic am Ende doch beim VfB, hätte Matarazzo in vorderster Front sogar ein Luxusproblem. Eines, mit dem der VfB-Trainer gut leben könnte.

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