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VfB-Schlussmann Florian Müller sichert Stuttgart Punkt und soll Kobel nacheifern

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Von: Niklas Noack

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Florian Müller vom VfB Stuttgart zeigt eine Glanzparade gegen RB Leipzig.
VfB-Schlussmann Florian Müller sichert Stuttgart gegen RB Leipzig den Punkt. © Philippe Ruiz/IMAGO

Der VfB Stuttgart ist mit einem 1:1 (1:1) gegen RB Leipzig gut in die neue Bundesligasaison gestartet. Keeper Florian Müller war der Matchwinner.

Stuttgart - Die Partie hätte für den VfB Stuttgart nicht schlechter beginnen können. Es waren gerade sieben Minuten gespielt, als sich die Leipziger Offensivkünstler in den Strafraum kombinierten. Angeführt von Christopher Nkunku, der aus kurzer Distanz ins rechte Eck zum frühen 1:0 einnetzte und die Schwaben in Schockstarre versetzte.

Die Stuttgarter brauchten im Anschluss etwas Zeit, um sich von dem Rückschlag zu erholen, setzten im Laufe der Partie aber immer wieder Nadelstiche durch gefährliche Konter. Naouirou Ahamada erzielte in der 31. Minute nach einer schönen Doppelpasskombination mit Sasa Kalajdzic den 1:1-Ausgleich, sodass der VfB Stuttgart RB Leipzig am Ende ein Remis abtrotzte.

VfB Stuttgart gegen RB Leipzig: Florian Müller entscheidet Privatduell gegen Christopher Nkunku für sich

Im Dress der Roten Bullen stach Christopher Nkunku heraus. Der Ausnahmekönner bewies einmal mehr seine Dribbelstärke und seinen unwiderstehlichen Drang zum Tor. So entwickelte sich im Laufe des Spiels ein kleines Privatduell zwischen dem Franzosen und VfB-Schlussmann Florian Müller. Letzterer ging dabei als Gewinner hervor, weil er dem Leipziger - abgesehen vom Gegentreffer - keine Chance ließ. In der 66. Minute tauchte Nkunku, ähnlich wie beim 0:1, vor dem Stuttgarter Gehäuse auf, aber scheiterte mit seinem Abschluss am sich groß machenden Müller.

Nur wenige Momente später hielt der VfB-Keeper per Glanzparade einen Kopfball von Willi Orban. Ob es Müllers bestes Spiel im VfB-Trikot war? „Kann man schon so sagen“, schätzte sich der Torwart selbst ein.

Ich lobe ihn jetzt nicht zu sehr

Sven Mislintat, Sportdirektor des VfB Stuttgart, über Torwart Florian Müller

Sven Mislintat vergleicht VfB-Schlussmann Florian Müller mit Borussia Dortmunds Gregor Kobel

Weiter sagte Müller: „RB hatte viele Chancen und ich bin froh, dass ich ein paar Bälle halten konnte.“ Im vergangenen Jahr wurde er häufig kritisiert, nicht die sogenannten Unhaltbaren zu parieren. Gegen Leipzig ließ der VfB-Keeper diese Stimmen vorerst verstummen. Allerdings mahnte Sportdirektor Sven Mislintat auf BW24-Nachfrage: „Es gilt weiterzumachen. Ich lobe ihn jetzt nicht zu sehr“, weil beim letzten Mal habe er im Anschluss den ersten „sichtbaren Fehler gemacht.“

Mislintat erinnerte außerdem daran, dass Müller mit 24 Jahren noch ein junger Torwart sei und sein Vorgänger ebenfalls Zeit gebraucht hätte: „Gregor Kobel (Borussia Dortmund, Anm. d. Red.) hat auch über die Jahre gezeigt, dass er gewachsen ist, gestern (6. August) im Spiel (gegen Bayer 04 Leverkusen) und im zweiten Jahr bei uns.“

Kobel hat sich beim BVB zu einem der besten Torhüter der Bundesliga entwickelt. Mislintat traut Müller Ähnliches zu: „Wenn wir das mit Flo auch hinbekommen, mit einem sehr guten Torwarttrainer, Steffen Krebs, dann sind wir auf einen guten Weg.“

Auf diesem Weg muss Müller dem VfB noch ein paar Punkte sichern. Insgesamt herrschte jedoch große Zufriedenheit bei den Schwaben, die im Kampf um den Klassenerhalt den einen Zähler gegen Champions-League-Teilnehmer Leipzig gerne mitnehmen.

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