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Wimmer: VfB-Profis sollen vor dem Spiel „weniger Zeit zum Überlegen“ haben

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Von: Niklas Noack

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Michael Wimmer, Coach des VfB Stuttgart, gibt an der Seitenlinie Anweisungen.
VfB-Interimscoach Michael Wimmer regen die viele Gegentore auf, die seine Mannschaft vor allem auch in den Anfangsminuten kassiert. © IMAGO/RHR-FOTO

Der VfB Stuttgart sucht nach einem Weg, wie man die vielen Gegentore verhindern kann. Vor allem die frühen Rückschläge sind Interimstrainer Michael Wimmer ein Dorn im Auge.

Stuttgart - Dem VfB Stuttgart fällt es derzeit schwer, die richtige Balance zu finden. Einerseits überzeugten die Schwaben offensiv beim 4:1 gegen den VfL Bochum und beim 6:0-Triumph über Arminia Bielefeld im DFB-Pokal. Andererseits unterlaufen der Truppe von Michael Wimmer in der Defensive immer wieder haarsträubende Fehler.

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VfB Stuttgart: Coach Michael Wimmer sind die zu vielen Gegentore ein Dorn im Auge

Wie beim frühen Gegentor im Duell mit dem FC Augsburg (2:1), als sich Dan-Axel Zagadou im Zweikampf völlig verschätzte und Florian Niederlechner die Fuggerstädter in Führung brachte. Auch bei den VfB-Pleiten gegen den BVB (0:5) sowie Borussia Mönchengladbach (1:3) ließ Stuttgart den gegnerischen Angreifern zu viel Platz, was Interimscoach Wimmer verärgerte. Der konstatierte: „Wir haben zu viele Gegentore bekommen.“

Dennoch fand er die Art und Weise, wie die Mannschaft zuletzt auftrat, durchaus „überzeugend“ und schwärmte von der „Wucht“, die sein Team besonders gegen den FC Augsburg im Angriff entwickelte. So sieht er seine Schützlinge vor dem Match gegen Hertha BSC am Dienstag (20.30 Uhr/Sky) auf „dem richtigen Weg.“

Ein Problem bleiben aber die frühen Gegentore. Schon siebenmal gerieten die Schwaben in dieser Bundesligasaison in den ersten 15 Minuten in Rückstand. In den vergangenen drei Partien dauerte es sogar keine fünf Minuten, bis der VfB mit 0:1 hinten lag.

VfB-Interimstrainer Wimmer sieht in der Wettkampfvorbereitung Optimierungsbedarf

Deshalb ist es kaum verwunderlich, dass sich das Trainerteam darüber den Kopf zerbrach, wie man die Anfälligkeit in den Griff bekommt. Dabei habe man zum einen Fragen herausgearbeitet, auf die man unmittelbar nach dem Anpfiff eine Antwort parat haben sollte: „Wie komme ich sofort in den Zweikampf rein, wenn der Gegner Anstoß hat? Wie kann ich selbst Energie entfachen, wenn wir Anstoß haben?“

Zum anderen wurde laut Wimmer über die Wettkampfvorbereitung gesprochen, bei der er Optimierungsbedarf sieht. Jeder Spieler gehe zwar „mit dem ansteigenden Druck vor dem Spiel anders um“ und müsse für „sich wissen, was brauche ich, um sofort fokussiert zu sein“, erklärte Wimmer. Dennoch will er genau an dieser Stelle eingreifen und versuchen, den Ablaufplan vor der Partie zu „straffen“, sodass es „Schlag auf Schlag geht“ und die Spieler „weniger Zeit zum Überlegen“ haben.

Dabei sei es jedoch wichtig, so Wimmer, die persönlichen Rituale der Profis nicht durcheinanderzubringen. Auch hier geht es am Ende darum, die richtige Balance zu finden.

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