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Mentale Belastung: VfB-Trainer Matarazzo will Problem „unabhängig vom Selbstbewusstsein“ lösen

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Von: Niklas Noack

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Pellegrino Matarazzo
VfB-Trainer Pellegrino Matarazzo weiß, was zu tun ist. © IMAGO/Avanti

Vor dem Krisenduell gegen den VfL Wolfsburg wächst der Druck beim VfB Stuttgart. Trainer Pellegrino Matarazzo will dem mangelnden Selbstvertrauen mit Mut entgegenwirken.

Stuttgart - Manch einer hatte den VfB Stuttgart vor der Saison als Überraschungsmannschaft auf dem Zettel. Es gab durchaus Stimmen, dass der schwäbische Traditionsklub, vom Last-Minute-Klassenerhalt euphorisiert, die Bundesliga aufmischen und im besten Falle an der europäischen Tür anklopfen könnte.

VfB Stuttgart braucht gegen den VfL Wolfsburg den ersten Bundesligasieg

Von solchen Träumereien hielten die VfB-Verantwortlichen von Anfang an nichts. Gebetsmühlenartig wiederholten sie, es gehe auch in dieser Saison nur um den Klassenerhalt. Wie schnell man dann aber tatsächlich auch den kühnsten Optimisten auf den Boden der Tatsachen zurückholen würde, hätten sie vermutlich selbst so nicht erwartet.

Denn der VfB Stuttgart ist nach sieben Partien, darunter zwei Duelle gegen Aufsteiger, noch ohne Bundesligasieg und längst herrscht die Angst bei den Schwaben vor, dass sie eine ähnliche Zittersaison wie die vergangene erwartet. Vor dem Kellerduell am Samstag (1. Oktober, 15.30 Uhr/Sky) gegen den Tabellensiebzehnten VfL Wolfsburg wird somit der Druck auf die Mannschaft immer größer, wie Trainer Pellegrino Matarazzo auf BW24-Nachfrage nicht leugnen kann.

VfB-Trainer Matarazzo will fehlendes Selbstbewusstsein mit mutigem Verteidigen wettmachen

Doch VfB-Coach Matarazzo, der am Sonntag (25. September) ein Jubiläum feierte, hat für die mentale Belastung im Abstiegskampf einen pragmatischen Lösungsansatz zur Hand und will das Problem taktisch lösen. „Es ist nicht unwichtig, Phasen zu definieren, in denen man unabhängig vom Selbstbewusstsein energetisch agieren kann“, erklärte Matarazzo. Dementsprechend wolle er den Fokus auf die Arbeit gegen den Ball legen, denn man brauche „keine breite Brust, um leidenschaftlich zu verteidigen, sondern nur Arbeitsmentalität.“

Er selbst bleibt in der aktuell schwierigen Situation gelassen. Dabei helfen ihm die Erfahrungen aus der vergangenen Saison. So etwas „schon mal erlebt zu haben, schafft Klarheit und Sicherheit“, sagte Matarazzo. Dementsprechend fühle er sich für das Kellerduell in Wolfsburg bereit. Und der Coach ist sich sicher: „Die Jungs wissen auch, was zu tun ist. Das ist mein Gefühl.“

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