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VfB-Verantwortliche outen sich als Freiburg-Fans

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Von: Niklas Noack

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Pellegrino Matarazzo und Sven Mislintat
VfB-Sportdirektor Sven Mislintat (r.) und Coach Pellegrino Matarazzo blicken zum SC Freiburg auf. © IMAGO/Pressefoto Rudel/Robin Rudel

Der VfB Stuttgart empfängt am 3. Spieltag der Fußball-Bundesliga den SC Freiburg. Trainer Pellegrino Matarazzo und Sportdirektor Sven Mislintat schwärmen vom badischen Konkurrenten.

Stuttgart - Von einem Derby wollen die Fans des VfB Stuttgart nicht sprechen, wenn es gegen den SC Freiburg geht. Aber eine gewisse Rivalität gegenüber dem fernen Nachbarn aus dem Breisgau wird dennoch gepflegt, weshalb es den ein oder anderen belasten dürfte, dass der badische Klub den Schwaben längst den Rang abgelaufen hat.

Immerhin standen die Freiburger in der vergangenen Saison im Finale des DFB-Pokals und qualifizierten sich für die Europa-League, während in Stuttgart von internationalen Reisen nur geträumt wird. Dementsprechend kann von einem Duell auf Augenhöhe nicht die Rede sein, wenn der VfB am Samstag (20. August, 15.30 Uhr/Sky) die Freiburger empfängt.

VfB Stuttgart: SC Freiburg zeigt der Konkurrenz, was man sich erarbeiten kann

Vielmehr dient der SC längst als Vorbild für die Stuttgarter, sodass im Vorfeld der Partie eher Liebes- statt Giftpfeile aus dem Schwäbischen in Richtung Schwarzwald flogen. Unter anderem mit Sportdirektor Sven Mislintat als Absender, der gegenüber dem SWR sagte, der SC sei ein Beispiel dafür, „dass man sich noch was erarbeiten kann“. Ohne eben den ganz großen Geldgeber, mit deren Hilfe sich Klubs wie RB Leipzig oder die TSG 1899 Hoffenheim in der Bundesliga etablierten.

Sportlich lobte derweil VfB-Trainer Pellegrino Matarazzo den Konkurrenten in den Himmel: „Der Erfolg und ihre Spielweise sprechen für sich. Es ist eine sehr reife, zusammengewachsene Mannschaft, die extrem facettenreich ist. Die in allen Spielphasen Lösungen hat. Das macht es extrem schwer. Egal gegen wen sie spielen, sind sie immer in der Lage zu gewinnen.“

SC Freiburg hatte den BVB am Rande einer Pleite

Dies bewies die Truppe von Christian Streich im vergangenen Heimspiel gegen Borussia Dortmund. Lange war Freiburg dem Favoriten auf dem Feld überlegen und hatte den BVB am Rande einer Niederlage. Die 1:3-Pleite am Ende spiegelte nur bedingt das Geschehen auf dem Platz wider.

Weshalb es gegen Freiburg so schwer ist, zu bestehen? Stuttgarts Coach Matarazzo: „Die haben ein komplettes Spiel. Die können umschalten, die können aufbauen, die können lange und zweite Bälle, die können Standards. Die können alles.“

Somit gibt es für den VfB vom abgezockten Rivalen viel zu lernen. Auf eine Lehrstunde im Duell am Samstag könnte Stuttgart aber gut und gerne verzichten.

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