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Trainer Matarazzo feiert Jubiläum: „Ein Tag ist sehr lange im VfB-Leben“

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Von: Niklas Noack

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Pellegrino Matarazzo, Trainer vom VfB Stuttgart, ist für einen Werbetermin beim Golfen.
VfB-Trainer Pellegrino Matarazzo nimmt sein Jubiläum mit Gelassenheit. © Pressefoto Rudel/Herbert Rudel/IMAGO

Am Sonntag (25. September) feiert Pellegrino Matarazzo ein besonderes Jubiläum beim VfB Stuttgart. Viele Trainer waren jedenfalls nicht länger bei den Schwaben im Amt als der Amerikaner.

Stuttgart - Pellegrino Matarazzo hat als Trainer des VfB Stuttgart schon bessere Zeiten erlebt. Doch seinen Humor hat der 44-Jährige noch nicht verloren: „Ein Tag ist sehr lange im VfB-Leben“, witzelte er am Rande des Stuttgarter 2:1-Testspielsiegs gegen den Grasshopper Club Zürich.

Gemessen daran, ist sein am Sonntag (25. September) anstehendes Jubiläum noch höher einzuschätzen als ohnehin schon. Dann ist Matarazzo nämlich tausend Tage VfB-Trainer. Im schnelllebigen Fußballgeschäft eine halbe Ewigkeit, aber der Coach spielt die Bedeutung herunter: „Ehrliche Antwort? Diese Zahl gibt mir nichts.“ Es gebe zwar viele Zahlen, die ihm weiterhelfen, wobei er auf Spielstatistiken anspielen dürfte, doch bei den tausend Tagen handle es sich nur um „eine Zahl, die ausdrückt, wie oft sich die Erde um die Sonne dreht.“

VfB Stuttgart: Pellegrino Matarazzo ist weiter voller Tatendrang

Ob die Zeit seit seinem Amtsantritt wie im Flug vergangen ist? „Es fühlt sich an wie gestern und gleichzeitig wie eine Ewigkeit“, antwortete Matarazzo fast philosophisch, bevor er ausführte: „Wenn man Freude an seinem Job hat, fühlt es sich kurzweilig an. Ich komme sehr gerne hier hin, bin gerne am Arbeiten. Gleichzeitig habe ich sehr viel erlebt in den tausend Tagen. Ein Tag VfB Stuttgart ist sehr, sehr lang. Aber es macht extrem viel Spaß.”

Dass ihm derzeit der Erfolg beim VfB verwehrt bleibt, verändert sein Empfinden übrigens nicht. Matarazzo: „Die Zeit wird nicht beeinflusst durch Erfolg. Ich stehe immer noch jeden Tag mit Tatendrang auf und komme gerne zur Arbeit - unabhängig von der sportlichen Situation.“

VfB-Coach Matarazzo hofft auf viele weitere Tage im Amt

Tausend Tage. Damit hat Matarazzo in der Tabelle der dienstältesten VfB-Trainer bereits einige klangvolle Namen hinter sich gelassen. Unter anderem Bruno Labbadia (987), dessen 2010 beginnende Ära 2013 endete. Ihm folgten bis heute inklusive Interimslösungen 15 Coaches. Matarazzo ist somit der erste Stuttgarter Trainer seit Labbadia, der bei den Schwaben wieder kontinuierlich arbeiten kann und steht ab Sonntag (25. September) in der Tabelle der längsten VfB-Cheftrainer sogar auf dem zehnten Rang.

Für diese Ära legte Sven Mislintat den Grundstein. In der vergangenen Saison sprach der Sportdirektor dem Coach schon vor Beginn der Spielzeit eine Jobgarantie aus, an die er sich auch in Krisenzeiten hielt. Ein Vertrauen, das Matarazzo zu schätzen weiß: „Ohne das würde es weniger Spaß machen. Ich freue mich auf jeden Tag und weitere Tage.“ Hoffentlich auf „viele weitere Tage“, schob der Coach nach.

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