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VfB-Profi Orel Mangala spricht über Abschied und mögliche Ablösesumme – Berater wehrt sich nun juristisch

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Von: Antonio José Riether

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Läuft Orel Mangala in der kommenden Saison noch für die Schwaben auf?
Läuft Orel Mangala in der kommenden Saison noch für die Schwaben auf? © Avanti/imago-images

Am Donnerstag sprach Orel Mangala über einen millionenschweren Abschied vom VfB Stuttgart, sein Berater geht nun rechtlich gegen die veröffentlichten Aussagen vor.

Update vom 25. März, 10.35 Uhr: Am Donnerstag veröffentlichte die belgische Zeitung Het Nieuwsblad ein Interview mit Orel Mangala vom VfB Stuttgart, in dem der Belgier über einen Abschied im Sommer sprach. „Es stimmt, dass mich die größten Clubs Europas auf ihrem Radar haben, aber ich kann keine Namen nennen“, wurde der 24-Jährige dabei zitiert. Außerdem wolle er eine „Luftveränderung“. Sein Berater Mehmet Eser zeigte sich angesichts der Aussagen erbost und bezeichnete die kommunizierten Aussagen als „erstunken und erlogen“. Nun wehrt er sich juristisch gegen das Blatt.

Der Spielerberater der Agentur M-Soccermanagement widersprach dem Medienbericht vehement. „Wir haben rechtliche Schritte eingeleitet, denn diese Aussagen hat Orel Mangala niemals getroffen“, bestätigte er gegenüber der dpa. Mangala habe noch einen bis 2024 gültigen Vertrag, den er auch akzeptiere. „Wenn Clubs an ihm interessiert sind und alles passt, dann kann man über alles sprechen. Aber im Moment fokussiert sich Orel Mangala auf den Abstiegskampf mit dem VfB“, so Eser. Auch die Aussagen seines Klienten über eine mögliche Ablöse bestreitet der Berater.

VfB Stuttgart: Interview von Orel Mangala schlägt hohe Wellen – Berater widerspricht den Aussagen

Erstmeldung vom 24. März:
Stuttgart – Während der Länderspielpause wurden gleich neun Profis des VfB Stuttgart zu ihren Nationalteams berufen. Mittelfeldspieler Orel Mangala könnte dabei sein Debüt für die belgische A-Nationalmannschaft feiern, zum ersten Mal wurde der 24-Jährige in den Kader berufen. In seiner Heimat gab er kürzlich ein Interview, in dem er offen über einen möglichen Abschied vom VfB sowie die mögliche Ablösesumme für einen Wechsel sprach. Kurz nach Erscheinen des Interviews widersprach Mangalas Berater vehement den Äußerungen seines Klienten.

VfB Stuttgart: Orel Mangala spricht über Abschied im Sommer – Interesse von „größten Klubs Europas“

Am Donnerstag sorgte ein Interview Mangalas mit der belgischen Tageszeitung „Het Nieuwsblad“ für Aufregung bei den Schwaben. Der Belgier, der unter Trainer Pellegrino Matarazzo zum Stammpersonal gehört, soll sich demnach mit einem Abschied aus Stuttgart in diesem Sommer auseinandersetzen, wie entsprechende Aussagen belegen. „Im Sommer kann es tatsächlich Zeit für eine Luftveränderung sein“, sagte Mangala offenbar gegenüber dem Blatt.

„Es stimmt, dass mich die größten Klubs Europas auf ihrem Radar haben, aber ich kann keine Namen nennen. Ich kann nur sagen, dass ich ein schönes sportliches Projekt suche. Ich will zu einem Verein, wo ich mich weiterentwickeln kann“, wurde Mangala weiter zitiert. Laut dem Fachportal transfermarkt.de gibt es Gerüchte um einen möglichen Transfer zu Olympique Lyon oder Galatasaray Istanbul.

VfB Stuttgart: Orel Mangala über mögliche Ablösesumme im Sommer: „Dieser Preis ist übertrieben“

Auch über seine mögliche Ablöse sprach Mangala im Interview freiheraus, angesprochen auf die kolportierte Forderung des VfB Stuttgart über 30 Millionen Euro meinte der gebürtige Brüsseler: „Wenn Sie mich fragen, ist dieser Preis übertrieben. Ich bin 20 Millionen wert, vielleicht 25, aber niemand zahlt 30 Millionen für mich. Sicherlich nicht in Covid-Zeiten.“ Für den defensiven Mittelfeldmann wäre die Ablösesumme, die angeblich im Raum steht, ein „Zeichen der Wertschätzung“. Der VfB wolle ihn demnach „nicht einfach so gehen lassen. Es zeigt, dass ich hier etwas hinterlassen habe“.

Immerhin: Mangala will nicht um jeden Preis wechseln. Sollte sich angesichts der hohen Forderung kein Abnehmer finden, werde er „einfach weiter arbeiten“. In Stuttgart ist er ohnehin vertraglich bis Sommer 2024 gebunden, im Falle eines Abstiegs wäre ein Verkauf wohl unumgänglich, um noch eine zufriedenstellende Ablöse zu generieren. Sollte der VfB die Klasse halten, wäre ein Verbleib des Neunationalspielers wesentlich wahrscheinlicher. Er stellte zudem klar, dass er dem VfB „viel zu verdanken“ habe, da er sich in Stuttgart zum Bundesligaprofi entwickelt habe.

VfB Stuttgart: Orel Mangala beteuert seine Liebe zu VfB-Fans – Berater poltert nach Interview gegen belgische Zeitung

Nach Erscheinen des Interviews meldete sich umgehend Mangalas Berater Mehmet Eser von der Agentur M-Soccermanagement zu Wort. „Das ist alles erstunken und erlogen. Orel fühlt sich beim VfB wohl, hat dazu noch zwei Jahre Vertrag. Das respektieren wir“, meinte er am Donnerstag gegenüber der Bild. Nach Informationen der Zeitung denken die Vertreter des Profis wohl darüber nach, rechtliche Schritte gegen das Interview einzuleiten, da Mangala die veröffentlichten Aussagen im Nachhinein bestreitet.

Auch Mangala wurde im selben Bericht zitiert und beteuert seine Loyalität gegenüber seinem aktuellen Arbeitgeber. „Ich liebe die Fans und bin glücklich beim VfB. Ich werde alles dafür geben, damit wir in der ersten Liga bleiben. Denn da gehört der VfB hin. Darauf liegt aktuell mein Fokus“, wird er von der Bild zitiert. Nichtsdestotrotz könnte er den VfB durchaus verlassen. Wie aus einem Bericht der portugiesischen Zeitung Record hervorgeht, sucht die sportliche Leitung des Vereins bereits nach einem adäquaten Ersatz für die Sechserposition. (ajr)

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