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VfB Stuttgart und der Wunsch nach Talenten: Lilian Egloff ist auf dem besten Wege in die Startelf

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Von: Niklas Noack

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Lilian Egloff vom VfB Stuttgart hat gegen Werder Bremen den Ball am Fuß.
VfB-Talent Lilian Egloff sprüht derzeit voller Energie. © Franziska Gora/IMAGO

Beim VfB Stuttgart wünscht sich der Anhang immer wieder eigene Talente. Lilian Egloff ist derzeit das größte.

Stuttgart - Kaum ein anderer Verein hat sich die Philosophie, auf junge Spieler zu setzen, so auf die Fahne geschrieben wie der VfB Stuttgart. Jung und wild soll’s im Kader der Schwaben zu gehen. Ein Motto, das seinen Ursprung in den 2000ern hat, als die Youngster um Kevin Kuranyi, Philipp Lahm und Co. die Bundesliga aufmischten.

Auch der aktuelle Kader, zusammengestellt von Sven Mislintat, ist blutjung. Kein Wunder, schließlich wurde es dem Sportdirektor als ehemaliger Chefscout bei Borussia Dortmund quasi in die Wiege gelegt, besonders auf entwicklungsfähige Spieler zu setzen.

VfB Stuttgart: Sven Mislintat wird vorgeworfen, eigenen Talenten die Zukunft zu verbauen

Dementsprechend müssten die VfB-Fans mit der von Mislintat ausgerufenen Ausrichtung rundum zufrieden sein. Stattdessen ist es aber manch einem ein Dorn im Auge, dass der Sportdirektor gerne junge Spieler von außen dazu holt und somit den eigenen Talenten angeblich den Weg zu ersten Mannschaft verbaut.

Einem, dem jetzt trotzdem der Durchbruch gelingen könnte, ist Lilian Egloff. Auf dem gebürtigen Heilbronner liegt bereits seit mehreren Jahren die Hoffnung der VfB-Fans, dass endlich mal wieder einer aus dem eigenen Talentschuppen für Größeres berufen ist. Wie eben ein Joshua Kimmich, ein Serge Gnabry oder ein Timo Werner, die beim VfB das Fußballspielen lernten, bevor sie sich zu Weltklassekickern entwickelten.

Er hat gezeigt, dass er in der Lage ist, ein Spiel entscheidend zu beeinflussen

Pellegrino Matarazzo, Trainer des VfB Stuttgart über Lilian Egloff

VfB-Juwel Lilian Egloff hatte mit Verletzungspech zu kämpfen

So weit ist Egloff noch nicht. Vielmehr bangte man zuletzt um ihn, ob sein Körper den Strapazen des Profigeschäfts gewachsen ist, da ihn immer wieder schwere Verletzungen zurückwarfen. Besonders ein Mittelfußbruch bereitete dem Youngster in der abgelaufenen Spielzeit große Probleme.

Inzwischen ist der 19-Jährige aber fit und Trainer Pellegrino Matarazzo attestierte ihm eine „gute Vorbereitung“, weshalb er sich den Bundesligaeinsatz gegen den SV Werder Bremen (2:2) verdiente. Egloff wurde in der 70. Minute eingewechselt und nutzte die Chance: „Er hat gezeigt, dass er in der Lage ist, ein Spiel entscheidend zu beeinflussen“, freute sich Matarazzo, der vor allem seine Balleroberungen lobte. Damit empfehle er sich für mehr Einsatzzeit, so der Coach.

Aktuell sieht Matarazzo Egloff noch in der Rolle des Herausforderers. Sollte der Youngster jedoch so weiter machen wie zuletzt, ist ein Platz in der Startelf nicht weit weg. Damit würde für den ein oder anderen VfB-Fan, als Verfechter der eigenen Jugend, ein kleiner Traum in Erfüllung gehen.

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