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VfB Stuttgart vergrault Top-Talent Simic

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Von: Niklas Noack

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Jan-Carlo Simic vom VfB Stuttgart jubelt über sein Tor gegen den FC Schalke 04.
Jan-Carlo Simic jubelt über sein Tor im Finale um die Deutsche Meisterschaft der B-Junioren. © Eibner-Pressefoto/IMAGO

Mit Jan-Carlo Simic verliert der VfB Stuttgart wohl ein Top-Talent. Das sind die Gründe.

Stuttgart - „Jung und wild“ lautet die Vereinsphilosophie des VfB Stuttgart. Damit soll zum Ausdruck gebracht werden, dass die Schwaben mit möglichst eigenen Talenten erfolgreich sein wollen. Diesem Weg haben sich die Verantwortlichen um Sportdirektor Sven Mislintat verschrieben.

Viel gesprochen wurde zuletzt über die möglichen Abgänge der Stuttgarter Stars Sasa Kalajdzic und Borna Sosa. Mit Jan-Carlo Simic scheint der VfB jedoch einen Youngster zu verlieren, dem eine große Zukunft vorausgesagt wird. So soll der 17-jährige Nürtinger zur AC Mailand wechseln, wie der kicker berichtet.

VfB Stuttgart soll fast eine Million Euro für Jan-Carlo Simic kassieren

Wie es dazu kommen konnte? Laut dem Fachmagazin war Simic und dessen Umfeld vom VfB Stuttgart enttäuscht. Denn die Schwaben verlängerten zuletzt vorzeitig die Verträge der Jungspunde Dennis Seimen (Torwart), Paulo Fritschi (Abwehr), Laurin Ulrich, Samuele di Benedetto und Luca Raimund (alle drei Mittelfeldtalente). 

Bei Simic ließ sich der VfB dagegen Zeit, was dem jungen Abwehrspieler sauer aufgestieß. Beim italienischen Top-Klub soll sich der 17-Jährige jetzt in den U-Mannschaften zu einem Spieler für die Serie A entwickeln. AC zahlt den Schwaben laut kicker inklusive Bonuszahlungen eine Ablösesumme, die fast eine Million Euro betragen kann.

Simic hatte sich in den vergangenen Monaten ins Rampenlicht gespielt. So erzielte er beim Finale um die Deutsche Meisterschaft der B-Junioren, das der VfB gegen den FC Schalke 04 im Elfmeterschießen verlor, einen Treffer und fiel bei der U17-Europameisterschaft auf. Dort schoss der Serbe beim 2:1-Sieg im Viertelfinale gegen Dänemark das 1:0-Führungstor. Serbien scheiterte anschließend im Halbfinale an der Niederlande.

Talent Lilian Egloff ist gerade das Aushängeschild des VfB Stuttgart

Aufgrund der propagierten Vereinsphilosophie reagieren die Fans des VfB empfindlich, wenn der Klub Toptalente ziehen lässt. Ein Kritikpunkt an Sportdirektor Mislintat ist zudem, dass er mit Verpflichtungen aus dem Ausland den eigenen jungen Spielern den Weg in die Bundesligamannschaft verbaut.

Einer hat es aber geschafft: Lilian Egloff sammelte beim VfB zuletzt immer mehr Bundesligaminuten. Damit befindet sich der 20-jährige Heilbronner auf dem besten Wege in die Startelf von Trainer Pellegrino Matarazzo, was den Stuttgarter Anhang glücklich machen dürfte.

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