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VfB-Interimscoach Michael Wimmer traut sich kaum aus der Deckung

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Von: Niklas Noack

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Sven Mislintat vom VfB Stuttgart spricht beim Training mit seinem Interimscoach Michael Wimmer.
Im Gespräch am Rande des Trainings beim VfB Stuttgart: Sportdirektor Sven Mislintat (l.) und sein Interimscoach Michael Wimmer. © Pressefoto Rudel/Herbert Rudel/IMAGO

Michael Wimmer hat vier Spiele, um sich als Cheftrainer des VfB Stuttgart zu beweisen. Etwas mehr Selbstvertrauen würde ihm dabei guttun.

Stuttgart - Aus der zweiten Reihe ins Rampenlicht zu treten, ist gar nicht so einfach. Dafür ist der ehemalige VfB-Trainer Pellegrino Matarazzo, der zuvor als Assistent von Julian Nagelsmann arbeitete, das beste Beispiel. Es dauerte, bis dieser die nötige Lockerheit gewann, sich öffentlich mal einen Witz erlaubte oder sich von Vorgesetzten nicht mehr alles sagen ließ.

Ein Prozess, der jetzt auch seinem Nachfolger bevorsteht. Nur mit dem Unterschied, dass der Druck für Michael Wimmer noch viel höher ist. Denn er muss sich als Interimscoach beweisen und schnell Ergebnisse liefern, sollte er als Cheftrainer des VfB Stuttgart weiter arbeiten wollen. Wie der kicker berichtet, müsste er aus den bevorstehenden vier Partien gegen den FC Augsburg, Borussia Mönchengladbach, Hertha BSC und Bayer 04 Leverkusen mindestens zwei Siege einfahren, um auf einen Verbleib hoffen zu dürfen.

VfB Stuttgart: Langsam traut sich Interimstrainer Michael Wimmer aus der Deckung

Diese Riesenchance für Wimmer ist offensichtlich. Dennoch versteckte sich der Interimscoach zunächst bescheiden hinter einer ersten Absprache mit Sportdirektor Sven Mislintat, nur so lange auszuhelfen, bis ein neuer Cheftrainer gefunden wurde. Nach den beiden Siegen gegen den VfL Bochum (4:1) und Arminia Bielefeld (6:0) ruderte Mislintat zurück, der Wimmer inzwischen die Spiele bis zur WM-Pause zusicherte und ihm den Job als ständiger VfB-Trainer in Aussicht stellte.

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Erst dann traute sich Wimmer aus der Deckung - zumindest etwas. Bei Sky sagte er: „Erstmal bedanke ich mich fürs Vertrauen und freue mich jetzt darauf, die vier Spiele mit der Mannschaft Gas zu geben. Ich werde alles reinhauen und dann mal schauen, was der Verein in der Winterpause entscheidet.“

Lobeshymnen auf VfB-Interimscoach Michael Wimmer

Dennoch hält sich der Interimscoach weiter zurück, obwohl er es gar nicht nötig hätte. Denn er gilt als Kumpeltyp, der zu jedem einzelnen Spieler einen Draht hat. Dazu passen die BW24-Eindrücke aus dem Training: Wimmer ist mittendrin, macht klare Ansagen und spricht immer wieder mit einzelnen Spielern.

„Michi hat es hinbekommen, dass alle mit im Boot sind. Jeder hat das Selbstvertrauen“, sagte Verteidiger Pascal Stenzel nach der Bielefeld-Partie. Wimmers Boss Mislintat würdigte ebenfalls die Arbeit seines Trainers und erkannte, dass er in den wichtigen Partien gegen Bochum sowie Bielefeld die richtigen „Triggerpunkte“ gefunden habe.

Ihm ist es gelungen, seiner Mannschaft wieder Leben einzuhauchen. Zumindest bei den zuletzt eingefahrenen Siegen spielte die VfB-Truppe mit einer breiten Brust auf. Dementsprechend könnte auch Wimmer ein bisschen mehr Selbstbewusstsein ausstrahlen und damit seinen Anspruch, Cheftrainer des VfB Stuttgart bleiben zu wollen, unterstreichen.

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