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VfB-Interimstrainer Michael Wimmer mag es einfacher als Matarazzo

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Von: Niklas Noack

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VfB-Interimstrainer Michael Wimmer gibt der Mannschaft beim Training Anweisungen.
VfB-Interimstrainer Michael Wimmer gibt der Mannschaft beim Training Anweisungen. © Julia Rahn/IMAGO

Seit drei Wochen ist Michael Wimmer beim VfB Stuttgart im Amt des Interimstrainers. Was macht er anders als sein Vorgänger?

Stuttgart - Egal, wen man fragt: Die Spieler des VfB Stuttgart sprechen in den höchsten Tönen über Michael Wimmer. Der Interimstrainer, der vor kurzem das Amt von Pellegrino Matarazzo übernommen hat, gilt als Kumpeltyp. Als einer, der viele Einzelgespräche führt und die Profis versteht.

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VfB Stuttgart: Michael Wimmer hat laut Sven Mislintat die richtigen „Triggerpunkte“ gedrückt

Mit dieser menschlichen Komponente hat Wimmer die VfB-Bosse davon überzeugt, dass er zumindest bis zur WM-Pause der richtige Mann an der Seitenlinie der Stuttgarter ist. Er habe die entscheidenden „Triggerpunkte“ gedrückt, sagte Sportdirektor Sven Mislintat.

Doch was macht der 42-Jährige eigentlich anders? Manch einer hatte den Eindruck, der Fußball von Vorgänger Matarazzo könnte für die Mannschaft etwas zu kompliziert gewesen sein. Ob Wimmer diesen jetzt „vereinfacht“ habe, wollte der Interimscoach auf der Pressekonferenz zwar nicht direkt zugeben.

Wimmer-Rezept für den VfB-Erfolg

Auf BW24-Nachfrage sagte er allerdings: „Mir ist es wichtig, dass jeder Spieler die Aufgaben in der Offensive sowie in der Defensive kennt. Ich bin jemand, der versucht, einfach zielstrebig Fußball zu spielen und den Jungs einen Plan an die Hand gibt.“ Darin sieht Wimmer sein Erfolgsrezept, das beim 2:1-Sieg des VfB gegen den FC Augsburg voll aufging. Man müsse eben, so Wimmer, in der schwierigen sportlichen Situation „einfach bleiben“.

Taktisch gesehen hatte Wimmer zuletzt das System leicht angepasst. Aus der Fünfer- wurde eine Viererkette, wodurch die Flügel doppelt besetzt waren. Zusätzlich stellte der Interimstrainer mit Serhou Guirassy und Luca Pfeiffer auf eine Doppelspitze um, die laut Wimmer gut funktioniert habe, aber dennoch nicht in Stein gemeißelt sei. Kleine Veränderungen, die der Stuttgarter Mannschaft gut zu Gesicht stehen.

So scheint Wimmer die Mannschaft aktuell, mit einer Mischung aus feinen taktischen Anpassungen und Empathie zu erreichen. Dass er bei den Spielern gut ankommt, nahm der Interimstrainer selbst bescheiden zur Kenntnis. „Natürlich freut es einen, wenn man positives Feedback über die Zusammenarbeit bekommt“, so Wimmer auf der Pressekonferenz, der das Lob aber gleich zurückgab: „Das zeigt aber auch, dass wir gemeinsam als Gruppe sehr gut mit der schwierigen Situation umgehen. Das zeigt den Charakter der Mannschaft, die mit Willen auch in jedem Training Gas gibt und alles für den VfB gibt.“

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