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Dagegenhalten? VfB-Interimstrainer Wimmer: „Wenn man das alleine macht, wird es schwierig“

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Von: Niklas Noack

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VfB-Interimstrainer Michael Wimmer gibt gegen den VfL Bochum an der Seitenlinie alles.
VfB-Interimstrainer Michael Wimmer (l.) gibt gegen den VfL Bochum an der Seitenlinie alles. © Hansjürgen Britsch/IMAGO

Warum steckt der VfB Stuttgart so tief im Abstiegskampf? Ein Grund dafür ist, dass es den Schwaben immer wieder nicht gelingt, dagegenzuhalten.

Stuttgart - Ist der VfB Stuttgart in dieser Saison eigentlich konkurrenzfähig? Daran gab es nach zu Beginn neun sieglosen Partien in Folge große Zweifel und Trainer Pellegrino Matarazzo musste seinen Hut nehmen. Unter dessen Nachfolger, Interimscoach Michael Wimmer, keimte dann aber kurz die Hoffnung auf, dass der Knoten geplatzt sein könnte.

Erst schlug der VfB im Bundesligakellerduell den VfL Bochum mit 4:1, bevor die Schwaben den damaligen Zweitligaletzten Arminia Bielefeld mit 6:0 aus dem DFB-Pokal schossen. Ja, es waren zwei „Pflichtsiege“, wie es Sportdirektor Sven Mislintat formulierte, aber der VfB zeigte endlich Leidenschaft und Herz.

VfB Stuttgart fiel gegen Borussia Dortmund in alte Muster zurück

Umso schlimmer war der Aufprall, als der VfB Stuttgart in der darauf folgenden Bundesligapartie eine deftige 0:5-Klatsche bei Borussia Dortmund kassierte. Es war ein Rückfall in alte Muster und Wimmer sprach davon, sein Team hätte nicht „dagegengehalten“.

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Eine Erklärung, die auch schon sein Vorgänger Matarazzo stets bemühte, wenn es bei seiner Mannschaft nicht lief. Doch was meinte der Interimstrainer damit überhaupt? Auf BW24-Nachfrage sagte er dazu bei der Pressekonferenz am Donnerstag (27. Oktober): „Wir haben nicht dagegenhalten, weil wir im Spiel gegen den Ball nicht genug Intensität gezeigt haben und die Kompaktheit nicht da war. Wenn man das alleine macht, wird es schwierig. Wir müssen zusammen verteidigen und das haben wir analysiert. Den Fehler haben wir angesprochen.“

Eine durchaus brisante Aussage Wimmers, mit der er seinen Schützlingen zumindest in Sachen Defensive abspricht, gegen den BVB als geschlossene Mannschaft aufgetreten zu sein.

Der VfB Stuttgart marschiert in dieser Saison zu wenig

Dazu passt außerdem die Laufleistung des VfB Stuttgart, die in dieser Bundesligasaison desaströs ist. In neun von elf Partien ist der VfB weniger als der Gegner marschiert, was besonders dann problematisch ist, wenn die Stuttgarter weniger Ballbesitz haben. Allerdings hat Wimmer das Thema auf dem Schirm, wie er auf BW24-Nachfrage offenbarte: „Da muss sich jeder an die eigene Nase fassen, mehr investieren. Dann sieht unser Spiel auch wieder anders aus.“

Ob der VfB das bereits am Samstag (29. Oktober, 15.30 Uhr/Sky) umgesetzt bekommt? Gerade gegen den disziplinierten FC Augsburg wären eine defensiv kompakte Leistung und eine hohe Laufbereitschaft immens wichtig.

Die Partie des VfB Stuttgart gegen den FC Augsburg könnt Ihr im BW24-Liveticker verfolgen.

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