Drei Optionen für die Sechs

VfB Stuttgart bei Hertha BSC: Vorschau auf das Kellerduell in der Bundesliga

Atakan Karazor, Konstantinos Mavropanos, Wataru Endo und Waldemar Anton
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VfB-Trainer Matarazzo kann für das Spiel gegen Hertha auf dem Sechser aus den Vollen schöpfen. Er muss sich zwischen Karazor (links), Endo (mitte) und Anton (rechts) entscheiden.
  • Nadja Pohr
    VonNadja Pohr
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Den VfB Stuttgart erwartet ein hartes Spiel gegen Hertha BSC Berlin. Die Stuttgarter können sich jedoch über einige wichtige Rückkehrer in die Mannschaft freuen.

Stuttgart/Berlin - Stuttgarts Sportdirektor Sven Mislintat gab sich vor dem Spiel am Sonntag (17.30 Uhr/DAZN) gegen den Abstiegsrivalen Hertha BSC entspannt. Die aktuelle Ausgangslage sei kein Grund, nervös herumzurennen, meinte Mislintat. Beruhigend ist für die Schwaben jedoch die Rückkehr wichtiger Leistungsträger in die Mannschaft.

Auf der Pressekonferenz am Donnerstag teilte Trainer Pellegrino Matarazzo mit, dass Kapitän Wataru Endo für das Spiel gegen Hertha wieder einsatzbereit sei. Der Japaner hat seine Corona-Infektion auskuriert. Auch Atakan Karazor, ebenfalls am Coronavirus erkrankt gewesen, konnte sich rechtzeitig freitesten und wäre für Sonntag wieder eine Option. Trainer Matarazzo hat für das Spiel gegen Berlin also wieder volle Auswahl für die Sechser-Position.

Mit Anton, Endo oder Karazor hat der VfB Stuttgart drei Optionen für die „Sechs“

Im Spiel gegen den FSV Mainz 05 war Waldemar Anton für die ausgefallenen Endo und Karazor auf die Sechser-Position gerückt. Trainer Matarazzo bescheinigte ihm nach dem Spiel „einen guten Job“. Nach der Wiedergenesung der beiden Spieler hat der VfB-Coach nun drei Optionen, um die Sechs zu besetzen. Allerdings wird die Entscheidung wohl eher zwischen Endo und Anton fallen. Karazor habe noch keinen Belastungstest absolviert, erklärt Matarazzo und ließ durchblicken, dass er wohl eher ein Kandidat für die Bank sei.

Waldemar Anton könnte wieder in die Innenverteidigung rutschen und Kapitän Wataru Endo würde wieder auf seiner gewohnten Position spielen. Wichtig für den VfB Stuttgart ist auch die Einsatzfähigkeit von Orel Mangala (Sprunggelenk) und Hiroki Ito (Nasenbeinbruch). Berlin wird alles versuchen, mit einem Erfolg am Sonntag den Abstand zur Abstiegszone zu vergrößern - ein breiter Kader kann dabei nicht schaden.

„Es war zuletzt eine andere Härte im Spiel der Hertha zu sehen. Nach Ballgewinnen spielen sie mit sehr viel Speed nach vorne“, sagt der VfB-Trainer. „Wir müssen hart und geschickt in den Zweikämpfen agieren. In Ballbesitz gilt es, kluge Entscheidungen zu treffen.“

Magath ohne Emotion im Abstiegskampf: Keine Rücksicht gegen VfB

Gegen die Mannschaft aus Berlin wird es allerdings für die Schwaben kein einfaches Spiel werden. Das verdeutlichen auch die Worte von Hertha-Trainer Felix Magath. Für ihn und Fredi Bobic werde im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga ihre Stuttgarter Vergangenheit keine Rolle spielen. „Das ist sonnenklar. Von Rücksichtnahme kann keine Rede sein. Die Punkte in Augsburg zählen erst richtig, wenn wir wieder punkten“, so der Hertha-Trainer.

Der VfB müsse sich auf „einen harten Kampf einstellen“, sagte Magath, der die Stuttgarter von 2001 bis 2004 in seiner „schönsten Zeit als Trainer“ betreute. Auch Hertha-Geschäftsführer Bobic, der von 1994 bis 1999 für den VfB stürmte, machte klar: „Ich wünsche ihnen alles, alles Gute nach dem Spiel.“ Die Hertha rangiert mit einem Punkt Vorsprung auf die Schwaben auf dem 15. Tabellenplatz.

Magath kündigte an, weitgehend auf die zuletzt beim 1:0 in Augsburg erfolgreiche Formation setzen zu wollen, mit Kevin-Prince Boateng als Antreiber. Offen sei noch, wer den gelb-gesperrten Marco Richter im offensiven Mittelfeld ersetzen wird. Ein Kandidat ist Vladimir Darida. Der ehemalige Stuttgarter Verteidiger Marc Oliver Kempf hat sich am Donnerstag im Training nicht schwerer am Knöchel verletzt und steht laut Magath ebenfalls am Sonntag im Olympiastadion zur Verfügung. (dpa/Nadja Pohr)

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