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„Mentalität und Spirit“: Stehaufmännchen VfB Stuttgart ist wieder siegfähig

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Von: Niklas Noack

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VfB-Verteidiger Dinos Mavropanos (l.) feiert seinen Last-Minute-Siegtreffer gegen Hertha BSC.
VfB-Verteidiger Dinos Mavropanos (l.) feiert seinen Last-Minute-Siegtreffer gegen Hertha BSC. © Hansjürgen Britsch/IMAGO

Der VfB Stuttgart hat sich unter Interimscoach Michael Wimmer zu einer Mannschaft entwickelt, die wieder gewinnen kann.

Stuttgart - Im eigenen Stadion läuft es für den VfB Stuttgart. Seit Michael Wimmer als Interimstrainer an der Seitenlinie steht, haben die Schwaben in der heimischen Mercedes-Benz Arena alles gewonnen. Zunächst schlug der VfB den VfL Bochum mit einem furiosen 4:1, dann im DFB-Pokal Arminia Bielefeld mit 6:0, bevor die Stuttgarter den FC Augsburg (2:1) und schließlich Hertha BSC (2:1) ohne Punkte nach Hause schickte. Damit gelang dem VfB, der zuvor neun Bundesligaspiele in Folge sieglos blieb, unter Wimmer die Trendwende. Doch was ist das Erfolgsgeheimnis des Interimstrainers?

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VfB Stuttgart trat gegen Hertha BSC dynamisch auf

Im Vergleich zu seinem Vorgänger Pellegrino Matarazzo lässt Wimmer den VfB etwas einfacher spielen. Auf BW24-Nachfrage sagte er vor kurzem: „Mir ist es wichtig, dass jeder Spieler die Aufgaben in der Offensive sowie in der Defensive kennt. Ich bin jemand, der versucht, einfach zielstrebig Fußball zu spielen und den Jungs einen Plan an die Hand gibt.“

Dieser Plan ging auch gegen die Hertha auf, die am Dienstagabend (8. November) über weite Strecken ungefährlich blieb. Doch anstelle sich, wie in der Vergangenheit häufiger geschehen, von dieser Lethargie anstecken zu lassen, ergriff die Wimmer-Truppe die Initiative und drückte aufs Gaspedal. Gerade das Mittelfeld um Wataru Endo, Naouirou Ahamada, Lilian Egloff sowie Tiago Tomas agierte dynamisch und mit viel Spielfreude.

Selbst vom Schreckensmoment um Wataru Endo ließ sich der VfB Stuttgart nicht unterkriegen

Mit einer offensiven Spielanlage und den Fans im Rücken erzeugte der VfB über weite Strecken eine Wucht, die in einer ansehnlichen Leistung mündete. Ein Flow, der jedoch spätestens durch die Verletzung und die Sorge um Wataru Endo (Verdacht auf Gehirnerschütterung) unterbrochen wurde. Minutenlang wurde der Japaner auf dem Platz behandelt und war zwischenzeitlich bewusstlos.

Von diesem Schreckensmoment erholte sich der VfB spät, aber erfolgreich: „Die Mannschaft versucht immer, aufzustehen und hat das auch gut hinbekommen“, lobte Sportdirektor Sven Mislintat nach Abpfiff und sah das erneute Comeback der Mannschaft als bestandenen Charaktertest an. Weil es von manch einem zuletzt infrage gestellt wurde, machte Mislintat im Anschluss deutlich, dass das Team seiner Meinung nach sehr wohl „Mentalität und Spirit“ habe und er dementsprechend stolz auf seine Schützlinge sei.

Interimscoach Wimmer ist also das gelungen, woran Matarazzo gescheitert war, nämlich das Team wieder siegfähig zu bekommen. Jetzt müssen die Schwaben nur noch in der Fremde gewinnen. Den bislang letzten Auswärtssieg tütete der VfB im Dezember 2021 gegen den VfL Wolfsburg ein. Die nächste Chance, auch diesen Negativtrend zu stoppen, wartet am kommenden Samstag (12. November, 15.30 Uhr/Sky) auf Stuttgart. Dann sind die Schwaben bei Bayer 04 Leverkusen zum letzten Spiel vor der WM-Pause zu Gast.

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