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Zorniger VfB-Sportdirektor Mislintat flüchtet sich nach Schalke-Match in Sarkasmus

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Von: Nadja Pohr

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Josha Vagnoman (VfB) erhält nach der zweiten Gelben die Rote Karte
Für sein Foulspiel am Schalker erhielt Josha Vagnoman die Gelb-Rote Karte von Schiedsrichter Florian Badstübner. © IMAGO/Volker Müller

Der VfB Stuttgart bleibt weiter sieglos. Die Fans zeigten sich unzufrieden mit der Leistung des eigenen Teams gegen den FC Schalke 04. Besonders stand aber Schiedsrichter Florian Badstübner nach dem Remis in der Kritik.

Stuttgart - Auch nach dem fünften Spieltag der Fußball-Bundesliga ist der VfB Stuttgart sieglos geblieben. Gegen den FC Schalke 04 schafften es die Schwaben nicht über ein 1:1 hinaus. Bedingt war dies sicherlich dadurch, dass der VfB ab der 67. Minute nur noch zu zehnt auf dem Platz agierte: Josha Vagnoman kassierte die Gelb-Rote Karte. Es war bereits der zweite Platzverweis in fünf Spielen.

Die erste Gelbe Karte sah der Neuzugang vom Hamburger SV von Schiedsrichter Florian Badstübner wegen Meckerns. Nach einem zunächst scheinbar harmlosen Foul am Schalker Tobias Mohr gab es letztlich die Gelb-Rote Karte. Dabei waren beide Karten durchaus vertretbar: Beim zweiten Foulspiel war Mohr klar auf dem Weg zum Tor, als er von Vagnoman gestört wurde. Die Entscheidung des Schiedsrichters, ihn vom Platz zu stellen, sorgte bei Sportdirektor Sven Mislintat sowie bei den VfB-Fans allerdings für großen Unmut.

VfB-Sportdirektor Sven Mislintat zweifelt Schiedsrichter-Entscheidung an: „Bin nicht einverstanden mit der Spielleitung“

Im Anschluss der Partie äußerte Mislintat sein Unverständnis über die Schiedsrichterentscheidungen. „Ich persönlich finde, dass beide Gelbe Karten gegen Josha ein Witz sind“, so der Sportdirektor. „Es hätte sich niemand auf dem ganzen Feld beschwert, wenn es einen Freistoß gegeben hätte.“ Aus seiner Sicht hätte das Spiel daher mit Elf gegen Elf beendet werden müssen - oder sogar Zehn gegen Zehn. „Wenn er sie gibt, muss er sie spätestens auch beim Foul von Drexler gegen Anton geben“, fand Mislintat. „Wenn ich das dann im Allgemeinen anschaue, bin ich nicht einverstanden mit der Spielleitung.“

Mislintats Zorn darüber, dass der Schalker Drexler keine Karte von Referee Badstübner gesehen hatte, konnte er während der Partie nicht verbergen und wurde deshalb von ihm ebenfalls verwarnt. „Statt vernünftig auf dem Platz zu entscheiden, ist es dann ganz wichtig, mir eine Gelbe Karte zu geben“, stellte er sarkastisch fest. Bedeckt zur Leistung des Schiedsrichters hielt sich hingegen VfB-Coach Pellegrino Matarazzo. Er habe die Szene noch nicht genau ansehen können und wolle daher kein Kommentar darüber abgegeben, wie er in der Pressekonferenz nach dem Spiel sagte.

„Unterirdisch“: VfB-Fans gehen mit Schiedsrichter härter ins Gericht

Die VfB-Fans hatten dagegen eine klare Meinung dazu, was den Schiedsrichter betraf und gingen mit ihm hart ins Gericht. „Was für ein Schiedsrichter - unterirdisch und nicht bundesligareif“, wütete ein Fan auf Facebook. „Mann oh Mann, kann mich nicht erinnern, so einen schlechten Schiri gesehen zu haben“, kommentierte ein anderer. „Diese bodenlose schlechte Leistung von Florian Badstübner muss ein Nachspiel für ihn haben“, forderte ein Nutzer sogar.

Aber auch mit der Leistung der Mannschaft waren die Fans unzufrieden. „Was für ein gruseliger Kick. Müssen froh darüber sein, einen Punkt mitgenommen zu haben. Heute alles Totalausfälle“, ärgerte sich ein User. Das Spiel hätten die Schwaben durchaus gewinnen können und müssen, fanden die Fans. „Mit diesem Angsthasenfußball geht es direkt in die zweite Liga“, prophezeite ein VfB-Anhänger. „Mit dieser Leistung traut man sich das Spiel nächste Woche gar nicht anzuschauen“, schrieb ein weiterer. Denn am nächsten Spieltag geht es für den VfB Stuttgart zum Rekordmeister FC Bayern München.

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