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Bei VAR-Wirrwarr: Beherzter VfB macht Bayern „sauer“

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Von: Niklas Noack

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Profis des VfB Stuttgart laufen an Julian Nagelsmann, Trainer des FC Bayern München, vorbei.
Die VfB-Profis ärgerten den FC Bayern und seinen Trainer Julian Nagelsmann (r.). © Frank Hoermann / SVEN SIMON/IMAGO

Der VfB Stuttgart zeigte beim FC Bayern München einen beherzten Auftritt und erkämpfte sich ein 2:2 (1:0). Zwei VAR-Entscheidungen sorgten für Diskussionen und teilweise Verwirrung.

München/Stuttgart - Die Profis des FC Bayern München waren nach dem 2:2 (1:0) gegen den VfB Stuttgart mächtig angefressen. „Ich bin sauer auf uns selbst“ und habe eine „ordentliche Krawatte“ brachte Starfußballer Thomas Müller seine Stimmungslage auf den Punkt.

Ursächlich für Müllers schlechte Laune war zum einen der magere Auftritt der Bayern, die nach dem imposanten Auftritt bei Inter Mailand (2:0) gegen den VfB Stuttgart etwas müde wirkten. Aber auch die Schwaben trugen ihren Teil dazu bei, da sie trotz zweimaligem Rückstand nicht aufsteckten. Die Schützlinge von Trainer Pellegrino Matarazzo liefen immer wieder beherzt an und setzten den Rekordmeister mit konsequentem Pressing unter Druck.

VfB Stuttgart gegen Bayern München: Schwaben lassen sich trotz strittiger Schiedsrichterentscheidung nicht aus der Ruhe bringen

Dafür belohnten sie sich schon beinahe in der 51. Minute. Der eingewechselte Chris Führich attackierte Joshua Kimmich im Sechzehner und klaute ihm den Ball, bevor er das Leder auf Serhou Guirassy weiterleitete. Der Neuzugang bugsierte den Ball über die Linie, doch Schiedsrichter Christian Dingert entschied nach VAR-Eingriff auf Foul und gab den Treffer nicht. Führich hatte Kimmich am Trikot gehalten.

Eine fragwürdige Entscheidung, wie Stuttgarts Trainer Matarazzo am Sky-Mikrofon bewertete: „Es ist eine kurze Ziehbewegung, da kann gar nicht so viel Kraft erzeugt werden. Deswegen finde ich, dass sich Kimmich fallen lässt. Da darf man dann nicht das Tor zurückpfeifen.“

VfB-Angreifer Serhou Guirassy mit gelungenem Startelfdebüt

Den Ausgleich erzielte VfB-Offensivmann Führich sieben Minuten später. Allerdings hielt das 1:1 nicht lange, weil Jamal Musiala die Kugel per feinem Effetschuss zum 2:1 einnetzte (60.). Stuttgart gab trotz allem nicht auf und Guirassy strahlte immer wieder Torgefahr aus. So war es der Franzose, der in der 74. Minute mit einem Drehschuss das Leder an die Latte knallte.

In der Nachspielzeit rückte schließlich erneut der Referee in den Fokus, nachdem Bayerns Matthijs de Ligt VfB-Stürmer Guirassy im Strafraum am Fuß erwischt hatte. Schiedsrichter Dingert sah sich die Szene auf dem Bildschirm nochmal an und entschied korrekterweise auf Elfmeter. Den verwandelte Guirassy kompromisslos unter die Latte zum 2:2-Ausgleich (90. Minute +2).

Damit belohnte sich der VfB beim Rekordmeister für einen willensstarken Auftritt mit einem Punkt. Am kommenden Samstag (17. September, 15.30 Uhr/Sky) gastiert Eintracht Frankfurt in der Mercedes-Benz Arena. Mit dem ersten Bundesligasaisonsieg könnte der VfB Stuttgart dann den Zähler aus München vergolden und den verpatzten Start vergessen machen.

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