1. bw24
  2. VfB Stuttgart

„Mehr Stellungnahmen wie Punkte in der Bundesliga“ – VfB-Fans schießen im Netz gegen Präsidium

Erstellt:

Von: Korbinian Kothny

Kommentare

Dir Vorwürfe gegen das Präsidium des VfB Stuttgart beschäftigen die Fans. Immer mehr Anhänger reagieren auf die Entwicklung genervt.

Stuttgart - Es ist nicht so, als hätte der VfB Stuttgart auf sportlicher Ebene nicht ohnehin schon genügend Probleme. Die Schwaben rangieren vor dem Jahresauftakt gegen Mainz 05 (Samstag, 15.30 Uhr/Sky) in der Mercedes-Benz Arena auf dem 16. Tabellenplatz und befinden sich in akuter Abstiegsgefahr. Dennoch ist der drohende Absturz in die Zweitklassigkeit nicht das einzige Thema, das die Anhänger des VfB derzeit beschäftigt.

Unser VfB-Newsletter versorgt Sie regelmäßig mit allen wichtigen News zum Fußball-Bundesligisten aus Stuttgart. Hier geht es zur Anmeldung.

VfB Stuttgart: Verein kommt auch abseits des Platzes nicht zur Ruhe

Denn auch abseits des Platzes kommt der VfB nicht zur Ruhe. Am Dienstag (17. Januar) erklärten Susanne Schosser und Martin Bizer geschlossen ihren sofortigen Rücktritt aus dem Vereinsbeirat. Ihr Vorwurf an das Präsidium: Diffamierung einzelner Vereinsbeiräte, Intransparenz bei Entscheidungen und Druckausübung auf Vereinsbeiräte.

Am Donnerstag (19. Januar) enthüllte die Stuttgarter Zeitung zudem, dass bei der Staatsanwaltschaft Anzeige gegen das VfB-Präsidium gestellt wurde. Geprüft wird der Vorwurf der möglichen Veruntreuung von Vereinsgeldern im Zusammenhang mit dem eventuellen Satzungsverstoß des Vereinsbeirats Marc Nicolai Schlecht.

Rainer Adrion (li.) und Claus Vogt (re.) stehen immer mehr in der Kritik.
Rainer Adrion (li.) und Claus Vogt (re.) stehen immer mehr in der Kritik. © Fotomontage BW24 / Imago / Sportfoto Rudel /Twitter

VfB Stuttgart: Präsidium wehrt sich gegen Vorwürfe

Auf beide Anschuldigungen reagierte das Präsidium im Laufe der Woche. Erst wies der aktuelle Vereinsbeirat die Vorwürfe von Bizer zurück (19. Januar), dann reagierte das VfB-Präsidium auf die drohende Strafanzeige (19. Januar). Schlussendlich reagierte Vize-Präsident Rainer Adrion am Freitag (20. Januar) noch einmal persönlich auf das Rücktrittsschreiben von Schosser und Bizer.

Bei den Fans scheint das Präsidium durch die Vorwürfe und die stetige Unruhe im Verein immer mehr seinen Kredit zu verspielen. VfB-Anhängerin Roswitha schrieb in der BW24-Kolumne „Euer VfB – der Fantalk“: „Viel von dem, was Claus Vogt versprochen hat, ist nicht eingehalten worden. Die Nähe zu den Fans gibt es auch nicht mehr, aber das ist auch nicht das Wichtigste. Das wäre den Verein in Ruhe zu führen, aber da sind wir weit davon entfernt. Wir wünschen uns, dass Ruhe im Verein ist und dass er ihn souverän leiten würde. Dem ist aber leider nicht so, und das ist auch der Grund, warum er mittlerweile sehr kritisch gesehen wird.“

VfB-Fans schießen im Netz gegen Präsidium

Und die Fans im Netz sind die Vereinsposse mittlerweile sowieso Leid und wünschen sich mehr Ruhe im Verein. Kommentare wie „Mehr Stellungnahmen wie Punkte in der Bundesliga“ oder „Zum Glück geht es morgen wieder los, dann muss man sich nicht mehr nur über den Kindergarten NEBEN dem Platz aufregen“ sind nur eine kleine Auswahl der Meinungen der VfB-Anhänger beim Kurznachrichtendienst Twitter.

Ein anderer User schreibt sogar: „Sehe ich das richtig, dass Thomas Hitzlsperger in vielem, was er schrieb und sagte, recht hatte, ihr ihn zu Unrecht diskreditiert und als Spalter bezeichnet und tutti completti aufs falsche Pferd gesetzt habt?“ Hitzlsperger hatte Ende 2020 VfB-Präsident Claus Vogt in einem offenen Brief massiv angegriffen und wollte sich neben dem Vorstandsposten in der AG selbst zum Präsidenten wählen lassen. Im Nachgang entschuldigte sich der ehemalige VfB-CEO für seinen Ton und zog seine Kandidatur aufs Amt des Präsidenten zurück.

Auch interessant

Kommentare