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VfB-Fans reagieren auf Kalajdzic-Wechsel - Emotionen schwanken zwischen Dankbarkeit und Enttäuschung

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Von: Nadja Pohr

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Sasa Kalajdzic mit Tränen in den Augen
Der Wechsel von Sasa Kalajdzic lässt die Emotionen bei den VfB-Fans zwischen Freude und Trauer schwanken. © Tom Weller/dpa

Sasa Kalajdzic verlässt den VfB Stuttgart und die Fans verabschieden sich mit gemischten Gefühlen. Die einen zeigen sich dankbar, andere sind hingegen enttäuscht.

Stuttgart - Geht er oder bleibt er - diese Frage stellte man sich seit Monaten bei VfB-Stürmer Sasa Kalajdzic. Nun ist endgültig klar: Kalajdzic wechselt zu den Wolverhampton Wanderers nach England. „Die Zeit beim VfB wird für mich unvergesslich bleiben. Ich habe von Tiefen wie meinen Verletzungen bis zu Höhen wie meiner ersten Bundesligasaison mit 16 Toren und dem emotionalen Nichtabstieg am letzten Spieltag sehr viel erlebt“, lässt der Österreicher über den Verein mitteilen.

Die Wechselfrage wurde in den letzten Tagen beim VfB Stuttgart schon zur Posse. Kalajdzic wurde mit etlichen Top-Klubs in Verbindung gebracht, unter anderem dem FC Bayern München oder Borussia Dortmund. Sportdirektor Sven Mislintat wirkte zum Ende hin fast schon genervt von den ständigen Fragen zum aktuellen Stand der Dinge. Auch die Fans des VfB wurden zunehmend unruhiger. Jetzt, wo Klarheit herrscht, fallen die Reaktionen gemischt aus. Der Abschied hat einen bitteren Beigeschmack.

Zwischen Freude und Trauer: Die VfB-Fans reagieren zwiegespalten auf den Kalajdzic-Wechsel

Die Emotionen bei den Fans des VfB Stuttgart schwanken stark. Im Netz zeigen sich viele Anhänger dankbar für das, was Kalajdzic bei den Stuttgartern geleistet hat. „Alles gute Sasa und danke für deinen Einsatz und die wichtigen Tore zum Klassenerhalt“, oder „Machs gut und viel Erfolg in der Premier League“, schreiben die Nutzer auf Facebook. „Die letzten Tage waren weniger schön, aber trotzdem bleibst du in guter Erinnerung“, kommentiert ein weiterer Twitter-User.

Während ihn die einen als Held feiern, zeigen sich andere wiederum absolut enttäuscht von dem Stürmer. „Du hättest die Legende schlechthin werden können, nun so ein Abgang“, schreibt ein Nutzer. Die VfB-Fans werfen dem Österreicher vor, er hätte den Wechsel zu lange herausgezögert und es somit für den Verein schwerer gemacht, einen Nachfolger zu suchen. „Absolut, Sympathien verspielt“, äußert ein User. Zudem nehmen sie ihm übel, dass er zuletzt beim bitteren Unentschieden gegen Köln darum gebeten hatte, nicht im Kader zu stehen. Das war Arbeitsverweigerung, heißt es im Netz und er sei „mit dem Kopf nicht mehr beim VfB“ gewesen.

Abgang von Sasa Kalajdzic: Fans raten ihm zu Berater-Wechsel

Allgemein zeigen die Reaktionen der VfB-Fans vor allem Erleichterung darüber, dass „das Theater jetzt beendet“ ist. Das liegt nicht zuletzt auch daran, dass Kalajdzic sich mit seinem Wechsel als Opfer des „bösen“ Fußballgeschäfts darstellte. In Interviews beteuerte er beispielsweise öfter, dass er seine Zukunft nicht beeinflussen könnte, da sie ganz in den Händen seines Beraters liege. Manch einer aus der Facebook-Community rät Kalajdzic deshalb zu einem Berater-Wechsel.

Die Hoffnung der Fans ist nun, dass die Schwaben noch einen geeigneten Nachfolger finden. Zwar wurde mit Luca Pfeiffer bereits eine Alternative verpflichtet, dieser fällt jedoch aufgrund einer Sperre nach einer Roten Karte im Spiel gegen den 1. FC Köln für drei Spiele aus. Viele Möglichkeiten gibt es für die Schwaben jedoch nicht und die Zeit drängt - das Transferfenster schließt am 1. September um 18 Uhr.

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