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VfB Stuttgart: Wohin mit Zagadou?

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Von: Niklas Noack

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Dan-Axel Zagadou vom VfB Stuttgart ist am Ball.
Der neue VfB-Abwehrmann Dan-Axel Zagadou soll für Stabilität sorgen. © Pressefoto Rudel/Robin Rudel/IMAGO

Der VfB Stuttgart hat sich mit Dan-Axel Zagadou in der Defensive verstärkt. Doch welche Rolle soll der Franzose spielen?

Stuttgart - Es war ein guter Auftritt von Dan-Axel Zagadou, der beim 2:1-Testspielsieg des VfB Stuttgart gegen Grasshopper Zürich 60 Minuten auf dem Platz stand. Neben defensiver Stabilität leitete der Franzose mit feinen Steckpässen auch mehrere Offensivaktionen ein. „Er hat eine gute Übersicht“, lobte ihn dafür Trainer Pellegrino Matarazzo.

Sowieso zeigte sich der Coach zufrieden mit seinem Neuzugang, der voller Tatendrang sprühte. Eigentlich sollte Zagadou im VfB-Test gegen die Schweizer nur 45 Minuten spielen, aber in der Halbzeit sagte er dem Trainer: „Ich will länger spielen!“. Der 23-Jährige überzeugte dabei als linker Part der Dreierkette.

VfB Stuttgart: Pellegrino Matarazzo sieht Dan-Axel Zagadou auf Links

Dort plant ihn Matarazzo langfristig ein. Als „linker Halbverteidiger oder linker Innenverteidiger“ solle Zagadou spielen. Auch im Zentrum könne der 1,96 Meter große Franzose spielen, was der Trainer aber nur als dritte Option auflistete. Bei Borussia Dortmund spielte Zagadou dort hauptsächlich. Die Position des mittleren Innenverteidigers hat jedoch Abwehrchef Waldemar Anton inne, der unter Matarazzo als gesetzt gilt. Obwohl er zuletzt etwas wackelte, wird der Coach auf ihn nicht verzichten wollen.

Hiroki Ito ist Zagadous größter Konkurrent beim VfB Stuttgart

Doch wer macht dann Platz für Zagadou? Der Hauptkonkurrent des 23-Jährigen ist Hiroki Ito, der sich nach dem Abgang von Marc Oliver Kempf auf der linken Innenverteidigerseite festspielte. Der Japaner ist im defensiven Schwabenverbund kaum mehr wegzudenken, vor allem, weil er regelmäßig mit präzisen langen Bällen und zuverlässiger Abwehrarbeit überzeugte.

Kurzfristig ist deshalb denkbar, dass sich Zagadou hinten anstellen muss. Auch, weil der verletzungsanfällige Neuzugang an seiner Fitness arbeiten muss, um konstant Leistung bringen zu können. Langfristig wäre Zagadou als Ergänzungsspieler aber zu teuer.

Wie die Stuttgarter Zeitung berichtet, kassiert der Ex-BVB-Star beim VfB Stuttgart mehr als zwei Millionen Euro. Zudem hat Stuttgart Zagadou mit einem langfristigen Vertrag bis 2026 ausgestattet, was ebenfalls dafür spricht, dass die Schwaben auf den Franzosen als Stammkraft bauen - auf welcher Position auch immer.

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