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VfB-Neuling Zagadou voller Tatendrang: Trainer, „ich will länger spielen!“

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Von: Niklas Noack

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Dan-Axel Zagadou vom VfB Stuttgart bringt im Testspiel gegen Zürich schon viel Power mit.
VfB-Verteidiger Dan-Axel Zagadou (r.) bringt schon viel Power mit. © Pressefoto Rudel/Robin Rudel/IMAGO

Dan-Axel Zagadou feierte im Testspiel gegen den Grasshopper Club Zürich sein Debüt für den VfB Stuttgart. Der Neuzugang hat schon mehr im Tank als gedacht.

Stuttgart - Beim VfB-Testkick gegen den Grasshopper Club Zürich (2:1) ertönte gerade erst der Halbzeitpfiff, als Neuzugang Dan-Axel Zagadou direkt das Gespräch mit Trainer Pellegrino Matarazzo suchte. „Ich will länger spielen“, forderte der Verteidiger, für den in seinem Debüt ursprünglich nur 45 Minuten vorgesehen waren.

Mit dem Tatendrang stieß Zagadou bei Matarazzo auf offene Ohren. Nach kurzer Absprache mit den Physiotherapeuten bekam der 1,96 Meter große Abwehrhüne, der zuletzt bei Borussia Dortmund unter Vertrag stand, für weitere 15 Minuten die Freigabe. Im Anschluss merkte man ihm zwar etwas die Müdigkeit an, trotzdem gelang ihm „einer der wenigen Bälle, die wir heute in die Stürmerlinie“ bekamen, zeigte sich der Trainer mit der Leistung Zagadous zufrieden. Matarazzo: „Man hat gesehen, dass er eine gute Übersicht hat.“

VfB Stuttgart ergatterte vertragslosen Dan-Axel Zagadou, der bei Borussia Dortmund keinen neuen Kontrakt erhielt

Erst am Montag (19. September) hatte der VfB Zagadou vorgestellt. Beim BVB erhielt der 23-Jährige keinen neuen Vertrag mehr, weshalb sich dieser auch nach der Transferperiode noch den Stuttgartern anschließen konnte. Damit erfüllten sich die Schwaben den Wunsch nach einem weiteren Verteidiger im Kader. „Das war uns schon wichtig, einen Spieler mit der Qualität auf einer Position zu bekommen, auf der wir dünner besetzt waren. Das ist nicht nur wichtig für den Konkurrenzkampf, sondern auch, um situativ agieren zu können”, freute sich Coach Matarazzo über seinen Neuzugang mit Champions-League-Erfahrung.

Ein wahrhaftiger Transfercoup des VfB, der ohne die Verletzungshistorie Zagadous sicherlich nicht möglich gewesen wäre. Ständige Muskelfaserrisse sowie schwere Knieverletzungen hinderten den Franzosen daran, sich beim BVB durchzusetzen. Dementsprechend sensibel werden die Verantwortlichen in Stuttgart mit ihrem Neuling umgehen. Trainer Matarazzo sprach von „intensiver Verletzungsprävention“ und erklärte, dass ein externer Personaltrainer dabei helfen würde.

Dan-Axel Zagadou wird mit Hiroki Ito beim VfB Stuttgart um den Startelfplatz kämpfen

Von der Position her sieht der Trainer Zagadou als „linken Halbverteidiger oder linken Innenverteidiger.“ Damit wird der 23-Jährige vor allem auf Hiroki Ito den Druck erhöhen, der sich seit dem Abgang von Marc Oliver Kempf auf der Position festgespielt hat.

Gegen den VfL Wolfsburg nach der Länderspielpause dürfte Zagadou, trotz der guten Verfassung, allerdings noch keine Option für die Startelf sein. Matarazzo will aber „situativ“ entscheiden und erstmal abwarten, wie sich der Verteidiger von den 60 Minuten gegen Zürich erholt.

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