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VfB-Star Atakan Karazor: Zurück zur Normalität

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Von: Niklas Noack

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Atakan Karazor kehrt nach der Untersuchungshaft auf Ibiza zurück auf den Trainingsplatz des VfB Stuttgart.
Daumen hoch: VfB-Star Atakan Karazor ist zurück. © Alexander Keppler/IMAGO

Atakan Karazor ist beim VfB Stuttgart zurück auf dem Platz. Nach der Untersuchungshaft auf Ibiza arbeitet der Defensivmann an seinem Comeback.

Stuttgart - Gegen Atakan Karazor läuft ein Verfahren wegen einer „mutmaßlichen Straftat der sexuellen Nötigung“. Er soll eine 18-Jährige vergewaltigt haben und saß deshalb auf der spanischen Insel Ibiza sechs Wochen in Untersuchungshaft. Doch inzwischen befindet sich zumindest der VfB-Star auf dem Weg zurück zur Normalität.

So trainierte Karazor am Dienstagmorgen zum ersten Mal wieder sichtbar auf dem Platz des VfB Stuttgart. Auf einem Nebenfeld schwitzte er gemeinsam mit dem am Knöchel verletzten Sasa Kalajdzic. Bei Karazor steht im Fokus, vor allem den Fitnessrückstand aus Ibiza auszugleichen. Dafür standen intensive Einheiten mit Ball auf dem Plan.

VfB Stuttgart: Atakan Karazor muss laut Sven Mislintat noch Wochen auf sein Comeback hinarbeiten

Ganz auf Sport verzichten musste Karazor im Gefängnis nicht. Allerdings hat er inklusive Urlaub seit zehn Wochen kein Mannschaftstraining mehr absolviert. Dementsprechend sehe Sportdirektor Sven Mislintat in Sachen Pflichtspiel keine Rückkehr Karazors vor der Länderspielpause, wie er im Podcast PodCannstatt sagte.

Eine Aussage, mit der sich Mislintat vermutlich auch Zeit verschaffen möchte. Denn bei dem aktuellen Stand des Verfahrens wäre ein Karazor-Einsatz zwar rechtlich offenbar möglich, aber schwer vorstellbar. Eine Frage, die sich dabei aufdrängt, ist, ob es moralisch vertretbar wäre, einen Spieler auflaufen zu lassen, gegen den ein Verfahren wegen mutmaßlicher sexueller Nötigung läuft.

Schwierige Situation für den VfB Stuttgart

Immerhin ist Karazor nur gegen eine Kaution in Höhe von 50.000 Euro aus dem Gefängnis entlassen worden. Ob es zu einer Anklage kommt, ist offen. Doch die Beweislast gegen Karazor soll hoch sein. Anscheinend war das mutmaßliche Opfer nach der möglichen Tatnacht beim Arzt. Inwiefern dieser Verletzungen feststellte, ist nicht bekannt. Der VfB-Star selbst behauptet, der Sex sei einvernehmlich gewesen. Außerdem entlastete eine Partybegleitung Karazor, die von gewaltfreiem Geschlechtsverkehr sprach.

Eine schwierige Situation für den VfB Stuttgart, weshalb die Verantwortlichen bis zum Ende der Länderspielpause im Oktober auf neue Erkenntnisse im Fall Karazor hoffen dürften. Auch HEIDELBERG24 berichtet darüber, wie es mit Karazor beim VfB Stuttgart weitergeht.

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