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Akribischer Matarazzo versucht, dem VfB Stuttgart ein Gewinner-Gen einzuimpfen

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Von: Niklas Noack

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VfB-Trainer Pellegrino Matarazzo hat im Training die Zügel angezogen.
VfB-Trainer Pellegrino Matarazzo hat im Training die Zügel angezogen. © Pressefoto Rudel/Herbert Rudel/IMAGO

Der VfB Stuttgart empfängt am Sonntag (9. Oktober) den 1. FC Union Berlin. Trotz der Krise hat Trainer Pellegrino Matarazzo weiter Ideen, wie er mit seinem Team die Trendwende schaffen kann.

Stuttgart - Trotz acht sieglosen Spielen infolge macht Pellegrino Matarazzo längst nicht den Eindruck, mit dem Latein am Ende zu sein. Immer noch mit einer Seelenruhe erklärte er bei der Pressekonferenz, wie er glaubt, seine Mannschaft gegen Union Berlin (Sonntag, 9. Oktober, 19.30 Uhr/DAZN) „siegfähig“ zu bekommen und endlich die Trendwende zu schaffen.

Mit ähnlicher Geduld, die der Trainer des VfB Stuttgart im Umgang mit den Journalisten beweist, arbeitet er auch mit seinen Spielern. Seit Wochen versucht er der Mannschaft mit einer scheinbar endlosen Akribie ein Gewinner-Gen einzuimpfen. Bislang zwar ohne Erfolg, aber Matarazzo gibt nicht auf, wie die aktuelle Trainingswoche zeigte, in der er zunächst den Ton gegenüber den Profis verschärft hatte, weil sich laut ihm eben auch die „Situation verschärft hat“.

VfB Stuttgart: Trainer Matarazzo greift in die Trickkiste

Für die Partie gegen Union seien seiner Meinung nach vor allem die „Infights“ entscheidend, also die „Bereitschaft“, konsequent in Zweikämpfe zu gehen. Um dies seiner Mannschaft nahezubringen, griff er ganz tief in die Trickkiste und ließ am Dienstag (4. Oktober) im Training drei Profis jeweils ein Team wählen.

Die drei Mannschaften spielten anschließend in mehreren Matches gegeneinander, in denen weniger Fouls als sonst gepfiffen wurden. Somit wollte der Coach die Härte simulieren, mit der die Köpenicker in Stuttgart auftreten werden. Für einen zusätzlichen Anreiz sorgte außerdem, dass die beiden Verliererteams Geld für einen guten Zweck spenden mussten.

VfB-Trainer Matarazzo ist auf der Suche nach einer „hundertprozentigen Antwort“

Die Kunst ist es jetzt allerdings, die Schärfe aus dem Training auch im Spiel abrufen zu können, was dem VfB zuletzt nicht immer gelang. Zudem offenbarten die Schwaben in den vergangenen Partien immer wieder Konzentrationsschwächen, wie im Duell beim VfL Wolfsburg, als sie aufgrund einer fehlenden Zuordnung in der Abwehr kurz vor Schluss den Treffer zur 2:3-Pleite kassierten.

Vorfälle, weshalb sich Matarazzo aktuell die Frage stellt, wie er die Mannschaft dazu bekommt, „über 90 Minuten fokussiert“ zu bleiben. Eine „hundertprozentige Antwort“ habe er darauf noch nicht, nur „Lösungsansätze“, so die ehrlichen Worte des Trainers. Ob diese schon dafür gereicht haben, den VfB für die Partie gegen Union „siegfähig“ zu bekommen, wird sich am späten Sonntagabend zeigen.

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