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Fernduell mit Hertha: VfB-Sportdirektor Mislintat hofft im Kampf um den Klassenerhalt auf Hilfe vom BVB

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Von: Nadja Pohr

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Pellegrino Matarazzo und Sven Mislintat
VfB-Sportdirektor Sven Mislintat hofft auf einen Sieg gegen Köln und einer Niederlage von Hertha gegen Dortmund. © IMAGO/Pressefoto Rudel/Robin Rudel

VfB-Sportdirektor Sven Mislintat hofft, dass Borussia Dortmund gegen Hertha BSC Berlin am letzten Spieltag gewinnt und dem VfB im Kampf um den Klassenerhalt Schützenhilfe leistet.

München/Stuttgart - Nach dem überraschenden Punktgewinn beim deutschen Meister Bayern München setzt Stuttgarts Sportdirektor Sven Mislintat im Kampf um den direkten Verbleib in der Fußball-Bundesliga auch auf die Hilfestellung seines Ex-Clubs Borussia Dortmund. Der BVB empfängt am letzten Spieltag am kommenden Samstag VfB-Konkurrent Hertha BSC.

„Ich bin mir sehr sicher, dass die Dortmunder das ernst nehmen werden“, sagte Mislintat, der früher Chefscout beim BVB war, nach dem 2:2 am Sonntagabend in München und ergänzte scherzhaft mit Blick auf seine BVB-Vergangenheit: „Ich hoffe nicht, dass noch Drähte glühen müssen.“ Die Dortmunder Profis seien „absolute Sportsleute“, sagte der 49 Jahre alte Mislintat: „Sie werden alles geben und versuchen, das letzte Spiel vor eigenem Publikum zu gewinnen. Da mache ich mir keine Sorgen.“

VfB-Sportdirektor Mislintat will den Kessel beim Spiel gegen Köln zum brennen bringen

Die Herthaner (33 Punkte) gehen auf Platz 15 mit drei Punkten Vorsprung auf den VfB Stuttgart ins Saisonfinale. Die Stuttgarter haben ein Heimspiel gegen den 1. FC Köln und im Vergleich zu den Berlinern das bessere Torverhältnis. Mislintats Rechnung geht so: „Wir müssen gegen Köln unsere Hausaufgaben machen. Wir brauchen einen Dreier, um Hertha auswärts in Dortmund unter Druck zu setzen.“ Gewinnt Stuttgart und Hertha verliert, tauschen beide Vereine in der Tabelle die Plätze.

Dennoch schaue man erst, dass man selbst einen guten Job mache, bevor auf andere Plätze geblickt wird, versichert Sven Mislintat. „Wir müssen unsere Hausaufgaben gegen einen brettstarken 1. FC Köln erledigen. Unser Ziel ist es, alle gemeinsam unseren Kessel brennen zu lassen.“

VfB Stuttgart: Trainer Pellegrino Matarazzo will den Relegationsspielen entkommen

VfB-Trainer Pellegrino Matarazzo, der mit der Leistung seiner Mannschaft am Wochenende sehr zufrieden war, sieht ebenfalls die Chance, den Relegationsspielen gegen den Tabellendritten der 2. Liga - das ist aktuell der Hamburger SV - zu entkommen. „Wenn wir drei Punkte holen, muss Hertha auch punkten gegen Dortmund“, sagte Matarazzo. Wenn man gegen Köln punkte, brauche man zudem „nicht nach hinten zu schauen“. Arminia Bielefeld liegt drei Punkte und sieben Tore hinter dem VfB auf Rang 17 und könnte theoretisch auch noch auf Platz 16 vorrücken.

Mittelstürmer Sasa Kalajdzic, der gegen die Bayern das Tor zum 2:2 köpfte, setzt neben „Schützenhilfe von Dortmund“ auch auf die eigenen Fans. „Wir werden 60.000 Leute im Stadion haben. Die werden uns nach vorne peitschen“, sagte der Österreicher. Das 2:2 in München könnte sich am Ende als großer Punktgewinn erweisen: „Wir haben einen Schritt gemacht gegen eine mögliche Relegation in einen möglichen fixen Klassenerhalt. Wenn irgendjemand so ein Ding schaffen kann, dann wir. Denn wir sind so eine gefühlte Wundertüte“, sagte Kalajdzic. (dpa/Nadja Pohr)

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