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„Müller raus!“ VfB-Keeper soll trotz Patzer und schlechter Werte der Rücken gestärkt werden

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Von: Niklas Noack

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Florian Müller steht immer wieder in der Kritik. Dennoch will der VfB Stuttgart seinem Stammkeeper den Rücken stärken.

Stuttgart - „Müller raus!“, brüllte am vergangenen Freitag (16. Dezember) einer der rund 400 Zuschauer im Robert-Schlienz-Stadion. Gerade war der FC Luzern im Testspiel beim VfB Stuttgart mit 2:0 in Führung gegangen. Kurios dabei: Florian Müller stand zu diesem Zeitpunkt gar nicht mehr zwischen den Pfosten, da Coach Bruno Labbadia in der Halbzeit Ersatzmann Fabian Bredlow eingewechselt hatte.

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Florian Müller patzt beim VfB Stuttgart zu häufig

Beim 0:1 hatte Müller aber tatsächlich große Anteile. Nach einem eher schwachen Abschluss aus zwölf Metern Entfernung flutschte ihm der Ball durch die Finger. Nicht das erste Mal, dass dem VfB-Torhüter ein solch schwerer Patzer unterläuft, weshalb er immer wieder in der Kritik steht. Ein weiterer Vorwurf gegen Müller lautet derweil, dass er die sogenannten „Unhaltbaren“, die starke Keeper teilweise doch noch rauskratzen, nicht hält und dem VfB somit keine Punkte sichert.

Dies lässt sich statistisch untermauern. So parierte Müller in der bisherigen Hinrunde nur 62,5 Prozent der Torschüsse und liegt damit im Bundesligavergleich auf dem 15. Rang. Von den Stammtorhütern sind nur Robin Zentner (62,5 Prozent, 1. FSV Mainz 05), Kevin Trapp (59,6 Prozent, Eintracht Frankfurt) und Marvin Schwäbe (58,1 Prozent, 1. FC Köln) genauso schlecht oder noch schlechter. In der vergangenen Saison war Müller mit dem Wert von 63,8 Prozent gehaltener Torschüsse sogar der zweitschwächste Stammtorhüter der Bundesliga. Nur Alexander Schwolow (Hertha BSC) hatte in dieser Statistik mit 58,7 Prozent einen schlechteren Wert vorzuweisen.

VfB-Torwart Florian Müller steht in der Kritik.
VfB-Torwart Florian Müller steht immer wieder in der Kritik. © Pressefoto Baumann/Imago

VfB-Sportdirektor Fabian Wohlgemuth hält nicht viel von der Torhüterdiskussion

Trotz allem hielt Ex-VfB-Coach Pellegrino Matarazzo an Müller fest und der damalige Sportdirektor Sven Mislintat verteidigte seinen Keeper wiederholt mit Vehemenz. Auch der neue Kaderplaner Fabian Wohlgemuth hält offenbar nichts von einer Torwartdiskussion. Gegenüber der Bild sagte er zumindest: „Wir stehen vor einer riesigen Aufgabe. Gegenwärtig geht es darum, das gesamte Team auf einen heißen Ritt in der Rückrunde einzuschwören. Öffentliche Einzelbewertungen haben da keinen Platz.“

Wie das Boulevardblatt berichtet, will der VfB wohl weiterhin auf Müller setzen und dem Torhüter durch Vertrauen zu alter Stärke verhelfen. Dass er es kann, hat er immerhin als Schlussmann beim SC Freiburg gezeigt. Stuttgarts Ersatzkeeper Fabian Bredlow dürfte dennoch seine Chance wittern, aber auch der zeigte in der Vergangenheit die ein oder andere Unsicherheit. Wie eben beim 0:2 gegen Luzern, als er ebenfalls nicht gut aussah und ihn deshalb ein Fan offenbar für Stammtorwart Müller hielt.

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