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VfB-Fan Roswitha glaubt an den Klassenerhalt mit Labbadia – „Ausgefuchster Trainer, der weiß, wie es geht“

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Von: Korbinian Kothny

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Roswitha ist seit 30 Jahren VfB-Fan und Präsidentin des Fan-Clubs „Cannstatt Fire“.
Roswitha ist seit 30 Jahren VfB-Fan und Präsidentin des Fan-Clubs „Cannstatt Fire“. © Fotomontage BW24/IMAGO/Sportfoto Rudel/privat

In der BW24-Kolumne „Euer VfB – der Fantalk“ kommt Ihr zu Wort. Nach der Winterpause der Fußball-Bundesliga haben wir mit Anhängerin Roswitha gesprochen.

Stuttgart - Für ihren VfB Stuttgart ist Roswitha Utz kein Weg zu weit. Erst kürzlich begleitete sie die Schwaben ins Trainingslager nach Marbella, um sich einen persönlichen Eindruck von Rückkehrer Bruno Labbadia zu machen. Den VfB unterstützt sie laut eigener Aussage „erst seit circa 30 Jahren“. Die Liebe zu ihrem Verein zeigt sich auch im Amt als Präsidentin des Fan-Clubs „Cannstatt Fire“.

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Wie geht es Dir, Roswitha, auf einer Skala von 0 bis 10, wenn Du an den VfB Stuttgart denkst? 

Ich bin bei einer 7,5. Es ist viel Aufregung und auch Hoffnung dabei, aber die Skepsis, ob sie nochmal den Schwung bekommen, ist eben auch da. Und die Unruhe, die im Verein ist, dämpft ein bisschen die Vorfreude auf die am Samstag beginnende Restsaison.

Bruno Labbadia ist zurück beim VfB Stuttgart. Die richtige Entscheidung? Klappt mit ihm die Mission Klassenerhalt?

Bruno ist ein ausgefuchster Trainer für den Abstiegskampf, der weiß, wie es geht. Im Trainingslager in Marbella hab ich persönlich gesehen, wie er den Jungs Druck macht und sein Training konsequent durchzieht. Er legt auch viel Wert auf Disziplin und ein harmonisches Mannschaftsgefüge. Ich kann mir gut vorstellen, dass er uns vor dem Abstieg rettet.

Bruno Labbadia ist zurück beim VfB Stuttgart und überzeugt Fan Roswitha.
Bruno Labbadia ist zurück beim VfB Stuttgart und überzeugt Fan Roswitha. © IMAGO/Pressefoto Rudel/Herbert Rudel

Fabian Wohlgemuth folgt auf Sven Mislintat als Sportdirektor. Wie siehst Du die Vertragsauflösung Mislintats und was hältst Du von Wohlgemuth?

Zum Anfang hab ich die Vertragsauflösung mit Mislintat sehr bedauert. Aber wenn man im Nachgang erfährt, dass er ein gutes Angebot bekommen hat, das aber abgelehnt hat, weil er noch mehr Kompetenzen haben wollte, dann war es vielleicht doch der richtige Weg, auseinander zu gehen. Und man muss auch sehen, dass der Kader nicht so funktioniert, wie man sich das für einen Bundesligisten vorgestellt. Unter Umständen wurden da einige Fehler gemacht. Den Herrn Wohlgemuth kenne ich persönlich noch nicht, weiß aber, dass er ein ruhiger, besonnener Mensch ist, der im Hintergrund agiert. Im Trainingslager war noch wenig Kontakt zu ihm da, er macht aber einen sympathischen Eindruck. Man sollte ihn erstmal arbeiten lassen und dann kann man sich eine Meinung bilden.

Dan-Axel Zagadou hat sich im Trainingslager verletzt. Auch Borna Sosa ist immer noch angeschlagen. Die geplante Verpflichtung von Guilavogui hat sich wohl zerschlagen. Sollte der VfB nochmal auf dem Transfermarkt aktiv werden?

Das sehe ich nicht so. Wir haben genug gute Nachwuchsspieler, die man noch mehr einbinden muss, wobei das Labbadia im Trainingslager schon gut gemacht hat. Die Verletzung von Zagadou ist schade für ihn, er war als feste Größe eingeplant. Aber nach sechs bis acht Wochen wird er hoffentlich wieder als Stütze da sein. Im Trainingslager hat Nartey gezeigt, dass er die Position eigentlich ganz gut ausfüllen kann. Wenn uns dann Mavropanos noch erhalten und Stenzel stabil bleibt, sind wir ganz gut aufgestellt. Wer uns nicht wegbrechen sollte, ist unser Borna Sosa. In der Offensive müssen wir noch an unserer Torgefährlichkeit arbeiten, aber da immer einen neuen zu holen ist auch nicht der richtige Weg. Unserem Wackelkandidat im Tor, dem Flo Müller, würde ich es so sehr gönnen, dass er zu seiner Form aus Freiburger Zeiten zurückfindet.

NameRoswitha Utz
BerufTätig in der Seniorenbetreuung, ursprünglich Jugend- und Heimerzieherin
VfB-Fan seitcirca 30 Jahren; Präsidentin des Fan-Clubs Cannstatt Fire

Beim VfB geht es auch auf Präsidiumsebene mal wieder drunter und drüber. Ein tiefer Riss soll durch das Präsidium gehen. Wie siehst Du Präsident Claus Vogt?

Ich möchte beim Thema Claus Vogt nicht persönlich werden und mir als Außenstehende nicht erlauben, eine bestimmte Meinung abzugeben. Aber er hat ganz viele Sympathien verloren. Viel von dem, was er versprochen hat, ist nicht eingehalten worden. Die Nähe zu den Fans gibt es auch nicht mehr, aber das ist auch nicht das Wichtigste. Das wäre den Verein in Ruhe zu führen, aber da sind wir weit davon entfernt. Wir wünschen uns, dass Ruhe im Verein ist und dass er ihn souverän leiten würde. Dem ist aber leider nicht so, und das ist auch der Grund, warum er mittlerweile sehr kritisch gesehen wird. Wenn das so weitergeht, weiß ich nicht, wie es bei der nächsten Mitgliederversammlung für ihn ausgehen wird.

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