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Der Druck beim VfB nimmt zu, doch der Mut bleibt – Mannschaft ist „daran gewöhnt“

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Von: Nadja Pohr

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Die Last auf den Schultern der Mannschaft des VfB Stuttgart wird immer größer. Sportdirektor Fabian Wohlgemuth sieht den zunehmenden Druck allerdings nicht als Nachteil. Die Fans sind jedoch gespalten.

Stuttgart - Es ist zum Haare raufen. Der VfB Stuttgart hat gegen Bayer Leverkusen eine ordentliche Leistung gezeigt und kam am Ende dennoch nicht über ein 1:1-Unentschieden hinaus. Besonders bitter: Die Schwaben gingen durch einen lässig verwandelten Panenka-Elfmeter von Torjäger Serhou Guirassy zunächst in Führung, Leverkusen glich wenig später jedoch ebenfalls per Strafstoß aus. VfB-Keeper Fabian Bredlow hatte Edmond Tapsoba unglücklich mit den Fäusten abgeräumt. Zu allem Übel ließ Josha Vagnoman fast im direkten Gegenzug die erneute Chance zur Führung für die Schwaben aus kürzester Distanz per Kopf ungenutzt.

Trotz einiger Patzer vermieden die Stuttgarter klare Schuldzuweisungen. Der VfB steht auf Tabellenplatz 17 jedoch zunehmend am Abgrund der Bundesliga und der Druck auf die Mannschaft nimmt immens zu. Zwei Siege müssen in den letzten beiden Saisonspielen her, um sicher auf dem Relegationsplatz zu landen. Dass der Endspurt eine große Herausforderung werde, sei allen Beteiligten jedoch durchaus bewusst, sagte VfB-Sportdirektor Fabian Wohlgemuth.

VfB Stuttgart ist den Druck gewöhnt und „definitv mental stark genug“

Die Mannschaft des VfB Stuttgart kennt sich durchaus mit der Last, die auf ihren Schultern liegt, aus. „Die Mannschaft steht seit gefühlt zwei Jahren unter Druck“, sagte Fabian Wohlgemuth nach der Partie gegen Leverkusen. Die Stuttgarter hätten laut dem Sportdirektor dadurch einen entscheidenden Vorteil gegenüber der Konkurrenz. Die Spieler hätten sich „ein bisschen daran gewöhnt“ und könnten deshalb mit der Situation „hoffentlich besser umgehen, als die anderen Mannschaften im Keller.“ Dennoch weiß auch Wohlgemuth, dass die „nervliche Anspannung“ natürlich nun wieder zunehmen wird.

Fabian Bredlow, Chris Führich, Atakan Karazor und Josha Vagnoman gehen enttäuscht vom Spielfeld.
Die Mannschaft des VfB Stuttgart kennt den Druck durch die Tabellensituation. Vielleicht könnte das zum Vorteil am Ende werden. © IMAGO/Eibner-Pressefoto/Wolfgang Frank

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Torhüter Fabian Bredlow, der zuletzt häufiger im Fokus stand, bestätigt Wohlgemuths Aussage. In den vergangenen Wochen habe die Mannschaft dauerhaft unter dem Druck gestanden, Punkte sammeln und performen zu müssen, sagt er. Das Ziel des Klassenerhalts ist – nach einer zuletzt stärkeren Leistung – wieder schwieriger geworden. „Es macht die Situation jetzt nicht leichter, dass wir nicht gewonnen haben, aber wir sind definitiv mental stark genug und als Team gut genug, um das zu schaffen“, zeigt sich Bredlow weiterhin selbstbewusst.

VfB-Fans hin- und hergerissen: Zwischen Glaube an den Klassenerhalt und bittere Zweifel

Bestärkt wird der VfB Stuttgart von seinen Fans. „Mund abwischen und weiter gehts“, schreibt ein Anhänger auf Facebook. „Weiterkämpfen“, spornt ein weiterer das Team an. Viele haben den Verein noch nicht aufgegeben und halten den Glauben an den Klassenerhalt hoch. „Abgerechnet wird am 34. Spieltag nach Abpfiff. Bloß nicht nachlassen jetzt“, kommentiert ein Fan. Unter den Anhängern ist die Meinung jedoch zwiegespalten.

Den Optimismus können viele weitere Fans nicht mehr teilen. „Es wird verdammt eng“, warnen viele im Netz. Dabei sehen sie nicht etwa das Unentschieden gegen Leverkusen, sondern die Niederlage gegen Abstiegskonkurrenten Hertha BSC als ausschlaggebend für die jetzige Situation an. Es komme einfach zu wenig, dafür, dass man gegen den Abstieg spiele, ärgern sich die Fans. „Das war es. Abstieg perfekt“, befürchtet ein User enttäuscht. Noch hat der VfB Stuttgart es allerdings selbst in der Hand, den Klassenerhalt zu schaffen.

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