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VfB-Coach Labbadia hat seine „Droge“ Fußball zurück und zeigt sich nach Remis zufrieden

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Von: Niklas Noack

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Der VfB Stuttgart muss sich nach einer guten Leistung gegen den 1. FSV Mainz 05 mit einem 1:1 (1:1)-Unentschieden zufriedengeben. Trotz der zwei verlorenen Punkte im Abstiegskampf bleiben die Verantwortlichen gelassen.

Stuttgart - Bruno Labbadia ist zurück auf der Bundesligabühne. Wie sehr er den Fußball lebt, zeigte der 56-Jährige beim 1:0-Führungstreffer des VfB Stuttgart durch Serhou Guirassy: Labbadia ballte beide Fäuste und ließ einen Freudenschrei los. Solche Glücksmomente meinte Labbadia wohl, als er nach der Partie gegen die Mainzer von der „Droge Fußball“ sprach. Deren Wirkung ihn dazu veranlasste, den herausfordernden Job bei den Schwaben überhaupt nochmal anzunehmen.

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VfB Stuttgart: Verursachter Elfmeter durch Ahamada kostet Schwaben zwei Punkte

Wie schwer die Mission Klassenerhalt wird, zeigte sich jedenfalls schon am Samstag (21. Januar). Denn obwohl der VfB die bessere Mannschaft war, kamen die Schwaben gegen schwache Mainzer nicht über ein 1:1 hinaus. Der Stuttgarter Gegentreffer fiel völlig unnötig nach einem berechtigten Elfmeter, den FSV-Angreifer Marcus Ingvartsen verwandelte. Verursacht hatte diesen der sonst so verlässliche Naouirou Ahamada bei einem verunglückten Klärungsversuch, als er im Strafraum den Gegenspieler traf.

Eine irgendwie symbolische Szene für die bisherige VfB-Saison: Sind die Schwaben mal die bessere Mannschaft, stehen sie ihrem vollkommenen Glück oft noch selbst im Wege. Trotzdem bewahren die Verantwortlichen die Ruhe. Stuttgarts neuer Sportdirektor Fabian Wohlgemuth, der gegen die Mainzer erstmals mit auf der Bank am Spielfeldrand saß, sagte: „Nach der langen Pause kann man mit dem Spiel zufrieden sein. Wir haben die Grundtugenden abgerufen, haben viele zwingende Torchancen gehabt, die wir hätten besser nutzen müssen. Mainz hatte im Grunde nichts Zwingendes, weshalb sie am Ende mit dem Unentschieden besser leben können als wir.“

VfB-Coach Bruno Labbadia freut sich über den Führungstreffer gegen Mainz 05.
VfB-Coach Bruno Labbadia freut sich über den Führungstreffer gegen Mainz 05. © Frank Hoermann / SVEN SIMON/IMAGO

VfB-Trainer Labbadia: „Wenn wir im vorderen Drittel etwas klarer gewesen wären“

Auch nach Coach Labbadia hätte der VfB die drei Punkte „einen Ticken“ mehr verdient gehabt. Er sah seine Schützlinge „gut in den Zweikämpfen“ und lobte deren Aufmerksamkeit beim Gegenpressing, wodurch sie die Mainzer Konterstärke über weite Strecken unterbanden. Im Offensivspiel sah der Trainer dagegen Luft nach oben und monierte: „Wenn wir im vorderen Drittel etwas klarer gewesen wären, dann wären wir zu deutlich mehr Torchancen gekommen.“

Die Riesengelegenheit, dennoch drei Punkte einzufahren, vergab der eingewechselte Josha Vagnoman in der 87. Minute. Der Außenverteidiger, der gegen Mainz auf der für ihn ungewohnten linken Seite spielte, brachte es nach einer Ecke fertig, die Kugel aus vier Metern Entfernung übers Tor zu schießen. Mit einem Treffer hätte er bei den Fans in der Mercedes-Benz Arena und Labbadia für völlige Ekstase gesorgt. Und Letzterer hätte durch den Jubel ein Argument mehr gehabt, die Entscheidung nach Stuttgart zurückzukehren, nicht bereuen zu müssen.

Die nächste Chance, drei Punkte einzusacken, hat der VfB am Dienstag (24. Januar, 20.30 Uhr/Sky). Dann gastieren die Schwaben im Baden-Württemberg-Duell bei der TSG 1899 Hoffenheim.

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