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VfB-Sportdirektor Sven Mislintat: „Es gibt keine Dissonanzen“ mit Vereinsboss Alexander Wehrle

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Von: David Frey

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Sven Mislintat, Sportdirektor des VfB Stuttgart.
VfB-Sportdirektor Sven Mislintat (Foto) will von einem zerrütteten Verhältnis mit Vereinsboss Alexander Wehrle nichts wissen. © IMAGO / Hartenfelser

Auch nach dem 4:1-Befreiungsschlag des VfB Stuttgart gegen den VfL Bochum bleibt die offene Trainerfrage das Topthema. Sven Mislintat informiert über den Stand und nimmt Stellung zu den Vorwürfen über „Dissonanzen“ mit Vereinsboss Alexander Wehrle.

Stuttgart - VfB-Sportdirektor Sven Mislintat zeigte sich nach dem 4:1-Erfolg des VfB Stuttgart gegen den VfL Bochum in den Katakomben der Mercedes-Benz Arena noch mehr in Redelaune, als ohnehin schon. Die Erleichterung, nach neun sieglosen Spielen die ersten drei Punkte im so wichtigen Bundesliga-Kellerduell eingefahren zu haben, war ihm deutlich anzumerken.

Doch nach den Fragen zum Spielverlauf und der taktischen Ausrichtung unter Interimstrainer Michael Wimmer musste sich Mislintat wenig überraschend zu den beiden Topthemen schlechthin äußern, die den Klub an der Mercedesstraße derzeit umtreiben: Wer wird Nachfolger von Pellegrino Matarazzo als Cheftrainer und wie steht es um sein Verhältnis mit Alexander Wehrle?

VfB Stuttgart: Mislintat will seine Zukunft nicht an die des neuen Trainers koppeln - Gerüchte um Jess Thorup

Was Ersteres angeht, kritisierte das „Diamantenauge“ enorm die wilden Spekulationen der vergangenen Tage. „Von allen Namen, die ich gelesen habe, gibt es einen einzigen, der wirklich ernsthaft bei uns auf der Liste stand.“ Welchen, das wollte Mislintat nicht verraten - lediglich, dass diese Personalie jetzt kein Thema mehr sei.

Der Sportdirektor der Schwaben stellte aber klar: „Wir haben zwei, die richtig Bock haben und mit denen wir reden. Und erst, wenn alle von uns vier der gleichen Meinung sind: Der ist es. Dann machen wir es.“ Einigen Medienberichten zufolge soll der Däne Jess Thorup einer dieser beiden Kandidaten sein und gute Chancen haben, der neue Trainer des VfB Stuttgart zu werden. Thorup coachte zuletzt den dänischen Meister und Champions-League-Teilnehmer FC Kopenhagen, wurde aber nach einem schwachen Start in die laufende Saison am 20. September entlassen.

VfB-Sportdirektor Sven Mislintat stellte außerdem klar, dass seine persönliche Zukunft nicht an die des neuen Cheftrainers gekoppelt sei und andersherum: „Es ist völlig unwichtig, wer Sportdirektor ist, wann ich verlängere und so weiter. Es geht darum: Wer passt zu einer Philosophie wie unserer? Wer hat schon einmal mit jungen Akademiespielern gearbeitet? Wer hat einen Impact gleich zu Beginn?“ Auf die Frage, ob der neue Trainer schon im DFB-Pokal-Spiel gegen Arminia Bielefeld am Mittwoch (19. Oktober, 20.45 Uhr) auf der Bank sitzen wird, antwortete Mislintat: „Das weiß ich nicht.“

Sven Mislintat: „Es gibt keine Dissonanzen“ mit Alexander Wehrle

Zum zweiten Brennpunkt, wonach Mislintats Verhältnis mit dem Vorstandsvorsitzenden Alexander Wehrle stark belastet sei, positionierte sich der Sportdirektor eindeutig und scharf: „Es gibt keine Dissonanzen.“ Mislintat betonte die gute Zusammenarbeit in der vierköpfigen Gruppe der sportlichen Vereinsführung, der er, Alexander Wehrle, Sami Khedira und Markus Rüdt angehören.

„Wir sind vier Menschen, die alle lang im Fußball arbeiten oder ihn sehr erfolgreich gespielt haben. Dann gehört es doch dazu, dass wir die Köpfe sinnvoll zusammenstecken und da gibt es nicht das Lager Sami, das Lager Alex. Der ruft den an, weil das ist sein Trainer und so weiter. Wir besprechen alle Schritte zusammen.“

Auf BW24-Nachfrage, wie die Zusammenarbeit mit dem erst kürzlich dazugestoßenen Sami Khedira laufe, sagte Mislintat: „Top.“ Der Sportdirektor schätze die Meinung des Ex-Profis vor allem deshalb sehr, da er eine andere Sichtweise auf die Trainer-Thematik habe als langjährige Funktionäre, was dem Meinungsaustausch zuträglich wäre. „Und am Ende gewinnt der beste Vorschlag, ganz gleich, von wem dieser gekommen ist.“

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