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Stumme Schwaben: VfB-Coach Bruno Labbadia sieht hartnäckiges Kommunikationsproblem

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Von: Niklas Noack

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Trainer Bruno Labbadia vom VfB Stuttgart gestikuliert beim Testspiel gegen den FC Sion.
Er weiß zu kommunizieren: VfB-Trainer Bruno Labbadia. © Hansjürgen Britsch/IMAGO

Der VfB Stuttgart hat am Sonntag (8. Januar) das Testspiel gegen den FC Sion souverän mit 3:0 (0:0) gewonnen. Doch ein Problem hält sich hartnäckig.

Marbella - Dem Mitspieler ein „Achtung, Hintermann“ zurufen? Klingt eigentlich einfach. Trotzdem tun sich die meisten Profis des VfB Stuttgart in dieser Hinsicht brutal schwer, was das Testspiel gegen den FC Sion einmal mehr bestätigte. Gerade im Vergleich zu dem Gegner, der auf dem Platz viel und laut kommunizierte, wirkten die Schwaben geradezu stumm.

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VfB Stuttgart: Bruno Labbadia erklärt den Ursprung des teils schlechten taktischen Verhaltens

Dies war auch Trainer Bruno Labbadia wiederholt ein Dorn im Auge. Von Silas zum Beispiel sah der Coach eine starke zweite, aber eine schwache erste Hälfte. Dazu sagte Labbadia: „In der ersten Halbzeit haben wir uns taktisch nicht gut verhalten, weil zu wenig geredet worden ist auf dieser Position.“

Somit macht es sich der VfB unnötig schwer. „Mit mehr Kommunikation würden wir uns viele Wege sparen“, ist sich der Trainer sicher. Warum ist es aber so schwer, das Problem in den Griff zu bekommen? Auf BW24-Nachfrage wird Labbadia deutlich: „Es gibt halt Spieler, die das in sich drin haben und organisieren. Davon haben wir nicht so viele. Trotzdem gilt es, das herauszuholen und einfache Kommunikationswege zu gehen.“

Josuha Guilavogui soll dem VfB abgesagt haben, doch die Stuttgarter zeigen im Test Lichtblicke

Dem VfB fehlen also die Typen. Einer wie Josuha Guilavogui vom VfL Wolfsburg eben, über dessen Verpflichtung sich sein ehemaliger Trainer Labbadia sicherlich gefreut hätte. Allerdings sollen die Wölfe den Schwaben eine Absage erteilt haben, wie die Wolfsburger Allgemeine Zeitung berichtet. Der VfL will demnach in der Restsaison nicht auf Guilavogui verzichten. Allerdings war sowieso fraglich, ob sich der VfB den gestandenen Profi hätte leisten können.

So muss Labbadia erstmal mit dem Kader weiterarbeiten, den er derzeit zur Verfügung hat und der in der Abwehr durch die Verletzung von Dan-Axel Zagadou getroffen wurde. HEIDELBERG24 berichtet darüber, ob der VfB Ausschau nach einem neuen Verteidiger halten wird.

Im Trainingslager-Testkick gegen Sion zeigte die Mannschaft einige Lichtblicke. „Das Ergebnis war gut, die Tore sehr gut und, dass wir zu null gespielt haben“, brachte es Labbadia kurz und knapp auf den Punkt.

Gerade in Sachen Konstanz zeigte Stuttgart in den 90 Minuten Fortschritte. Gelang es den Schwaben, eine vor allem in der Defensive ordentliche erste Hälfte zu spielen, drehten sie im zweiten Durchgang zusätzlich offensiv auf – ohne hinten nachlässig zu werden. Hinzu kam eine Kaltschnäuzigkeit, die Serhou Guirassy (1:0, 46. Minute), Nikolas Nartey (55.) und Thomas Kastanaras (3:0, 90.+1) mit ihren Toren bewiesen. Wenn es den Labbadia-Schützlingen jetzt noch gelingt, auf dem Platz mehr zu reden, wären die Stuttgarter für den anstehenden Abstiegskampf gut gewappnet.

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