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Stresstest VfB Stuttgart: Wohlgemuth muss sich beweisen

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Von: Niklas Noack

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Der VfB Stuttgart hat mit Fabian Wohlgemuth einen neuen Sportdirektor gefunden. Bei den Schwaben kann sich der 43-Jährige jetzt beweisen.

Stuttgart - Das ging flott. Nachdem am Mittwoch (30. November) Sportdirektor Sven Mislintat beim VfB Stuttgart seinen Hut nehmen musste, verkündeten die Schwaben am Samstag (3. Dezember), dass Fabian Wohlgemuth dessen Nachfolge antritt. Mit der Verpflichtung des Managers, der die vergangenen zwei Jahre beim SC Paderborn als Geschäftsführer Sport arbeitete, will der VfB ein „Zeichen für Kontinuität setzen“, wird Vorstandschef Alexander Wehrle zitiert.

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VfB Stuttgart: Weiter gilt die „jung und wild“-Philosophie

Damit ist gemeint, dass der Weg mit dem Fokus auf die „jung und wild“-Philosophie, den vor allem Mislintat vor dreieinhalb Jahren eingeschlagen hatte, fortgeführt werden soll. Nur eben mit Wohlgemuth an der Spitze, der laut Wehrle in Paderborn bereits gezeigt habe, wie man mit geringem Budget eine schlagkräftige Mannschaft zusammenstellt, die „offensiven, leidenschaftlichen Fußball spielt.“ Der neue Sportdirektor des VfB Stuttgart soll zudem als zielstrebig, meinungsstark und verlässlich gelten, wie der kicker berichtet. Attribute, die schon sehr an Vorgänger Mislintat erinnern.

Fabian Wohlgemuth, hier noch beim SC Paderborn noch unter Vertrag, ist zum VfB Stuttgart gewechselt.
Neu beim VfB Stuttgart in der Verantwortung: Sportdirektor Fabian Wohlgemuth (43). © H. Langer/IMAGO

Wohlgemuth scheint präsdestiniert dafür zu sein, mit jungen Spielern zu arbeiten. Sieben Jahre leitete der gebürtige Berliner das Nachwuchsleistungszentrum des VfL Wolfsburg. Anschließend wechselte Wohlgemuth, der Betriebswirtschaft studierte, 2018 zu Holstein Kiel und arbeitete dort, wie ab 2020 in Paderborn, als Geschäftsführer Sport. Stück für Stück nahm er neue und größere Herausforderungen an, sodass sein Engagement beim VfB Stuttgart den logischen nächsten Schritt bedeutet.

Die Herausforderungen des neuen VfB-Sportdirektors Fabian Wohlgemuth

Die ersten Aufgaben, die Wohlgemuth bei den Schwaben zu bewältigen hat, sind klar. Zunächst gilt es die Verpflichtung des neuen Trainers einzutüten, der laut übereinstimmenden Medienberichten Bruno Labbadia sein wird. Anschließend ist der Sportdirektor als Finanzgenie und in Sachen Kaderzusammenstellung gefragt.

Denn der VfB benötigt dringend Geld und könnte deshalb zum Verkauf von Leistungsträgern gezwungen sein. Wie die Bild zuletzt berichtete, wären Borna Sosa und Hiroki Ito zwei der Spieler, die diese Millionen in die leeren Kassen spülen könnten. Das Problem dabei: Die beiden müssten wiederum umgehend ersetzt werden und dem Stuttgarter Kader fehlt es sowie schon an Erfahrung, die gerade im Abstiegskampf überlebenswichtig sein kann.

Somit dürfte feststehen, dass dem Sportdirektor eine ausgiebige Eingewöhnungsphase verwehrt bleibt. Vielmehr beginnt seine VfB-Amtszeit mit einem Stresstest, bei dem er sich beweisen kann, wie gut er wirklich ist.

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