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Präsident Claus Vogt: „Spekulationen, Gerüchte und Unwahrheiten über interne Vorgänge schaden dem VfB“

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Von: Niklas Noack

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Rund um das Präsidium des VfB Stuttgart ist es zuletzt zu Irritationen gekommen. Dabei geriet Claus Vogt in den Fokus. Im Trainingslager in Marbella hat BW24 mit dem Präsidenten gesprochen.

Marbella/Stuttgart - Nach 15 Spieltagen steht der VfB Stuttgart auf dem 16. Tabellenplatz und es droht der dritte Abstieg innerhalb von sieben Jahren. Eine Krise, die personelle Folgen hatte: Erst musste Trainer Pellegrino Matarazzo, dann Sportdirektor Sven Mislintat gehen. Beides waren unpopuläre Entscheidungen, die bei vielen Fans für Unmut und im Vereinsumfeld für Unruhe sorgten.

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VfB Stuttgart: Neben Alexander Wehrle steht auch Claus Vogt in der Kritik

Gerade das Ende des bei VfB-Fans beliebten Mislintat schlug hohe Wellen und in den Fokus der Kritik geriet Vorstandsboss Alexander Wehrle. Dieser hatte dem Sportdirektor ein Angebot zur Vertragsverlängerung vorgelegt, das Mislintat jedoch nicht ausreichte. Somit einigten sich beide Parteien letztlich darauf, getrennte Wege zu gehen.

Aber nicht nur Wehrle musste im Anschluss mit dem Ärger vieler Anhänger leben. Auch Präsident sowie Aufsichtsratschef Claus Vogt, der als besonders fannah gilt, wird für die Entschlüsse mitverantwortlich gemacht und scheint an Beliebtheit eingebüßt zu haben.

Präsident Claus Vogt vom VfB Stuttgart schaut sich im Trainingslager in Marbella das Training an.
Im Trainingslager in Marbella: VfB-Präsident Claus Vogt schaut sich eine Einheit der Profis an. © Hansjürgen Britsch/IMAGO

VfB-Präsident Vogt versteht die Fans

Obwohl dieser als Präsident gar keine direkten sportlichen Entscheidungen trifft, zeigte er gegenüber den Fans Verständnis. Im Gespräch mit BW24 sagte Vogt: „Es geht für mich in erster Linie immer um den VfB und nicht um meine Person. Kritik, die aufkommt, akzeptiere und respektiere ich immer. Natürlich ist es leichter, kritisierte Entscheidungen zu erklären, bei denen man in verantwortlicher Rolle involviert ist. Jede Entscheidung, die wir treffen, können wir jedem Mitglied oder Fan erklären. Manche Kritik in den letzten Monaten kann ich teilweise nachvollziehen. Daher gilt es sowohl für den Verein aber auch für mich als Person, uns immer weiter zu verbessern.“

Allerdings wird Vogt nicht nur aufgrund der sportlichen Talfahrt der Schwaben kritisch beäugt. Zuletzt berichtete die Stuttgarter Zeitung über einen „tiefen Riss“, der durchs Präsidium des VfB Stuttgart gehen soll. Vor allem das Verhältnis zwischen Vogt und dem Präsidiumsmitglied sowie Aufsichtsrat Christian Riethmüller sei demnach zerrüttet. Letzterer sagte der StZ: „Atmosphäre und Klima im Präsidium sind nicht gut.“

VfB-Präsidium ist nicht immer einer Meinung

Vogt sieht es dagegen nicht so düster. Gegenüber BW24 sagte er: „Wir sind natürlich nicht immer bei allen Themen einer Meinung, das wäre auch nicht normal und auch für den Verein nicht gut. Aber alle wollen immer das Beste für den VfB Stuttgart.“

Gleiches gelte, so der Präsident, auch für sein Verhältnis zu Riethmüller: „Wir sind in manchen Themen nicht immer einer Meinung, was gut ist, wollen beide aber das Beste für den VfB und sind gemeinsam Teil des gewählten Präsidiums, in dem wir uns für die Mitglieder und somit den Verein einsetzen.“

Christian Riethmüller und Claus Vogt, Präsidiumsmitglieder beim VfB Stuttgart, laufen nebeneinander.
Keine besten Freunde: VfB-Präsident Claus Vogt (r.) und Gremiumsmitglied Christian Riethmüller. © Hansjürgen Britsch/IMAGO

VfB-Präsident Vogt: „Christian Riethmüller ist Teil des Aufsichtsrat“

Allerdings schrieb die StZ auch, dass der Präsident Riethmüller bei der Neuaufstellung des Aufsichtsrats gerne nicht mehr dabei gehabt hätte und darauf hingewirkt haben soll. Gegenüber unserer Redaktion sagte Vogt dazu mit Nachdruck: „Christian ist Teil des Aufsichtsrats. Jegliche Spekulationen, Gerüchte und Unwahrheiten über interne Vorgänge schaden immer dem VfB.“

Dass es zwischen Vogt und Riethmüller kriselt, scheint jedoch offensichtlich. Wie steht es also um die Zukunft des Stuttgarter Präsidiums? Vogt: „Wir werden diesen Monat gemeinsam in Klausur gehen und über unsere Schwerpunkte in diesem Jahr reden. Das wird auch eine gute Gelegenheit sein, sich grundsätzlich in ruhiger Atmosphäre und mit viel Zeit auszutauschen.“

VfB-Präsident Claus Vogt äußert sich zu Bruno Labbadia und Fabian Wohlgemuth

Dieser Austausch dürfte zumindest etwas leichter fallen, sollte der VfB sportlich zurück in die Erfolgsspur finden. Die Arbeit der neuen Verantwortlichen, Coach Bruno Labbadia und Sportdirektor Fabian Wohlgemuth, wollte Vogt noch nicht bewerten.

Allerdings sagte er: „Fabian Wohlgemuth ist ein absoluter Fachmann und darüber hinaus ein sehr offener und kommunikativer Mensch. Ebenso wie Bruno Labbadia. Beide nehmen unsere Situation voll an, scheuen sich aber auch nicht davor, ihre Meinung klar zu sagen, um damit Veränderungen anzustoßen, was unserem VfB Stuttgart guttut.“

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