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VfB-Coach Matarazzo vor dem Aus: Mislintat weicht Bekenntnis aus

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Von: Niklas Noack

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Der Cheftrainer des VfB Stuttgart, Pellegrino Matarazzo, auf der Pressekonferenz nach der Niederlage gegen den 1. FC Union Berlin.
VfB-Chefcoach Pellegrino Matarazzo war auf der Pressekonferenz nach der unglücklichen 0:1-Heimniederlage gegen Union Berlin erschüttert. © IMAGO / Pressefoto Baumann

Nach der 0:1-Heimpleite des VfB Stuttgart gegen den 1. FC Union Berlin wird es für Pellegrino Matarazzo eng. Sportdirektor Sven Mislintat will seinem Trainer keine Jobgarantie mehr aussprechen.

Stuttgart - Pellegrino Matarazzo wirkte durchaus nachdenklich und angeschlagen, als er sich nach der 0:1-Pleite seines VfB Stuttgart gegen den 1. FC Union Berlin den Fragen der Journalisten stellte. Ob der Coach noch auf der Bank sitzt, wenn die Schwaben am kommenden Samstag (15.30 Uhr/Sky) den VfL Bochum zum Kellerduell in der Mercedes-Benz Arena empfangen?

Er selbst scheint nicht mehr daran zu glauben. Zumindest gab er sich bei der Pressekonferenz nach der bitteren Niederlage gegen Union distanziert und sprach nicht mehr vom „Wir“, sondern stattdessen von „der Mannschaft“. Im Detail sagte er: „Ich bin sehr optimistisch, dass die Mannschaft das Spiel gegen Bochum gewinnen kann und wird, unabhängig davon, wer auf der Bank sitzt.“

VfB Stuttgart: Die Worte des Trainers Pellegrino Matarazzo klangen nach Abschied

Auf BW24-Nachfrage, ob es sich dabei um seine Abschiedsworte als VfB-Trainer handelte, entgegnete er: „Ich habe damit gemeint, dass es nicht um mich geht. Ich mache mir keine Gedanken, was meine Zukunft betrifft. Mir ist das Wichtigste, dass diese Mannschaft Erfolg hat. Darauf liegt mein Fokus. Ich wünsche ihr von ganzem Herzen viel Erfolg, weil ich finde, dass das alles tolle Jungs sind, auch menschlich.“

Sven Mislintat vermied es derweil, Matarazzo mit einem klaren Bekenntnis den Rücken zu stärken. Zunächst sagte er: „Rino ist jemand, der bei uns hohes Vertrauen genießt und die volle Rückendeckung auch in schwierigen Phasen hatte“, bevor er nachschob: „Das Problem, was wir haben, ist eine Diskrepanz zwischen Spielleistung und Ergebnis - und das nicht erst seit heute. Das müssen wir dann schon irgendwann mal bewerten.”

VfB-Sportdirektor Sven Mislintat spricht Matarazzo keine Jobgarantie aus

Eine Jobgarantie für diese Saison wollte Mislintat dem Trainer dementsprechend nicht mehr aussprechen. Dazu sagte er auf BW24-Nachfrage: „Ganz grundsätzlich ist es ja nicht nur meine Entscheidung, da gehören ja mehrere Köpfe dazu. Und zum zweiten müssen wir schon auch realistisch sein. Also ihr wisst, ich liebe den Rino und das Vertrauen und die Rückendeckung ist da, wenn er die Spiele bekommt, auch zu hundert Prozent, aber am Ende müssen auch wir liefern. Das ist einfach so. Und was das bedeutet, kann ich aber jetzt nicht sagen.”

Matarazzo feierte erst vor kurzem sein tausendtägiges Jubiläum als Cheftrainer des VfB Stuttgart. Nun scheint es so, als würde seine Amtszeit dem Ende zugehen.

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