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Orel Mangala: Mittelfeldstratege des VfB Stuttgart – der Belgier wurde bereits Deutscher Meister

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Von: Antonio José Riether

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Orel Mangala steht seit Sommer 2017 beim VfB unter Vertrag.
Orel Mangala steht seit Sommer 2017 beim VfB unter Vertrag. © Avanti/imago-images

Im Mittelfeld des VfB Stuttgart ist Orel Mangala eine feste Größe. Für den Belgier ist der schwäbische Traditionsklub bereits die dritte Station in Deutschland.

Stuttgart – Der zentrale Mittelfeldspieler Orel Mangala steht seit Sommer 2017 beim VfB Stuttgart unter Vertrag. Seitdem ist der Belgier mit kongolesischen Wurzeln, bis auf eine Saison, in der er innerhalb Deutschlands verliehen wurde, fester Bestandteil der Lizenzmannschaft des schwäbischen Traditionsklubs.

Orel Mangala: Mittelfeldspieler des VfB Stuttgart wurde beim RSC Anderlecht ausgebildet

Der in am 18. März 1998 in Brüssel geborene Mangala wurde von Kindesbeinen an in der Jugendakademie des belgischen Rekordmeisters RSC Anderlecht ausgebildet. So durchlief er die Juniorenteams des Spitzenklubs und kam im April 2015 mit 17 Jahren im Halbfinale der UEFA-Youth-League gegen Schachtar Donezk zum Einsatz, das allerdings verloren ging.

Auch in der Folgesaison wurde Mangala im höchsten europäischen Jugendwettbewerb eingesetzt und erreichte nach Siegen gegen Arsenal London, Dinamo Zagreb und den FC Barcelona mit seinem Team erneut das Semifinale. Allerdings fehlte er bei der 0:3-Pleite gegen Chelsea aufgrund einer Roten Karte, die er sich in der Nachspielzeit des Viertelfinales gegen Barça einhandelte.

Orel Mangala: Profi des VfB Stuttgart gewann mit dem BVB die Deutsche U19-Meisterschaft

Der BVB wurde bereits früh auf das Talent aufmerksam. Im Sommer 2016 wechselte Mangala für eine Spielzeit per Leihe zur Borussia und kam dabei in vier Youth-League-Partien sowie 25 Spielen der A-Junioren-Bundesliga zum Einsatz. Mit der U19 qualifizierte er sich für die Endrunde um die deutsche Meisterschaft und spielte in den beiden Halbfinal-Partien gegen den VfL Wolfsburg, wobei er jedoch erneut einen Platzverweis kassierte. Beim Finale gegen die U19 des FC Bayern München, das die Schwarz-Gelben mit 8:7 nach Elfmeterschießen gewannen, durfte er darum nur zusehen.

In Dortmund hatte Mangala keine Zukunft, weshalb der VfB Stuttgart im Sommer 2017 die Gunst der Stunde nutzte und den 1,78 Meter großen Mittelfeldmann für 1,8 Millionen Euro verpflichtete. In der Schwabenmetropole unterzeichnete er einen Vertrag bis 2021 und gab bereits am ersten Spieltag der neuen Bundesliga-Saison gegen Hertha BSC sein Debüt im Profibereich. In seiner ersten Spielzeit beim VfB stand er in 20 Ligaspielen auf dem Rasen, die Stuttgarter beendeten die Saison auf dem siebten Tabellenplatz.

Orel Mangala: Belgier des VfB Stuttgart spielte leihweise für den HSV – VfB-Rückkehr in Liga zwei

Zur neuen Saison wurde Mangala ohne Kaufoption an den Bundesliga-Absteiger Hamburger SV verliehen, bei dem er in 29 Zweitligaspielen als Stammspieler im defensiven Mittelfeld auflief. Trotz einer starken Saison verpasste der erstmals abgestiegene HSV den Wiederaufstieg und wurde nur Vierter, im DFB-Pokal kämpften sich die Norddeutschen mit der VfB-Leihgabe bis ins DFB-Pokal-Halbfinale vor, ehe gegen RB Leipzig Schluss war.

Als Mangala im Sommer 2019 zum VfB Stuttgart zurückkehrte, musste dieser gerade den Gang in die zweite Bundesliga antreten. Sowohl unter Tim Walter als auch unter dessen Nachfolger Pellegrino Matarazzo spielte der Belgier eine tragende Rolle und war als Stammkraft mit für den direkten Wiederaufstieg der Brustringe verantwortlich. In 29 Zweitligaeinsätzen traf er dabei einmal und legte drei weitere Treffer vor.

Nach dem Aufstieg gliederte sich Mangala nach zwei Jahren ohne Bundesliga-Spiel problemlos im deutschen Oberhaus ein. In der ersten Saison kam er 24-mal zum Einsatz und steuerte einen Treffer sowie drei Vorlagen bei. Im April 2021 verlängerte er seinen Vertrag vorzeitig bis zum Sommer 2024.

Orel Mangala: Mittelfeldmann durchlief alle belgischen Auswahlteams – WM-Dritter mit der U17

Auch in seiner Heimat ist Mangala seit Jahren ein hochgeschätzter Akteur, schon seit der U15 spielt er für die belgischen Auswahlteams und vertrat sein Land bereits bei großen Nachwuchsturnieren. So stieß er bei der U-17-Europameisterschaft 2015 in Bulgarien bis ins Halbfinale vor, in dem seine ‚Roten Teufel‘ jedoch im Elfmeterschießen gegen den späteren Titelgewinner Frankreich unterlagen. Mit der U17 nahm er auch an der WM in Chile im selben Jahr teil und holte mit seiner Mannschaft den dritten Platz.

Nach insgesamt 13 Einsätzen für die U18 und die U19 des belgischen Verbands spielte er 14-mal für die U21, mit der er bei er Europameisterschaft 2019 in Italien und San Marino nach drei Pleiten in der Vorrunde scheiterte. Nachdem aufgrund eines Muskelfaserrisses nicht für die EM 2021 in Frage kam, wurde er im März 2022 erstmals in den Kader der A-Nationalmannschaft berufen. (ajr)

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