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Nach langem und intensivem Spanien-Trip: Das sind die Schlüsse aus Labbadias VfB-Trainingscamp

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Von: Niklas Noack

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Nach vielen intensiven Einheiten ist das Trainingslager des VfB Stuttgart in Marbella (Spanien) zu Ende gegangen. BW24 zieht eine Bilanz und verrät, mit welchen Spielern Coach Bruno Labbadia den Abstiegskampf angehen wird.

Marbella/Stuttgart - Der zwölftägige Spanien-Trip hat bei den Profis des VfB Stuttgart Spuren hinterlassen. Das zeigte das Testspiel gegen Sparta Prag, den Tabellendritten der ersten tschechischen Liga, bei dem sich müde Schwaben mit 0:2 (0:1) geschlagen geben mussten. Somit hat die Truppe von Coach Bruno Labbadia, wenn man so will, die Generalprobe für den Bundesliga-Restart vermasselt.

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VfB Stuttgart: Giftige Tschechen bereiten Schwaben auf Ernstfall vor

Doch gerade für die dann anstehende Partie gegen den 1. FSV Mainz 05, die am 21. Januar (15.30 Uhr) in der Mercedes-Benz Arena angepfiffen wird, war das Match eine ideale Vorbereitung. Denn die Tschechen gingen giftig in die Zweikämpfe und riefen somit beharrlich Tugenden ab, die auch die Mainzer ausmachen.

„Es wurde um jeden Millimeter gekämpft und bis zum Schluss war eine Härte und Intensität zu spüren. Dementsprechend war es für uns ein Test auf hohem Niveau“, zeigte sich VfB-Coach Labbadia deshalb trotz der Niederlage durchaus zufrieden. Bis zu dem Eigentor zum 0:1 durch Waldemar Anton (14. Minute) sah er sein Team zudem gut im Spiel, bevor sich im weiteren Verlauf immer mehr die Anstrengungen des intensiven Trainingslagers bemerkbar machten. Das 2:0 für Prag erzielte übrigens Mittelfeldspieler Lukas Haraslin sehenswert per Seitfallzieher (48.).

Hiroki Ito vom VfB Stuttgart steht beim Testspiel gegen Sparta Prag auf dem Platz.
Dürfte in der VfB-Verteidigung gesetzt sein: Hiroki Ito. © Pressefoto Rudel/Robin Rudel/IMAGO

So könnte die VfB-Abwehr im Abstiegskampf aussehen

Aber was ist das Fazit des zwölftägigen Trainingslagers? Wie in beiden Testspielen zu erkennen war, ist beim Thema Kommunikation weiterhin Luft nach oben. So fällt es den VfB-Profis unglaublich schwer, sich gegenseitig mit Kommandos auf dem Platz zu unterstützen.

Abgesehen davon ist es Trainer Labbadia jedoch durch intensive Trainingseinheiten gelungen, das Fitnesslevel der Mannschaft auf ein höheres Level zu hieven. Außerdem scheint es so, als hätte der Trainer die häufig wacklige Defensive weitestgehend stabilisiert. Denn vor allem beim 3:0-Testspielerfolg gegen den FC Sion, bei dem der VfB mit der Viererkette (r.-l.) Pascal Stenzel, Waldemar Anton, Hiroki Ito und Nikolas Nartey begann, ließen die Schwaben so gut wie nichts zu.

VfB-Profi Borna Sosa ist noch ein Wechselkandidat

So ähnlich dürfte die Stuttgarter Abwehrreihe auch gegen Mainz aussehen. Allerdings sollte Ito anstelle von Nartey auf links rücken und Konstantinos Mavropanos die Rolle des Innenverteidigers übernehmen. Abzuwarten gilt es derweil, wie es mit dem einstigen VfB-Leistungsträger Borna Sosa weitergeht. Der aktuell angeschlagene Linksverteidiger könnte die Stuttgarter noch verlassen.

Wen Labbadia auf der Sechserposition aufstellt, dürfte abhängig vom Gegner sein. Atakan Karazor wäre an dieser Stelle die defensivere Variante, weil es bedeuten würde, dass Kapitän Wataru Endo auf der Acht aufläuft. Neben dem Japaner wäre in diesem Fall noch Platz für Enzo Millot oder Naouirou Ahamada.

Trainer Bruno Labbadia vom VfB Stuttgart war mit dem Trainingslager in Marbella zufrieden.
Ist mit dem Trainingslager in Marbella zufrieden: VfB-Coach Bruno Labbadia. © Pressefoto Rudel/Robin Rudel/IMAGO

Mit den beiden Letztgenannten auf der Acht sowie Endo als Sechser wäre dagegen die offensive Möglichkeit, für die sich durchaus argumentieren lässt. Gerade, weil Millot und Ahamada dem oft ideenlosen VfB Kreativität im letzten Drittel verleihen. Der restliche Angriff stellt sich von selbst auf: Tiago Tomas und Silas sollen über die Flügel Gefahr versprühen, während Serhou Guirassy im Sturmzentrum als Vollstrecker lauert.

Das ist unterm Strich der harte Kern an Spielern, mit dem VfB-Coach Labbadia die Mission Klassenerhalt angehen will. Sein Fazit des Trainingslagers lautete: „Die Entscheidung, früher anzureisen, war wichtig, weil wir sehr fokussiert arbeiten konnten. Die Spieler haben gut mitgezogen und somit einen Grundstein gesetzt. Aber es ist erst der Anfang.”

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