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Mit jüngster Bundesliga-Truppe: VfB-Trainer Bruno Labbadia muss „heikle Situation“ meistern

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Von: Niklas Noack

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Bruno Labbadias Mission Klassenerhalt hat begonnen. Am Montag (12. Dezember) leitete der neue Coach des VfB Stuttgart sein erstes Training und gab Einblicke, wie er die Mannschaft zurück in die Spur bringen möchte.

Stuttgart - Dass beim VfB Stuttgart mit Bruno Labbadia ein anderer Wind weht, verdeutlichte bereits ein Blick auf den Trainingsplan in dieser Woche: Dreimal müssen die Profis schon um 7.30 Uhr zur ersten Einheit antanzen. Eine Maßnahme, mit der Labbadia die Zügel anzieht. Doch der Trainer braucht vor allem erstmal Zeit, die er mit den Spielern verbringen kann, um herauszufinden: „Wo hakt es?“

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Dafür will Labbadia seinen Schützlingen in die Köpfe schauen. Er sagte: „Wir müssen viele Gespräche führen und die Mannschaft zusammenbringen, unabhängig vom Gefühl, ob ich mit dem ein oder anderen besser kann. Für mich ist die Arbeit außerhalb des Trainingsplatzes mindestens genauso wichtig geworden wie die auf dem Platz.“

Dementsprechend möchte sich Labbadia erstmal einen Überblick verschaffen, bevor er auf taktische Defizite eingeht. Ein Thema, das ihn aber bereits jetzt schon besonders zu beschäftigen scheint, ist, dass er beim VfB viele Youngster coachen muss. Zwar bemühte Labbadia die Floskel, es gebe keine jungen oder alten, sondern nur gute Spieler, sagte aber auch: „Wir sind in der Situation, die sehr schwierig und heikel ist“, denn man befinde sich mit der jüngsten Bundesligamannschaft im Abstiegskampf.

VfB-Coach Bruno Labbadia leitet sein erste Trainingseinheit seit seiner Rückkehr.
VfB-Coach Bruno Labbadia leitet sein erste Trainingseinheit seit seiner Rückkehr. © Pressefoto Rudel/Robin Rudel/IMAGO

Worin sich Bruno Labbadia von den ehemaligen VfB-Trainern Pellegrino Matarazzo und Tim Walter unterscheidet

Für solch eine „junge Truppe“ sei das „das Schwierigste“ überhaupt, so Labbadia weiter. Sein erster Plan sei es deshalb, seinen Schützlingen „eine Struktur“ zu geben und „einen Weg“ aufzeigen, den die Youngster mit Bereitschaft und viel Freude angehen sollen.

Welche taktische Philosophie Labbadia in Zukunft beim VfB verfolgen will, darüber wollte er bei der Pressekonferenz am Montag (12. Dezember) noch nicht im Detail sprechen. Er sagt nur so viel: „Es zählt weniger, was ich möchte, sondern was die Mannschaft kann. Das ist ja genau das Spezielle im Abstiegskampf, dass man relativ schnell herausfindet, was kann sie besonders gut. Und wie schaffen wir es, die Schwächen, die vielleicht dann da sind, auszumerzen.“

Mit diesem Ansatz unterscheidet sich Labbadia grundsätzlich von den vergangenen beiden VfB-Trainern. Denn Pellegrino Matarazzo (Umschalt-Fußball) und Tim Walter (Ballbesitz-Fußball) waren beides Konzepttrainer, die an ihrer Idee bis zum Schluss festhielten. Labbadia ist dagegen bereit, seinen Fußball im Notfall auch „zu verraten“. Ob dieser Ansatz am Ende vom Erfolg gekrönt ist, bleibt abzuwarten.

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