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Kurswechsel beim VfB Stuttgart: Die Show muss weitergehen

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Von: Niklas Noack

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Alexander Wehrle betritt die Mercedes-Benz Arena bei der Partie des VfB Stuttgart gegen den VfL Bochum.
Boss Alexander Wehrle bestimmt jetzt, wo es beim VfB Stuttgart langgeht. © Pressefoto Rudel/Robin Rudel/IMAGO

Nach der Entlassung von Sportdirektor Sven Mislintat steht beim VfB Stuttgart ein Kurswechsel an.

Stuttgart - „Das ist deren Show, nicht meine!“, waren die wütenden Worte Sven Mislintats, nachdem Vorstandsboss Alexander Wehrle bei einer pompösen Pressekonferenz Sami Khedira, Philipp Lahm und Christian Gentner als künftige Mitarbeiter des VfB Stuttgart vorstellte. Es waren Worte, die damals schon tief blicken ließen und die jetzt knapp drei Monate später immer noch nachhallen.

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VfB Stuttgart: Was seine ehemaligen Begleiter über Alexander Wehrle aussagen

Denn inzwischen ist Mislintat beim VfB Geschichte. Seine Show ist vorbei, könnte man sagen. Doch was bedeutet das für den Stuttgarter Traditionsverein? Steht dem Klub jetzt ein Kurswechsel bevor?

Mislintat stand, wie seine mehrjährigen Wegbegleiter Thomas Hitzlsperger (Ex-Vorstandsvorsitzender) und Ex-Coach Pellegrino Matarazzo, für einen schwäbischen Aufbruch. Für ein Team, das eine junge Mannschaft mit offensivem Geist geduldig weiterentwickeln wollte und dabei stets den Fokus auf die Vereinsidentität „jung und wild“ gerichtet hatte.

Dass dieser eingeschlagene Weg von Alexander Wehrle, der seit Ende März dieses Jahres Vorstandsboss beim VfB ist, weiter verfolgt wird, ist kaum zu erwarten. Zumindest nicht so radikal, wie es unter Hitzlsperger und Mislintat der Fall war. Dies lässt sich unter anderem mit Blick auf Wehrles Vergangenheit beim 1. FC Köln vermuten. Dort arbeiteten unter seiner Regie Jörg Schmadtke (2013-2017) sowie die beiden Ex-VfBler Horst Heldt (2019-2021) und Armin Veh (2017-2019) als Geschäftsführer Sport.

Kommt Bruno Labbadia zum VfB Stuttgart?

Erfahrene Bundesligamanager, die in Köln auf ebenso eingesessene Trainer setzten. Unter anderem coachten in dieser Zeit Peter Stöger, Markus Gisdol oder Friedhelm Funkel den FC. Klar, damals war Wehrle in Köln und nicht in Stuttgart tätig. Dass der gebürtige Schwabe jetzt plötzlich mit unerfahrenen Managern zu experimentieren beginnt, ist dennoch eher unwahrscheinlich.

Wichtig scheinen Wehrle außerdem große Namen zu sein und Persönlichkeiten, die Stallgeruch haben. Dies zeigten bereits die Verpflichtungen von Khedira und Lahm als Berater sowie Christian Gentner, der ab 1. Januar 2023 als Leiter der Lizenzspielerabteilung beim VfB anfängt. Alle drei trugen in ihrer aktiven Karriere das Trikot mit dem Brustring.

Auch die Nachrichten um Bruno Labbadia, der nach Informationen von t-online am Donnerstag (1. Dezember) als neuer VfB-Trainer vorgestellt werden soll, passen dazu. Labbadia coachte die Stuttgarter bereits zwischen 2010 und 2013. Sollte er das Zepter bei den Schwaben tatsächlich übernehmen, ist es das nächste Kapitel in Wehrles noch junger VfB-Geschichte. Oder seiner Show, wie Ex-Sportdirektor Mislintat wohl sagen würde.

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