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Keine „bösen Worte“: VfB-Präsidium erklärt sich für getroffene Entscheidungen

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Von: Niklas Noack

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Der VfB Stuttgart steckt in einer dauerhaften Krise. Jetzt erklärte sich das Präsidium und äußerte sich zu den zuletzt getroffenen Personalentscheidungen.

Stuttgart - Das Jahr 2022 war für den VfB Stuttgart mal wieder ein schwieriges. Nach dem Last-Minute-Klassenerhalt gegen den 1. FC Köln hofften die Schwaben auf eine Trendwende, wurden aber in der Folgesaison schnell enttäuscht. Statt nach oben ging es noch weiter nach unten und Trainer Pellegrino Matarazzo war nach neun Spieltagen Geschichte.

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Die Entlassung des Trainers war eine der Entscheidungen, für die sich das Präsidium des e.V. zum Jahreswechsel erklären wollte. Deshalb verschickte es an die Mitglieder des VfB Stuttgart eine ausführliche E-Mail. Darin thematisiert das Gremium um Präsident Claus Vogt die Neuausrichtung des Vereins: „Der Abschied von Persönlichkeiten wie Sven Mislintat und Pellegrino Matarazzo ist niemandem beim VfB leichtgefallen. Sie haben sich sowohl mit ihrer Arbeit als auch mit ihrer Art leidenschaftlich und geradlinig für unseren VfB eingesetzt und werden beim VfB immer willkommen sein.“

VfB Stuttgart: Ungemütliche Stimmung nach dem Aus von Pellegrino Matarazzo und Sven Mislintat

Auf die Trennung von Sportdirektor Mislintat wird in dem Schreiben noch detaillierter eingegangen. Demnach habe es eine gemeinsame Kommunikation gegeben und im Nachgang seien von niemandem „böse Worte gefallen“, heißt es. Gerade nach dem Aus des bei den Fans beliebten Mislintat wurde die Stimmung im VfB-Umfeld ungemütlich. Im Kreuzfeuer stand dabei in erster Linie Vorstandschef Alexander Wehrle, der den Entschluss als AG-Chef zu verantworten hat. Präsident Vogt geriet als Aufsichtsratschef jedoch ebenfalls in die Kritik, da er die Entscheidung mittrug.

Auch wurde von vielen kritisch gesehen, dass sich Vogt kaum öffentlich dazu äußerte, was der Präsident mit dem Brief nun offenbar nachholen wollte. Das Gremium verweist darin allerdings auf seine repräsentative Rolle: „Wir, das Präsidium des e.V., sind satzungsgemäß nicht zuständig für das operative Geschäft der AG. Auch in unserer Funktion als Vorsitzender bzw. Mitglieder des Aufsichtsrats der AG dürfen wir nicht ins Tagesgeschäft der AG eingreifen. Dafür haben wir unseren Vorstand, dem wir vertrauen.“ Weiter hieß es, man arbeite mit dem Vorstand „sehr gut und transparent“ zusammen.

Präsident Claus Vogt vom VfB Stuttgart ist im Trainingslager in Marbella angekommen.
VfB-Präsident Claus Vogt kommt im Trainingslager in Marbella an. © Eibner-Pressefoto/IMAGO

VfB-Präsidium warnt vor erneutem Abstieg

Außerdem werden die Fans auf die anstehende Rückrunde eingeschworen, in der es für den derzeitigen Tabellensechzehnten um die Bundesligaexistenz geht. So heißt es: „Ein Abstieg 2023 wäre nicht vergleichbar mit den Abstiegen 2016 oder 2019.“ Als Gründe dafür werden erneut vor allem die negativen finanziellen Folgen der Corona-Pandemie angeführt.

Generell macht das Präsidium des VfB deutlich, dass sich der Verein „dauerhaft im Krisenmodus“ befinde. Beim Lesen des Fanbriefs wird deutlich, wie groß die Angst der Verantwortlichen davor ist, dass sich die Situation durch den dritten Abstieg innerhalb von sieben Jahren weiter zuspitzt.

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