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Jubel, Trubel, Emotionen - Der VfB Stuttgart bleibt in der Bundesliga

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Von: Nadja Pohr

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Sasa Kalajdzic wird von Fans getragen
Sasa Kalajdzic wurde nach dem Spiel von den Fans auf Händen getragen. Vermutlich wird er den VfB Stuttgart jedoch bald verlassen. © Tom Weller/dpa

Der VfB Stuttgart hat den Klassenerhalt in der Fußball-Bundesliga am letzten Spieltag geschafft. Der Jubel bei den Schwaben war ausgelassen, auch wenn sich zwei Abschiede ankündigen.

Stuttgart - Es war wahrlich eine Rettung in letzter Minute: Der VfB Stuttgart hat in der Nachspielzeit gegen den 1. FC Köln den direkten Klassenerhalt in der Bundesliga geschafft. Bereits in der 12. Spielminute köpfte Sasa Kalajdzic die Schwaben in Führung, ehe die Kölner, aufgrund eines bitteren Fehlers von VfB-Torwart Florian Müller, ausgleichen konnten.

Am Ende war es Kapitän Wataru Endo, der den Sieg für die Mannschaft aus Stuttgart sicherte. Der Kapitän köpfte in der zweiten Minute der Nachspielzeit das 2:1 für die Schwaben. Gleichzeitig bekam der VfB auch die erhoffte Hilfe aus Dortmund: Der BVB drehte das Spiel gegen den Stuttgarter Konkurrenten im Kampf um den Klassenverbleib, Hertha BSC Berlin, und gewann ebenfalls mit 2:1. In der Mercedes-Benz-Arena gab es daraufhin kein Halten mehr.

Ausgelassene Emotionen beim VfB Stuttgart - Trainer Matarazzo wird den Tag nie vergessen

Wie sehr der VfB Stuttgart unter Anspannung stand, wurde spätestens beim Siegtreffer von Waturo Endo deutlich. Trainer Pellegrino Matarazzo sprintete quer über den Platz zur Jubel-Traube seiner Spieler und ließ seinen Emotionen freien Lauf. „Ich weiß auch gar nicht, wer das Tor geschossen hat“, sagte der Coach im Interview nach dem Spiel. „Ich sehe nur, wie auf einmal Fritzle auf mir lag.“ Denn auch das Maskottchen des VfB kannte nach dem Siegtreffer kein Halten mehr. Diesen Tag werde er niemals vergessen, sagte Matarazzo.

Auch bei den VfB-Fans brachen zum Schlusspfiff alle Dämme. Mehrere Tausend Menschen stürmten von den Tribünen auf den Platz und feierten mit der Mannschaft. „Ich liebe diesen Verein so sehr“, schreibt ein Fan auf Twitter voller Emotionen zu einem Video des Platzsturms. „Mich hat diese positive Energie beeindruckt. Egal wie scheiße die Situation war, man hat immer an sich geglaubt. So muss das in einem Verein sein“, sagt ein User. „Jetzt weinen wir kurz und dann feiern wir die ganze Nacht“, kommentiert ein weiterer. Allerdings kam es bei dem Platzsturm laut Polizei auch „zu mehreren medizinischen Notfällen“.

VfB Stuttgart: Sosa und Kalajdzic vor Abschied

Von den Fans wurde Stürmer Sasa Kalajdzic am Ende auf Händen getragen und bejubelt. Danach fiel er mit Tränen in den Augen seiner Freundin in die Arme. Ob es sich dabei nur um Freuden- oder auch Abschieds-Tränen handelte, wird sich noch herausstellen. Wie Bild berichtet, soll der Österreicher auf der Wunschliste des FC Bayern München stehen. Auch der Name von Borna Sosa soll dort vertreten sein.

Der VfB werde sich bemühen, beide zu halten, wie Stuttgarts Sportdirektor Sven Mislintat betont. „Fakt ist und bleibt: Sasa hat noch ein Jahr Vertrag und wir sprechen auch mit ihm über eine Verlängerung.“ Allerdings bedankte sich Mislintat bereits bei Sosa und Kalajdzic für ihre Unterstützung und ihr vorbildhaftes Verhalten trotz aller Wechselgerüchte: „Das liebe ich an meinen Jungs, die haben sich einen Scheißdreck damit beschäftigt, ob sie irgendwo anders hingehen oder nicht. Borna wollte erst dem VfB etwas zurückzahlen, weil der Klub ihn in einer schwierigen Phase unterstützt hat. Das Gleiche gilt bei Sasa. Sie haben immer ihren Mann gestanden.“

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